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Blood Simple(Blood Simple, 1984)
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26. September 1985 DVD: 24. August 2008
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Premiere: |
September 1984 (Festival, Frankreich) |
| FSK: |
ab 18
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Genre: |
Krimi, Drama, Thriller |
| Länge: |
99 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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John Getz (Ray), Frances McDormand (Abby), Dan Hedaya (Julian Marty), M. Emmet Walsh (Privatdetektiv Loren Visser), Samm-Art Williams (Meurice), Deborah Neumann (Debra), Senor Marco (Mr. Garcia) |
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Regie:
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Joel Coen |
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Drehbuch:
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Joel Coen, Ethan Coen |
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 Inhalt
Als er herausfindet, dass seine Frau Abby ihn mit Julian, seinem Barmann, betrügt, bietet Barbesitzer Ray dem Privatdetektiv Visser 10.000 Dollar für die Ermordung der beiden. Visser willigt ein, denkt jedoch nicht daran, den vereinbarten Auftrag auszuführen, sondern verpasst stattdessen Ray eine Kugel. Dieser wird blutüberströmt von Julian aufgefunden, der sich nun Gedanken um die Entsorgung der Leiche machen muss, weil er denkt, dass Abby ihren Mann ermordet hat. Doch eigentlich ist Ray noch gar nicht tot. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Markus Müller
Das Spielfilmdebüt der Coen-Brüder überzeugt durch eine sehr durchdachte Geschichte und wunderbar skurrile Figuren, verliert jedoch leider zwischenzeitlich erheblich an Tempo, was insgesamt für wenig Spannung sorgt. Außerdem fehlt es an Sympathien für die Figuren, wodurch es schwer fällt, mitzufiebern. Leider wurde somit sehr viel Potential verschenkt. Das gute Ende überzeugt letztlich dann doch, und so kann der Film interessierten Filmfans und natürlich allen, die die Werke der Coen-Brüder mögen, durchaus empfohlen werden.
Blood Simple erschien 1984 als erster Spielfilm der inzwischen durch Filme wie No Country for Old Men, Big Lebowski, Fargo oder Millers Crossing berühmt gewordenen Coen-Brüder. Für die damalige Zeit war der Streifen extrem innovativ und unterschied sich deutlich von den meisten bisher dagewesenen Thrillern. Ein besonders interessantes Merkmal liegt dabei in seiner Erzählperspektive. So weiß der Zuschauer stets mehr als die ahnungslosen Figuren und kann sich so über deren ungeschicktes Vorgehen und die zahllosen Missverständnisse freuen, die die Handlung vorantreiben. Auf eine humorvolle Inszenierung wurde dabei für Coen-Verhältnisse sehr wenig Wert gelegt. Die Low-Budget-Produktion wurde als Hommage an den Film-Noir der 1940-Jahre gedreht und erinnert streckenweise an Hitchcocks Werke.
Die Geschichte an sich ist beinahe schon genial durchdacht und die Figuren sind herrlich skurril. Um sich darauf einlassen zu können, muss man jedoch bewusst wahrnehmen, dass das dämliche und ungeschickte Verhalten der Personen beabsichtigt ist. Der eine will Profi sein und hinterlässt am Tatort eines Mordes unzählige Spuren, der andere will eine Leiche entsorgen und geht auch dabei sehr ungeschickt vor, um nur zwei Beispiele zu nennen. Leider gibt es einige ganz erhebliche Schwächen im Erzählfluss. Dadurch schleichen sich einige deutlich spürbare Längen ein und so manches wichtige Detail geht in belanglos wirkenden Szenen unter. Wirkliche Sympathien für die Protagonisten wollen sich auch nicht einstellen, was dafür sorgt, dass man zwar Zeuge des interessanten Szenarios wird, aber kaum mitfiebert.
Von der Kritik wurde der Film seinerzeit überaus positiv aufgenommen. Aus heutiger Sicht ist es schwer, diese Begeisterung uneingeschränkt zu teilen. Innerhalb der vielen Jahre hat sich das Thriller-Genre in die verschiedensten Richtungen entwickelt, sodass der geneigte Filmfreund vieles, was ein Filmemacher in diesem Genre auf die Leinwand zaubern kann, schon kennt. Nicht zuletzt die späteren Filme der Coen-Brüder sind es, die Blood Simple ein wenig unausgegoren wirken lassen. Auch wenn man natürlich einem Erstlingswerk nicht vorhalten kann, dass die späteren Werke des Regisseurs das Debüt in den Schatten stellen, bleibt dennoch ein geschmälerter Eindruck von einem Krimi-Thriller, der seinerzeit vielleicht sogar revolutionär war. Uneingeschränkt empfehlenswert ist er aus heutiger Sicht nur für eingefleischte Thriller- und Coen-Fans.
Im Jahr 2000 erschien ein Director's Cut, der etwa vier Minuten kürzer ist, als die Kinoversion von 1984 und bei der sowohl Bild als auch Ton digital nachbearbeitet wurden. Unter dem Titel A Woman, A Gun and A Noodle Shop drehte der chinesische Hero-Regisseur Zhang Yimou 2009 ein mittelmäßiges Remake von Blood Simple, für das er die Geschichte ins alte chinesische Kaiserreich transportierte und statt einer Bar ein Nudelrestaurant als Handlungsort wählte.  Weitere interessante Filme
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