Footloose Poster

Film-Seite zu Footloose
Trailer zu Footloose
Poster zu Footloose
Offizielle Seite
Deutsche offizielle Seite
Charts-Statistiken zu Footloose
PDF zu Footloose

Footloose

(Footloose, 2011)

Dt.Start: 20. Oktober 2011 Premiere: 13. Oktober 2011 (Portugal)
FSK: ab 6 Genre: Komödie, Drama, Musik
Länge: 113 min Land: USA
Darsteller: Kenny Wormald (Ren MacCormack), Julianne Hough (Ariel Moore), Dennis Quaid (Rev. Shaw Moore), Ziah Colon (Rusty Rodriguez), Ray McKinnon (Wes Warnicker), Miles Teller (Willard), Ser'Darius William Blain (Woody), Patrick John Flueger (Chuck Cranston), Andie MacDowell (Vi Moore), Maggie Elizabeth Jones (Amy Warnicker), Jayson Warner Smith (Officer Herb), Mary-Charles Jones (Sarah Warnicker), Josh Warren (Rich Christopher), Corey Flaspoehler (Russell Holmes), Brett Rice (Roger Dunbar)
Regie: Craig Brewer
Drehbuch: Dean Pitchford, Craig Brewer


Inhalt

Der leidenschaftliche Tänzer und Rockmusikfan Ren McCormack ist neu in dem gottesfürchtigen Städtchen Bomont. Hier sind Tanzen und Alkohol von Dorfpfarrer Shaw Moore verboten worden, nachdem sein Sohn vor Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Es dauert nicht lange, bis Ren und der Prediger aneinander geraten. Auch dass Moores Tochter Ariel Interesse an dem Außenseiter zeigt, sorgt für Zündstoff. Doch Ren lässt sich nichts vorschreiben. Er versucht, dem Leben in Bomont wieder Rhythmus zu verleihen.
Shopping-Box
DVDs zu Footloose Amazon-Shop
zum Film
Merchandising zu Footloose Poster & Merchandise
zum Film
Footloose bei eBay Artikel bei eBay
zum Film
Footloose bei Billiger.de Preisvergleich
für den Film

Durchschnittliche Redaktionswertung

Footloose hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 60%
Kurzkritik
von Markus Ostertag
Wertung von 50 für Footloose

Remakes sind nicht nur groß in Mode, sondern stoßen auch zunehmend auf Kritik beim Publikum. Footloose wird sich dieser Kritik sicherlich auch stellen müssen, denn im Gegensatz zu manch anderen Neuverfilmungen präsentieren uns die Macher hier exakt das gleiche wie vor über 25 Jahren.
Dummerweise wurde übersehen, dass ein Tanzverbot, welches nunmal den zentralen Aufhänger des gesamten Films darstellt, im 21. Jahrhundert nicht mehr funktioniert. Hier hat man sich zu wenig Freiheiten genommen, um zwar den Kern der Geschichte zu erfassen, diesen aber in ein reales Umfeld zu legen.
Ebenso lieblos wirken die Tanzeinlagen, welche zwar im positivsten Sinne am Original angelehnt wurden, aber in der Szenerie nicht mehr die gleiche Wirkung versprühen. Übrig bleibt also ein durchschnittlicher Film, der zwar nicht langweilt, aber selbst keinerlei eigenen Beitrag leistet. Eine Wiederaufführung des Originals wäre nicht nur wünschenswerter, sondern auch realistischer gewesen.

Kritik

von Carmen Porschen
Footloose hat eine Wertung von 70%
Nachdem es in seinem Regiewerk Hustle & Flow um das Singen ging, wagte sich Regisseur Craig Brewer nun an das Remake des Tanzfilmes Footloose aus dem Jahr 1984. Die Handlung blieb weitestgehend gleich, und die Musik ist eine Mischung aus Alt und Neu. Einige Schwachpunkte gibt es schon, wenn in der Gegenwart plötzlich Musik und Tanzen verboten sind. Doch wer sich darauf einlässt, kann einen recht unterhaltsamen Film genießen.

Bild aus Footloose Schwarze Lederjacke, coole Sonnenbrille und die Haare gestylt wie James Dean - so kommt der Teenager Ren McCormack in einem verschlafenen Provinzkaff irgendwo in den USA an. Nach dem Tod seiner Mutter lebt er nun bei seinem Onkel, der ihm erklärt, dass es klare Regeln bei ihm gibt: Benehmen, abends nicht zu lange aus bleiben und gute Leistung in der Schule. Für Ren akzeptabel und auch in der Schule kann er schnell Freundschaften schließen. Doch dann bekommt er mit, dass es seit einem tragischen Verkehrsunfall ein Gesetz in der Gemeinde gibt: Musik und Tanzen sind verboten. Seit drei Jahren sind Tanzveranstaltungen, Abschlussbälle und Discobesuche für die Jugendlichen Geschichte. Für Ren, der sich ein Leben ohne Tanzen und seine Lieblingsmusik nicht vorstellen kann, ein Schock. Als er dann auch noch mitbekommt, dass die Teens versuchen, ihrer Tanzlust heimlich Ausdruck zu verleihen, reift in ihm ein Entschluss: Er will erreichen, dass das Gesetz gegen das Tanzen bald der Geschichte angehört. Leicht hat der junge Mann es dabei aber nicht, hat der tonangebende Reverend Shaw Moore ihn doch im Auge. Immerhin bändelt der Rebell mit seiner Tochter an.

Wem diese Geschichte sehr bekannt vorkommt, der irrt nicht: 1984 kam ein Tanzfilm mit dem Titel Footloose in die Kinos und war vor allem dank seines Soundtracks erfolgreich. Es gab Nominierungen für den Oscar, den Golden Globe und den Grammy. Hauptdarsteller Kevin Bacon schaffte durch den Tanzfilm den Durchbruch und gehört inzwischen zur ersten Riege Hollywoods. Für die Traumfabrik genug Gründe, sich an ein Remake zu wagen, bei dem nicht nur der Titel, sondern auch die Handlung weitestgehend übereinstimmen. Ob so etwas wirklich nötig ist, ist die große Frage, an der sich die Geister scheiden werden. Ein grundsätzlicher Remake-Konflikt. Mag die Handlung auch sehr ähnlich sein, gibt es natürlich einige Aktualisierungen. Ren hört Musik über den iPod, die Teens hören Rap und Hip-Hop, zudem gehört Breakdance zu den wichtigsten Moves beim ausgelassenen (aber heimlichen) Feiern mit Musik. Doch das Dilemma rund um das Tanzen, das hier als Brutstätte für Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie sittenloses Verhalten abgestempelt ist, bleibt.

Wer es schafft, sich in dieses - für heutige Verhältnisse zugegebenermaßen schwer vorstellbares - Szenario hineinzuversetzen, kann an diesem Film durchaus seinen Spaß haben. Die Musik geht ins Blut und vereint moderne Rhythmen, die vor allem für junge Leute passen, mit den alten Hits, die einen Anlass für Nostalgie geben. Überhaupt handelt es sich um einen Mix aus Alt und Neu, vor allem wenn Hauptfigur Ren mit Jackett und dünner Krawatte in die Schule kommt und die Klassenkameraden irritiert schauen, wirkt das ganz gelungen. Wehrmutstropfen ist, dass das Tanzen insgesamt aber etwas zu kurz kommt. Zudem sind die Figuren der Handlung etwas farbloser als im Original. Dennis Quaid (Frequency und Pandorum) als Reverend Shaw Moore wirkt eher bemitleidenswert und verzweifelt in seinem Handeln. Sein Vorgänger John Lithgow hingegen beeindruckte mit fester religiöser Überzeugung. Ähnlich ist es mit Ariel, die im Remake von der aufreizenden Julianne Hough (Burlesque) gespielt wird, und vor allem wie eine aufmüpfige Teenagerin wirkt, die sich den Regeln des Vaters entzieht, obwohl ein liebes Mädchen in ihr schlummert. Im Original ist Lori Singer näher dran am Rebellentum, das ihr seit dem Tod des Bruders in Fleisch und Blut übergangen ist. Kenny Wormald als Ren macht seine Sache ordentlich, aber wirkt ebenfalls etwas zu brav für seine Rolle. Kevin Bacon bekam den tanzwütigen Aufmüpfigen um einiges besser hin. In Filmen wie Street Style und Center Stage: Turn it up konnte er sein tänzerisches Können bereits unter Beweis stellen.

Aus der Handlung, die schwer in die Gegenwart zu übertragen ist, ergeben sich so einige Schwächen. Ariel macht in knappen und engen Klamotten sowieso, was sie will, und kommt nach Hause, wann es ihr passt. Das nimmt der religiöse Vater breitwillig hin, doch wenn Musik ins Spiel kommt, dann wird es ihm zu gefährlich. Hier kommt die Logik doch ein wenig ins Stolpern. Gegen Ende wirkt die Handlung zudem sehr geballt, das ist schade. Doch abgesehen von diesen Schwachpunkten ist Footloose durchaus unterhaltend. Er bewegt sich auf der Ebene von modernen Tanzfilmen wie Step up oder Save the last dance und kann in dieser Riege durchaus überzeugen. Das Ding zu einem neuen Kultfilm hat das Remake aber wahrscheinlich nicht.



Weitere interessante Filme




Film vorschlagen
Dirty Dancing
Dt. Start: 08. Okt 1987
Vorschlag entfernen
Footloose
Dt. Start: 18. Mai 1984
Vorschlag entfernen
Dirty Dancing 2
Dt. Start: 29. Apr 2004
Vorschlag entfernen

 

© 2012 MovieMaze.de