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Signs - Zeichen

(Signs, 2002)

Dt.Start: 12. September 2002 Premiere: 29. Juli 2002 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Drama, Sci-Fi, Thriller
Länge: 106 min Land: USA
Darsteller: Mel Gibson (Graham Hess), Joaquin Phoenix (Merrill Hess), Rory Culkin (Morgan Hess), Abigail Breslin (Bo Hess), Cherry Jones (Officer Caroline Paski), Patricia Kalember (Colleen Hess), Jose L. Rodriguez (Radiosprecher)
Regie: M. Night Shyamalan
Drehbuch: M. Night Shyamalan


Inhalt

Der ehemalige Pfarrer und jetzige Farmbesitzer Graham Hess entdeckt eines Tages seltsame Zeichen in seinem Maisfeld, für die es keine Erklärung zu geben scheint. Zusammen mit seinem Sohn Morgan, seiner Tochter Bo und seinem Bruder Merrill geht er der Sache auf den Grund. Bald stellt sich heraus, dass die Kornkreise außerirdischen Ursprungs sind
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Kritik

Signs - Zeichen hat eine Wertung von 81%

Bild aus Signs - Zeichen Achtung, die nun folgende Kritik enthält jede Menge Spoiler bezüglich der Handlung des Films: Unbreakable - Unzerbrechlich- und The Sixth Sense- Regisseur M. Night Shyamalan hat sich wieder einmal eine spirituell-phänomenale Story ausgedacht. Nein, eigentlich sind die sog. "Kornkeise" ein reales Phänomen, obgleich sie größtenteils menschlichen Ursprungs sind. Diese Kornkreise dienen allerdings nur als Vehikel, um die Geschichte um den von Mel Gibson verkörperten Farmer und Vater zweier Kinder, Graham Hess, zu entfalten. Ja, richtig gehört bzw. gelesen: Mel Gibson, und diesmal nicht Bruce Willis; und diese Abwechslung tut richtig gut, denn, wer wäre denn besser für die Rolle eines Familienbeschützers geeignet als Mel Gibson?

Anfangs präsentiert sich Signs - Zeichen als reinrassiger Gruselfilm: Man entdeckt Kreise und sieht schemenhafte Figuren im Feld. Das klingt nicht atemberaubend, ist es auch nicht, aber Shyamalans gekonnte Inszenierung macht es atemberaubend. Er baut Spannung mit einfachsten Methoden auf: Ein Blatt vor der Kamera, die Kamera steht vor dem Helden im Feld und schaut ihm ins ängstliche Gesicht, man sieht nicht, was vor ihm ist. Schnitt. Aus dem Blickwinkel des Helden ist eine schemenhafte Figur im Feld verschwinden zu sehen. Durchatmen. So ergibt Signs - Zeichen während der gesamten Laufzeit einen Suspense-Film, der überzeugen und vor allem fesseln kann. Er funktioniert auf diese Weise nahezu perfekt. Die Kornkreise braucht Shyamalan nur am Anfang, dann sind sie "kalter Kaffee". Zuvor dient das Feld zu schöne Kamerafahrten und Schnitten und rasante Jagden. Und als Landeplatz für die Aliens. Allerdings geht es primär um den Glaubenskonflikt und die Frage nach dem sinn des Lebens des ehemaligen Pfarrers Graham Hess. Diese Probleme treten verstärkt auf, als die Kornkreise und die Aliens auftauchen. Er erinnert sich wieder an den Tag des Todes seiner Frau, als er von seinem Glauben abfiel. Jetzt, wo er sich gemeinsam mit seinem asthmakranken Sohn Morgan und der kleinen Bo, die im ganzen Haus halb gefüllter Wassergläser stehen lässt, da das Wasser ihr nicht mehr schmeckt, auf die Suche der Ursache der Kornkreise macht, wird ihm erst die Verantwortung bewusst, die er gegenüber seiner Familie und dem Leben hat. Als Stütze hat er noch seinen Bruder, der ihm in diesen Zeiten der allgemeinen Furcht zur Seite steht. Gemeinsam mit ihm macht er sich auf Ursachenforschung, um den Spuk auf der Farm ein Ende zu setzen: So hören sie unheimliche Laute aus dem Babyphone, vermutlich Mitteilungen der Aliens, so findet Graham im Haus des Mannes (Shyamalan selbst), der seine Frau tödlich anfuhr ein Alien, das in die Vorratskammer gesperrt ist, und das nochmals unverkennbar seinen Auftritt haben soll.

Shyamalan erzeugt Spannung pur, und schafft es, Schockmomente geschickt zu platzieren und zu inszenieren. Auch kommt es zu einem ähnlichen Szenario, wie es David Fincher dieses Jahr schon einmal angeboten hat. Verbarrikadiert im Keller bangen die vier um die Stabilität der Tür. Hier kommen die Glaubenskonflikte wieder ins Spiel: Wenn sie überleben sollten, ist Gott dafür verantwortlich? Sollte Graham dann wieder in die Kanzel zurückkehren? Hat dann das Leben wieder Sinn? Auf die existenziellen Fragen, die Shyamalan zum zentralen Thema von Signs - Zeichen gemacht hat, geht er doch recht oberflächlich ein, zum Teil artet es dann doch allzu sehr in Leerformeln aus. Zudem kann man als geschulter Filme- und Shyamalanzuschauer schnell den Plot zu Ende denken. Denn diese entscheidenden Zufälligkeiten fallen doch recht früh ins Auge und führen zur Lösung des Plots. Dies soll nun aber nicht die Qualitäten des Films mindern, denn inszenatorische gibt es an Signs - Zeichen nichts auszusetzen. Denn als hochspannende Thriller, der sich einen teils leicht ironischen Unterton nicht verkneifen kann, leistet der Film sehr gute Arbeit, aber an Shyamalans Meisterwerk The Sixth Sense reicht Signs - Zeichen nicht heran. Es hält sich aber mit seinem Unbreakable - Unzerbrechlich aber in guter Gesellschaft eine Etage tiefer auf. Mit solchen komplexen Enthüllungen wie die beiden Vorgänger wartet sein neustes Werk nicht auf, dennoch bleibt dies ein Film, der erstklassig unterhält, und den man sich sehr gut anschauen kann!

von Tobias Wunsch


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