|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Fright Night(Fright Night, 2011)
| Dt.Start: |
06. Oktober 2011
|
 |
Premiere: |
18. August 2011 (Australien) |
| FSK: |
ab 16
|
Genre: |
Komödie, Horror |
| Länge: |
106 min
|
Land: |
UK, USA |
|
Darsteller:
|
Colin Farrell (Jerry Dandrige), David Tennant (Peter Vincent), Christopher Mintz-Plasse ('Evil' Ed Thompson), Anton Yelchin (Charley Brewster), Toni Collette (Jane Brewster), Imogen Poots (Amy Peterson), Dave Franco (Mark), Reid Ewing (Ben), Emily Montague (Doris), Chelsea Tavares (Cara), Will Denton (Adam), Grace Phipps (Bee), Sandra Vergara (Ginger) |
|
Regie:
|
Craig Gillespie |
|
Drehbuch:
|
Marti Noxon, Tom Holland |
|
 Inhalt
Der Jugendliche Charley vermutet, dass sein neuer Nachbar, der charmanten Jerry Dandrige, ein Vampir und für zahlreiche Morde in der Nachbarschaft verantwortlich ist. Weil ihm niemand glauben will, wendet er sich an Peter Vincent, den Gastgeber seiner Lieblings-TV-Gruselshow. Während Charley und Peter bald schon Beweise finden, dass mit Jerry wirklich etwas nicht in Ordnung ist, bandelt dieser bereits mit Charleys Mutter an. |  |
|
Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Daniel Licha
War das Original noch ein verspielter Horrorfilm, verzichtet das Remake auf den amüsanten Teil und lässt somit auch den Charme des Vorbilds vermissen. Generell scheint es als wären die Modernisierungen dem Mainstream geschuldet, fehlen doch über den Großteil der Spielzeit die Geekmomente, in denen sich die Figuren über das Genre lustig machen. Das größte Ärgernis ist jedoch, dass aus dem Vampirjäger Peter Vincent ein Russell Brand Typus gemacht wurde; den man jedoch wohl nicht verpflichten konnte und somit Dr. Who David Tennant den die Grenze zum Overacting weit überschreitenden Vampirkiller mimen darf. Sieht man von diesen Punkten ab, muss man jedoch sagen dass der Film gut in Szene gesetzt wurde und er für die Zielgruppe, die Teenies, durchaus einige spannende Momente vorzuweisen hat. Die Darsteller agieren dabei solide, ausgenommen Colin Farrell, dem man seine enorme Spielfreude als Vampir in jeder Minute auf der Leinwand ansieht und somit quasi als das Highlight des Filmes anzusehen ist. So ist das Fright Night-Remake kurzweilig durchaus nett anzusehen, dem Original jedoch deutlich unterlegen.
Kritik
von Markus Ostertag
25 Jahre nach Die rabenschwarze Nacht verfilmt Craig Gillespie (Lars und die Frauen) die Geschichte des Vampir-Nachbarn neu. Doch auch wenn der Film handwerklich natürlich den heutigen Standards entspricht, so bleibt ständig das Gefühl, dass nicht nur die Atmosphäre fehlt, sondern auch die Geschichte sehr zu Ungunsten des aktuellen Streifens verändert wurde. Dennoch kann Fright Night in einigen Abschnitten unterhalten und rettet sich damit gerade noch ins Mittelmaß.
Das Original aus dem Jahr 1986 avancierte im Laufe der Zeit durchaus zu einem Klassiker der Horror-Komödien und ist bei Fans vor allem wegen seiner Atmosphäre und der sehr puristisch und real gestalteten Art so beliebt. Die Tatsache, dass man nach Die rabenschwarze Nacht durchaus kurz einen Gedanken daran verschwendet, dass es Vampire wirklich geben könnte, und der eigene - vielleicht sogar etwas merkwürdige - Nachbar viel weniger Mensch als Wesen sein könnte, war und ist die Besonderheit des alten Streifens. Das in einem Remake wieder einzufangen und nicht nur Kenner des Originals, sondern auch neue (junge) Menschen für die Geschichte begeistern zu können, ist nicht einfach.
Umso erstaunlicher, dass mit Craig Gillespie nicht gerade ein Horror-Komödien-Spezialist an die Umsetzung gesetzt wurde. Mit Lars und die Frauen hat der Australier zwar durchaus bewiesen, dass er mit viel Gefühl und Einfühlungsvermögen zu inszenieren vermag, aber eine Horror-Komödie ist dann doch ein Genre, das andere Qualitäten fordert. Genau hier beginnt nun auch die eigentliche Kritik an Fright Night, denn ein Film, der als Horror-Komödie deklariert ist, sollte im Idealfall witzig und gruselig sein. Der aktuelle Streifen ist definitiv nicht sonderlich witzig - abgesehen von David Tennant und Christopher Mintz-Plasse vielleicht - und leider auch wenig gruselig. Die wenigen Schockmomente zünden nur bei sehr unbedarften Kinogängern, und auch die gesamte Atmosphäre wird durch schlechte Einstellungen zerstört. Verstärkt wird das noch durch einen absoluten unnötigen 3D-Effekt, der zwar mehr Geld an der Kinokasse kostet, dafür aber den Kontrast des Bildes teilweise so sehr verschlechtert, dass außer sehr schwarzen Schatten vor schwarzer Nacht nicht mehr viel zu erkennen ist.
Der ansonsten großartig aufspielende Anton Yelchin (Stark Trek) bleibt in seiner eindimensionalen Rolle für seine Verhältnisse sehr blass, und auch Colin Farrell als Vampirnachbar vermag nicht so richtig für Gänsehaut zu sorgen. Hervorzuheben ist dafür die Rolle von David Tennant, der einen skurrilen und deswegen interessanten Charakter spielen darf und hier durchaus eine gute Figur macht. Einer der Lichtblicke, die in dem handwerklich durchaus solide gemachten Streifen immer wieder mal durchscheinen.
Für Kenner des Originals sind natürlich auch die Änderungen an der Story von Interesse, denn Drehbuchautorin Marti Noxon hat sich an dem Klassiker zwar durchaus sehr stark bedient und zieht immer wieder Parallelen, verlegt die Gesamthandlung aber in unsere Zeit. Das ist sehr gut umgesetzt und weiß auch den Fan durchaus zu überzeugen. Dennoch fehlt eben das Flair und die besondere Atmosphäre des Originals, sodass Fright Night nur als Durchschnitt durchgeht und für einen Kinoabend zwar geeignet, aber nicht sonderlich empfehlenswert ist.  Weitere interessante Filme
|
 |
 |
 |
 |
© 2012 MovieMaze.de |
 |
 |
 |
|