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Die Herrschaft des Feuers entführt uns in das Jahr 2020, in dem uns eine von Drachen und Bomben verwüstete nahezu menschenleere Welt erwartet. Beim Anblick dieser düsteren und gespenstischen Kulisse werden Erinnerungen an Mad Max wach, dessen Endzeit-Welt ähnlich aussah. Der einzige Unterschied sind die blutrünstigen und zerstörungswütigen Drachen, die in Die Herrschaft des Feuers ab und zu vorbeischauen, um eine kleine Brotzeit zu machen oder einfach ein bisschen was abzufackeln. Um der lauernden Gefahr bestmöglich zu trotzen, hat sich eine Gruppe von Menschen unter der Führung von Quinn in einem alten Schloss auf dem englischen Land niedergelassen. Ausgestattet mit einem feuerfesten Bunker, hoffen sie, den Angriff eines feuerspeienden Monsters weitestgehend unbeschadet zu überstehen. Täglich müssen sie damit rechnen, dass ein Drache ihren Feldern einen Besuch abstattet und die gesamte Ernte mit seinem heißen Atem vernichtet, weshalb äußerste Vorsicht geboten ist.
Im krassen Gegensatz zu der Weglaufen und Verstecken Taktik der Schlossbewohner steht die Philosophie des amerikanischen Kriegers Van Zan, der zusammen mit seiner kleinen Armee den Drachen das Lebenslichtlein auspustet. Ausgestattet mit modernster Technik gepaart mit waghalsigen Methoden, gelingt es ihm und seinen Leuten, die scheinbar unbesiegbaren Monstern zur Strecke zu bringen. Er ist nach England gekommen, um in London den weltweit einzigen männlichen Drachen zu töten, um auf diesem Wege die Welt von ihnen zu befreien. Zunächst sind sich Quinn und Van Zan auf Grund ihrer unterschiedlichen Lebensauffassung nicht ganz grün, doch im Laufe der Zeit muss sich Quinn eingestehen, dass er sich der Gefahr stellen muss, anstatt davonzulaufen.
Das große Manko des Films Die Herrschaft des Feuers ist der Totalausfall der Story, die von vorne bis hinten vollkommen unlogisch ist. Umso verwunderlicher, dass der Film trotzdem einen positiven Gesamteindruck hinterlässt. Dafür verantwortlich ist zum einen die perfekt passende düstere und drückende Grundstimmung des Films, die bis zum Ende konsequent durchgezogen wird. Sei es die Kleidung, die Fahrzeuge oder der komplette Landstrich, alles wurde in einen tristen Grauschleier gehüllt und mit schön viel Nebel noch ein wenig verfeinert. Beim Setdesign stimmte bis hin zum einäugigen Späher mit Drachenfrühwarn-Vogel wirklich alles. Ebenfalls sehr beeindruckend waren die animierten Drachen, die so präsentiert wurden, wie man sich Spezialeffekte wünscht. Nämlich möglichst plastisch und realistisch, aber gleichzeitig doch irgendwie dezent und nicht zu aufdringlich.
Den größten Anteil am Gelingen des Projekts Die Herrschaft des Feuers haben allerdings die beiden Hauptdarsteller Christian Bale und Matthew McConaughey. Erstgenannter übernahm die Rolle des oben bereits erwähnten Engländers Quinn und erfüllte die Aufgabe in gewohnt souveräner Manier. Trotz Christian Bales guten Leistung, war es Matthew McConaughey, der in dem Film als Van Zan die Akzente setzte und sich dabei als äußerst wandlungsfähiger Schauspieler auszeichnete. Wir alle erinnern uns noch an den alten Matthew, der zusammen mit Jennifer Lopez in Wedding Planner - verliebt, verlobt, verplant der Statue den Puller abbrach oder in Die Jury den fleißigen Ankläger mimte. Nichts von alle dem ist mehr übrig, stattdessen erwartet uns ein kahlgeschorener, durchtrainierter und von oben bis unten tätowierter Drachenkiller, der animalische Laute von sich gibt. Prädikat bärenstark.
Um einem Irrtum vorzubeugen, dem ich auch aufgesessen bin, sollte noch erwähnt werden, dass Die Herrschaft des Feuers keineswegs eine pure Drachenmetzelei ist. Alles in allem werden nämlich nur zwei Exemplare gekillt. Dagegen besticht der Film, wie oben bereits erwähnt, durch sie düstere Atmosphäre und durch die beiden Hauptdarsteller. Man sollte sich während und nach der Vorführung möglichst keine Gedanken über die Story des Films machen, da man dabei in Teufels Küche kommt und sich nur unnütz über die zahlreichen Logikfehler aufregt. Wer will sich denn schon fragen, warum der Oberdrache ein paar Atombomben überlebte, aber dann gegen drei mit Armbrust bewaffnete Helden den Löffel abgibt. |