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Männerherzen... und die ganz ganz große Liebe

(Männerherzen... und die ganz ganz große Liebe, 2011)

Dt.Start: 15. September 2011 Premiere: 22. September 2011 (Deutschland)
FSK: ab 6 Genre: Komödie
Länge: 112 min Land: Deutschland
Darsteller: Til Schweiger (Jerome), Justus von Dohnanyi (Bruce Berger), Florian David Fitz (Niklas), Christian Ulmen (Günther), Nadja Uhl (Susanne), Michael Baral (Klatschreporter), Wotan Wilke Möhring (Roland), Maxim Mehmet (Philipp), Stephan Grossmann (Meinfried), Prashant Prabhakar (Rosenverkäufer), Martina Ysker (Mutter Heidi), Amon Robert Wendel (Tommi), Oli Bigalke (Svetko)
Regie: Simon Verhoeven
Drehbuch: Simon Verhoeven


Inhalt

"Die ganz, ganz große Liebe" so lautet der Titel von Bruce Bergers neustem Lied, nebenbei ist er endlich bereit für ein großes Plattenlabel. Jerome plagen währenddessen ganz andere Sorgen und so nimmt er sich eine Auszeit bei seinen Eltern auf dem Land. Günther und Niklas versinken bis über beide Ohren in Liebesdingen. Niklas hat zum Beispiel ein für alle Mal vom Single-Dasein die Nase voll und stürzt sich in Dates. Eines jedoch verbindet sie alle: die Hoffnung auf die ganz, ganz große Liebe.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Männerherzen... und die ganz ganz große Liebe hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 58%
Kurzkritik
von Daniel Licha
Wertung von 51 für Männerherzen... und die ganz ganz große Liebe

Obwohl im Grunde beim Vorgänger schon alles geklärt war, musste es bei dieser starbesetzten deutschen RomCom natürlich eine Fortsetzung geben und wie erwartet erweist sie sich als extrem unnötig, wiederholt sie doch die Szenarien nur und kann im Grunde nur den wenigsten Episoden etwas Neues hinzufügen. So plätschert das Ganze nahezu ereignislos vor sich hin und hat das Glück durch die vielen Geschichten und sympathischen Darsteller zumindest nicht langweilig zu werden. Nicht zu vergessen natürlich das tolle Titellied von Scene Stealer Justus von Dohnányi. Insgesamt sicherlich nichts das wehtut, aber leider auch nicht mehr als eine unnötig nachgeschobene Fortsetzung, die dem Zuschauer kaum etwas Neues bringt.

Kritik

von Daniela Panzitta
Männerherzen... und die ganz ganz große Liebe hat eine Wertung von 65%
Vor zwei Jahren schlugen zum ersten Mal die Männerherzen von Til Schweiger, Christian Ulmen und Co. auf der großen Leinwand. Alle hatten so ihre Problemchen mit dem weiblichen Geschlecht und der Frage nach der eigenen Identität. Nun kehrt die versammelte Mannschaft zurück und quält sich weiterhin mit den Altlasten herum. Eine seicht-amüsante Fortsetzung, für die man den ersten Teil nicht zwangsläufig gesehen haben muss.

Bild aus Männerherzen... und die ganz ganz große Liebe Verschiedene Männer haben verschiedene Probleme, auch wenn es sich im Grunde immer nur um eines handelt: die ganz, ganz große Liebe. Während es sich für den Schlagerstar Bruce Berger dabei um ein neues Lied handelt, das er komponiert hat, müssen sich Jerome, Günther, Niklas und Philipp wirklich mit ihren Herzensdamen und noch weiteren Komplikationen herumschlagen.

Wer Männerherzen bereits gesehen hat, ist von Anfang an im Bilde und kennt die Charaktere und deren Umstände. Doch auch Kinobesucher, die noch nie etwas von Teil 1 gehört haben, können in Männerherzen und die ganz, ganz große Liebe ihren Spaß haben und finden sehr schnell heraus, was Sache ist.

Das ist auch nicht sonderlich kompliziert, da jeder Charakter recht klare Merkmale besitzt und dem Zuschauer somit den schnellen Zugang ermöglicht. Da wäre beispielsweise Jerome, angenehm zurückhaltend von Til Schweiger verkörpert, der nach einem gescheiterten Versuch, eine Jugendliebe wiederzugewinnen, erst mal eine Auszeit braucht und sich deshalb bei Mama und Papa einnistet. So wohnt der über 40-Jährige wieder in seinem Jugendzimmer und lässt sich von Mama mit Wurstbroten verwöhnen. Doch natürlich braucht Amor keine Verschnaufpause, und so galoppiert die nächste Traumfrau gleich mal durchs Bild und lässt die Geister in Jerome ebenfalls zurückkehren. Die Verfolgung per Mofa wird aufgenommen und der beschwerliche Weg zum Herz der Dame über Ponyreitstunden und Holzhacken auf dem Hof birgt einige nette Szenen, die zum Schmunzeln anregen.

Die Auszeit, die sich Jerome gönnt, hätte Günther gerne gehabt. Er ist zwar glücklich mit seiner Susanne zusammen, doch die Probleme werden dadurch nicht geringer. Der Sohn, der seinen im Gefängnis sitzenden Vater vermisst, aber irgendwie auch fürchtet, will den "neuen Papa", der nicht einmal richtig Fußball spielen kann, nicht akzeptieren. Währenddessen wünscht sich Susanne etwas mehr Intimität mit dem Mann an ihrer Seite und geht sogar so weit, Sex zu wollen. Das überfordert Günther, der seit vielen Jahren mit keiner Frau mehr zusammen war, komplett und führt zu missverständlichen Telefonaten mit Jerome, sowie Nachhilfestunden im Discovery Channel.

So etwas hat Bruce Berger, der Schlagerstar, nicht nötig. Er strotzt vor Lebenskraft und ist bereit, seinen neuen Song "Positive Energy" auf den Markt zu bringen. Inspiriert von der Jugend und den musikalischen Eindrücken verschiedenster Diskotheken, ist er der Meinung, den absoluten Knaller kreiert zu haben. Doch das sieht der Produzent ganz anders und setzt den uneinsichtigen Künstler prompt vor die Türe. Der lässt sich so etwas natürlich nicht bieten und gründet kurzerhand sein eigenes Label. Durch den Marketingexperten Niklas, der gerade privat selbst ein wenig durchhängt, nachdem ihm seine Freundin gestanden hat, dass sie ein Verhältnis mit dem Paartherapeuten hat, wird Bruce auf das Internet aufmerksam und muss dessen negative Einflüsse am eigenen Leib spüren.

Auch bei Philipp läuft nicht alles wie geplant. Auf das erwartete Kind sind beide seelisch und moralisch vorbereitet, suchen sogar schon nach Namen. Doch nachdem sie bei einem Arztbesuch erfahren, dass sie nicht nur ein Kind, sondern gleich Zwillinge erwarten, ist die junge Familie doch ein wenig überfordert. Philipp, der ganz der Ernährer der Familie sein möchte, spricht Nina jegliche Kompetenz ab und versucht, alles alleine zu regeln. Dass das im Endeffekt nicht gut gehen kann, ist irgendwie vorprogrammiert.

Mit den verschiedenen Geschichten, die meist nur lose zusammenhängen, kann Männerherzen und die ganz, ganz große Liebe über die gesamte Laufzeit unterhalten und sogar den ein oder anderen Lacher provozieren, sei es die Schwangerschaftsgymnastik von Nina und Philipp oder der wilde Lifestyle von Bruce Berger. Dabei ist die Geschichte erwartungsgemäß seicht angelegt und spielt souverän ihre Klischee-Karten aus. Hier wird nicht groß experimentiert oder neue Pfade beschritten, viel eher bleibt man bei Altbewährtem, das im Normalfall immer funktioniert.

Auch in Sachen Besetzung wird kein großes Risiko eingegangen. Es versammelt sich erneut die gesammelte Mannschaft aus Männerherzen und schlüpft in die bereits bekannten Charaktere. Dabei sticht Justus von Dohnanyi als schräger Schlagerstar hervor, während sich Til Schweiger angenehm zurück nimmt. Auch Christian Ulmen darf erneut den absoluten Loser spielen, den er quasi im Schlaf draufhat. Im Gegensatz dazu sind die Rollen von Florian David Fitz und Maxim Mehmet geradezu normal und bodenständig angelegt. Während Florian David Fitz sich als Stalker probieren darf, muss Maxim Mehmet lernen, seine Weltanschauung, was den Platz von Mann und Frau betrifft, zu überdenken.

Alles in allem tut Männerherzen und die ganz, ganz große Liebe niemandem weh. Wer diese Art von Komik und die Besetzungsliste mag, der wird auf jeden Fall einen vergnügten Abend haben und sich gut unterhalten fühlen. Als leichte Unterhaltung ohne großen Anspruch ist der Film auch allen anderen Kinogängern zu empfehlen, solange man nichts Besseres zu tun hat.



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