Die Finanzmanagerin Kate Reddy (Sarah Jessica Parker) hat viel um die Ohren: einen stressigen Job, die Kinder und einen Mann (Greg Kinnear). Ihr Alltag ist ein ständiges Tauziehen zwischen ihrer Familie und ihrer Arbeit. Als sie sich um einen bedeutenden Kunden kümmern muss, erfordert dies eine Geschäftsreise, die ihr Privatleben ins Hintertreffen geraten lässt. Auch ihr Mann Richard ist in seinem Job voll eingebunden, sodass die Karrieren des Ehepaars zur Zerreißprobe für ihre Beziehung werden. Zudem kommt noch, dass ihr großer Boss Jack Abelhammer (Pierce Brosnan) nun nicht nur sehr gut aussieht, sondern sich tatsächlich auch noch als sensibler Zuhörer und humorvoller Mensch entpuppt. Ohne ihre beste Freundin Allison (Christina Hendricks) würde Kate das Ganze sowieso nicht aushalten. Und so ist Chaos vorprogrammiert.
(Für alle Sarah Jessica Parker Fans: bitte nur das Gesamtfazit lesen. Hier versuche ich über den Film zu sinnieren.)
Wir wissen alle, wenn Hollywood einen kommerziellen Film anstrebt, werden klassische Rezepturen gewählt. Man will dann einfach auf Nummer sicher gehen. Und das finde ich von vornherein gar nicht so schlimm. Allerdings darf dann die Rezeptur erstens nicht auffallen, denn dann langweilt man sich schnell, und zweitens muss man das Ganze dann mit so vielen speziellen Details anreichern, dass wenigstens im Konkreten eine Einzigartigkeit besteht. Beides gilt für das Drehbuch zu diesem Film aus der Feder von Aline Brosh McKenna nur sehr bedingt. Nicht nur, dass eigentlich fast alles wirklich vorhersehbar ist, es ist auch sehr schwach, eigenartiger Weise auch konfliktarm. Und wenn ein Problemchen entsteht, dann wird es so schnell und simpel aufgelöst, dass es einen kaum involvieren konnte. Und dies gelingt den Amerikanern doch sonst immer sehr gut? Ich hab mich gewundert.
Auch die Regie von Douglas McGrath ist schnörkellos, aber recht blutleer. Das Wort "runtergespult" kommt einem in den Sinn. Freilich: Douglas McKinnear und Pierce Brosnan spielen nie wirklich schlecht, aber verausgaben tun sie sich auch nicht. Und Sarah Jessica Parker spielt einfach die Schwester ihrer Sex and the City-Figur. Lediglich bei Christina Hendricks entdecke ich eine Spielfreude.
Allerdings punktet der Film stellenweise mit einer tollen Situationskomik. Auch die ironischen Querschläge, welche sich hie und da in Schriftform einblenden, haben durchaus Qualität und sind so eine willkommene Abwechslung. Warum allerdings immer wieder Menschen aus dem Umfeld der Hauptheldin interviewartige Statements in die Kamera geben, ist mir schleierhaft, man kommt so eigentlich aus der Handlung heraus, finde ich.
Dass mit der berechtigten Aufgreifung des aktuellen Problems der Frauen, welche zwischen Beruf und Familie stehen, sehr viel mehr erreicht werden hätte können, steht wahrscheinlich sowieso auf einem anderen Blatt. Dazu sollte hier viel zu sehr leichte Unterhaltung herauskommen. Sarah Jessica Parker hat privat das Problem für sich im Übrigen anders gelöst: mit einer Leihmutter!
Fazit: Der Film ist leichteste Kost, halbwegs flott erzählt, und mit der richtigen Prise Humor gewürzt. Allerdings ist er auch überraschungsarm, selbst für die Fans von Sarah Jessica Parker. Wer aber die Kinofilme von Sex and the City mochte, wird sich auch hier wohl fühlen. Sollten Frauen ihre Männer mitnehmen, ein Tipp: Ausnahmsweise dürfen sie sich an der Theke auch ein großes Bier kaufen, dann stehen sie den Film leichter durch.