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Our Idiot Brother

(Our Idiot Brother, 2011)

Dt.Start: 17. Mai 2012 Premiere: 22. Januar 2011 (Sundance Film Festival, USA)
FSK: o.A. Genre: Komödie
Länge: 90 min Land: USA
Darsteller: Paul Rudd (Ned), Elizabeth Banks (Miranda), Zooey Deschanel (Natalie), Emily Mortimer (Liz), Steve Coogan (Dylan), Hugh Dancy (Christian), Kathryn Hahn (Janet), Rashida Jones (Cindy), Shirley Knight (Ilene), T.J. Miller (Billy), Adam Scott (Jeremy), Janet Montgomery (Lady Arabella), Sterling K. Brown (Omar), Matthew Mindler (River), James Biberi (Gus)
Regie: Jesse Peretz
Drehbuch: David Schisgall, Evgenia Peretz


Inhalt

Ned, der zur Zeit damit beschäftigt ist, Tomaten mit Zwiebeln zu kreuzen, um die Herstellung von Tomatensauce zu erleichtern, ist vielleicht nicht unbedingt der intelligenteste Mensch der Welt, aber sicher einer der gutherzigsten. Seine drei Schwestern Liz, Miranda und Natalie sehen das jedoch etwas anders. Für sie ist er der Bruder, den man gerne verschweigt. Und wie es das Schicksal nun mal will, muss Ned für einige Tage bei ihnen unterkommen. Da ist eine Menge Spaß, aber auch eine ganze Menge Ärger vorprogrammiert.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Our Idiot Brother hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 65%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Matthias Pasler
Our Idiot Brother hat eine Wertung von 65%
Es kann vorkommen, dass man einfach keinen guten Einstieg findet, um etwas über einen Film zu sagen. Das ist meistens der Fall, wenn man sich kein klares Bild zu dem jeweiligen Film machen kann, weil er irgendwie nicht so richtig greifbar ist. Es gibt Gutes und es gibt weniger Gutes. Eine Rezension wird in dem Fall weniger Meinungsäußerung, als Hilfe bei der eigenen Meinungsfindung. Glücklicherweise ist Paul Rudd als bescheuerter Bruder sehr gut im Helfen.

Bild aus Our Idiot Brother Hippie Ned ist einfach zu gut für diese Welt. Deshalb verkauft er einem Polizisten etwas Gras zum Freundschaftspreis - und wandert direkt ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung muss er sich umorientieren, weil seine Freundin ihn raus wirft. Nicht einmal seinen geliebten Hund Willie Nelson lässt sie ihm. Immerhin ist Ned mit drei wunderbaren wie gegensätzlichen Schwestern gesegnet, die ihn mehr oder weniger gern bei sich aufnehmen. Bis er beginnt, ihre Leben ganz schön durcheinanderzubringen.

Our Idiot Brother versucht hauptsächlich, in die Kerbe der in den letzten Jahren beliebten Indie-Komödien wie Juno oder Little Miss Sunshine zu schlagen. Doch auch wenn hier mit Peter Saraf und Marc Turtletaub die Produzenten des Letzteren am Ruder sitzen, kommt der Film an das Niveau seiner Vorbilder nicht ganz heran. Was wirklich schade ist, denn das Potenzial wäre vorhanden.

Zu den besten Seiten des Films gehört definitiv seine Besetzung. Wirklich alle Darsteller/innen spielen so sympathisch und sind auch einfach so perfekt in ihren Rollen aufgehoben, dass es eine Freude ist. Paul Rudd (Beim ersten Mal, Vorbilder?!) ist bislang noch nicht durch besondere schauspielerische Leistungen aufgefallen, kann als liebenswert-naiver Ned aber immerhin überzeugen. Die so unterschiedlichen Schwestern Miranda (kompromisslose Karrierefrau), Natalie (kreative Lebenskünstlerin) und Liz (zweifache Mutter) werden von Elizabeth Banks (W., Zack and Miri Make a Porno), Zooey Deschanel ((500) Days of Summer) und Emily Mortimer (Hugo Cabret) wirklich wunderbar gespielt. Und auch die Nebenrollen bieten mit Steve Coogan (Tropic Thunder) als exzentrischem britischen Ehemann, Shirley Knight (Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern) als trinkender Mutter und Hugh Dancy (In guten Händen) bekannte Talente. Wirklich alle gehen in ihren Darstellungen ganz auf, was für einen Film, dem es vor allem um Menschen geht, auch mehr als wichtig ist.

Die Schwächen, die es leider auch gibt, werden schon an der Auflistung der Charaktere deutlich. So ziemlich alle Figuren sind eindimensionale Stereotypen, die man alle schon öfter so gesehen hat. Sie haben Probleme, die man schon kennt, und machen Entwicklungen durch, die einen nicht überraschen. Mit Ausnahme von Deschanels Natalie hätten allen wichtigen Charakteren ein bisschen mehr Hintergrund und etwas tiefer gehende Einsichten ganz gut getan. Und auch der Humor übersteigt nie so richtig die Wertung "niedlich".

Wenn man sich jetzt die Argumentationskette anguckt, ergibt sich immer noch kein vollkommen klares Bild. Aber es ist wohl ungefährlich, zu sagen, dass Our Idiot Brother ein kurzweiliger und liebevoller Film über echte Menschen ist. Und genau wie jeder Mensch seine Schwächen hat, ist eben auch dieser Film nicht perfekt. Und wie bei Menschen macht ihn das vielleicht auch nur umso liebenswürdiger.



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Dt. Start: 29. Apr 2010
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