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Paranormal Activity 3

(Paranormal Activity 3, 2011)

Dt.Start: 03. November 2011 Premiere: 20. Oktober 2011 (Niederlande)
FSK: ab 16 Genre: Horror, Mystery
Länge: 90 min Land: USA
Darsteller: Katie Featherston (Katie)
Regie: Henry Joost, Ariel Schulman
Drehbuch: Michael R. Perry, Oren Peli


Inhalt

Im ersten Teil von Paranormal Activity filmt das Pärchen Micah und Katie nächtliche Aktivitäten in ihrem Haus. Ein Dämon, der Katie bereits in ihrer Kindheit verfolgte, scheint zurückgekehrt zu sein. Die Fortsetzung spielt im Haus der Familie von Katies Schwester Kristi. Auch sie wird von einem Dämon heimgesucht, der es anscheinend auf ihren Sohn Hunter abgesehen hat. Über die Handlung des dritten Teils ist bisher noch nichts bekannt, aber das Konzept wird wohl ähnlich sein.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Paranormal Activity 3 hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 21%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Markus Ostertag
Paranormal Activity 3 hat eine Wertung von 21%
Nach den äußerst erfolgreichen ersten beiden Teilen war es nur eine Frage der Zeit, bis auch Teil 3 über die Leinwände flimmert. Und die Befürchtungen, die man vorab schon haben durfte, bestätigen sich leider auch: Paranormal Activity 3 wird den ersten beiden Teilen in keinem Aspekt gerecht! Mit vielen Logikfehlern, Ungereimtheiten und ein paar Schockeffekten wird dem Zuschauer "erklärt" wie alles begann - es wäre besser gewesen, man hätte das Publikum im Unklaren gelassen!

Bild aus Paranormal Activity 3 Paranormal Activity war 2007 einer der Filme, die auf der Welle der "Pseudo-Dokus" mitschwammen und damit äußerst erfolgreich waren. Die Geschichte über Katie und Micah, die von einem Dämon heimgesucht werden, wusste an den Kinokassen zu überzeugen. Auch wenn man durchaus geteilter Meinung über die Qualität des Streifens war. Vor allem die Längen und die enorm ruhige Erzählweise kamen nicht bei allen Kritikern und Zuschauern gut an.

Der zweite Teil fiel bei den Kritikern dann sehr deutlich durch und auch die Zuschauermeinung tendierte eher zu einem einfachen Aufguss der gleichen Idee. Damit räumt der dritte Teil dafür definitiv auf, denn endlich erfahren wir, warum Katie und Kristie sich mit den paranormalen Aktivitäten ihr ganzes Leben lang herumschlagen müssen.

Der Unfug beginnt schon bei der Erklärung, wie wir Zuschauer in den "Genuss" des Videomaterials kommen: Katie stellt alte Kisten ihrer verstorbenen Großmutter bei Kristie unter, und darin befinden sich VHS-Kassetten mit Aufnahmen der kleinen Mädchen. Diese Aufnahmen stammen vom damaligen Freund der Mutter. Dieser filmte scheinbar alles, denn sich selbst beim Videoschnitt bekommen wir ebenso zu sehen wie "spektakuläre" Point-of-View Einstellungen in den unmöglichsten Situationen.

Neben den Unzulänglichkeiten an der Basis des Films gibt es auch in der Geschichte an sich einiges zu bemängeln. Immerhin erzählt Katie im ersten Teil durchaus etwas über ihre Kindheit, und daran hätten sich die Drehbuchautoren auch ein wenig orientieren müssen - haben sie aber nicht, sondern erfinden brav ihre eigenen gruseligen Stories, die Katie dann scheinbar urplötzlich im Alter entfallen sein müssen!

Die gezielt gesetzten Schockeffekte funktionieren zwar in den meisten Fällen, aber sind gerade für Fans des Genres auch eher schwachbrüstig und wenig überzeugend. Gerade in den letzten Minuten des Films nimmt zwar die Geschwindigkeit enorm zu, aber dafür die Horror- und Gruseldichte enorm ab. Schade, dass man hier zumindest das durchaus vorhandene Potential (abgesehen von der schwachsinnigen Story) nicht genutzt hat.

Paranormal Activity 3 lässt viele Fragen offen, obwohl es Antworten geben wollte. Es zeigt, dass es immer schlimmer geht und beim Geldverdienen mit Filmen weder eine gute Story, noch genretypische Erwartungen zählen. Der Zuschauer ist letztlich der Dumme - er erwartet eine Erklärung und weiß eigentlich schon vorher, dass es besser gewesen wäre, wenn die Macher keinen Erklärungsversuch gestartet hätten. Wenn dann die Story in sich auch noch so lieblos runtergekritzelt und missachtet wurde, bleiben wirklich nur noch die Schockmomente als Begründung für den Ticketpreis.



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