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Killer Elite

(Killer Elite, 2011)

Dt.Start: 27. Oktober 2011 Premiere: 22. September 2011 (Portugal)
FSK: ab 16 Genre: Action, Thriller
Länge: 116 min Land: USA, Australien
Darsteller: Jason Statham (Danny), Clive Owen (Spike), Robert De Niro (Hunter), Dominic Purcell (Davies), Aden Young (Meier), Yvonne Strahovski (Anne), Ben Mendelsohn (Martin), Matthew Nable (Pennock), Lachy Hulme (Harris), Firass Dirani (Bakhait), Nick Tate (Commander B), Bille Brown (Colonel Fitz), Stewart Morritt (Campbell)
Regie: Gary McKendry
Drehbuch: Gary McKendry, Matt Sherring


Inhalt

Der ehemalige Auftragskiller Danny Bryce hatte seinen Job eigentlich längst aufgegeben. Aber sein Kollege, Mentor und Freund Hunter wird von einem saudi-arabischen Scheich festgehalten, und er muss seine alten Gewohnheiten wieder aufleben lassen. Der Scheich schlägt ihm vor, Hunter freizulassen, wenn er die Mörder seiner Söhne findet und ausschaltet. Bryce willigt ein, und eine Hetzjagd quer über den Globus beginnt. Denn die Gesuchten sind ehemalige Geheimagenten der britischen Armee.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Killer Elite hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 62%
Kurzkritik
von Daniel Licha
Wertung von 54 für Killer Elite

Clive Owen, Robert de Niro und Jason Statham... das kann ja eigentlich nur gut werden. Doch leider beschränkt sich De Niros Screentime auf geschätzte 10 Minuten und auch sonst wird man das Gefühl nicht los, sich in einer Jason Statham One-Man-Show zu befinden. Die Geschichte selbst geht überraschend tief, allerdings ohne wirklich zu überzeugen, fehlt dem Ganzen doch eine Art Bindeglied und wirkt somit zu sprunghaft und unstimmig, um beim Zuschauer ein Gefühl der Spannung auszulösen. Die Actionszenen können mit wenigen Ausnahmen ebenfalls nicht überzeugen; zu lieblos und unchoreografiert wirken einige der Ballerorgien. So kann sich Killer Elite letztendlich bei seinem charismatischen, wenngleich auch unterforderten, Ensemble bedanken, dass der Film noch seinen Weg ins Mittelmaß findet.

Kurzkritik
von Michael Schmidt
Wertung von 65 für Killer Elite

Jason Statham hat mittlerweile sein eigenes Subgenre im Bereich des Actionsfilms. Immer wieder kommen Filme mit ihm in der Hauptrolle auf den Markt, in denen es heißt: Der smarte Brite gegen alle anderen. Wie erfrischend war es da doch zu hören, dass er in Killer Elite zusammen neben so großen Namen wie Robert De Niro oder Clive Owen auftritt. Die auf wahren Begebenheiten beruhende Story bietet zudem viele Möglichkeiten abseits von der bekannten Formel anderer Statham-Filme.
Doch obwohl hier alle Voraussetzungen für einen gar nicht so stumpfen Actionthriller gegeben sind, will der Film nie vollends zünden. Die Ausgangslage bietet einen guten Start für viel Thrill, doch über die gesamte Laufzeit verteilt wird auffällig, wie wenig man mitfiebert, da man bei der Etablierung der Konfliktherde viele Chancen verpasst und ungenutzt lässt. So bleibt ein Film, der trotz kantiger Action und manch gutem Ansatz die Spannung nur zum Köcheln bringt, aber nie zum Überkochen.

Kritik

von Benjamin Schieler
Killer Elite hat eine Wertung von 67%
Um seinen Mentor und früheren Partner Hunter (Robert De Niro) aus der Hand eines rachsüchtigen Scheichs zu retten, muss sich der zurückgezogene Ex-Killer Danny (Jason Statham) mit einer Spezialeinheit des britischen Militärs anlegen - und bekommt es bald mit deren Chef Spike (Clive Owen) zu tun. Die Werbestrategen von Gary McKendrys Killer Elite werden nicht müde, den historischen Hintergrund des Films zu betonen. Der ist dennoch nicht mehr als ein gewöhnlicher Actionkracher, wenngleich einer mit Starbesetzung.

Bild aus Killer Elite Als die berüchtigten Worte auf der Leinwand aufleuchten, hört man einige Menschen im Saal stöhnen, andere lachen, kurzum: die Worte lösen Reaktionen aus. "Based on a true story - basierend auf wahren Begebenheiten" lauten sie. Seit einigen Jahren, so scheint es zumindest, wird der Ausspruch inflationär gebraucht. Offensichtlich soll er dem Folgenden einen zusätzlichen Kick geben, dem Zuschauer suggerieren, dass das, was er gleich sehen wird, nicht nur unwahrscheinlich unterhaltsam ist, sondern auch auf erschreckende Weise real. Das Leben schreibt die besten Geschichten selbst. Das Problem: Mehr als ein Label ist der wahre Hintergrund häufig nicht. Das Etikett ist eine irreführende Mogelpackung. Und im Vordergrund von Killer Elite steht eindeutig konventioneller Action-Krawall: grimmige und schießwütige Protagonisten und wilde Explosionen.

Die Veröffentlichung seines Buches "The Feather Men" hat dem ehemaligen Mitglied der britischen Special Air Service (SAS), Sir Ranulph Fiennes, Anfang der 90er Jahre große Aufmerksamkeit eingebracht. Heiß diskutiert wurde der Wahrheitsgehalt seiner Geschichte, auf deren Authentizität er beharrlich bestand und die im Zusammenhang steht mit einer unter Verschluss gehaltenen Beteiligung Großbritanniens an einem innerstaatlichen Konflikt im arabischen Wüstenstaat Oman. Ein Scheich, dessen Söhne von britischen Soldaten ermordet wurden, habe dereinst eine autonome Killereinheit engagiert, um die Taten zu rächen.

Hierbei setzt der Film an, nicht, ohne sofort zu einem überstrapazierten Stilmittel zu greifen. Der Anführer der Killereinheit ist Danny (Jason Statham, The Mechanic), der sich von seinem früheren Job eigentlich schon zurückgezogen und sich in der australischen Einöde gerade in die hübsche Nachbarin verliebt hat. Weil sein früherer Mentor Hunter (Robert De Niro, Meine Frau, unsere Kinder und ich) aber dabei erwischt wurde, wie er - ohne den Auftrag zu erledigen - mit dem Honorar verschwinden wollte, steht Danny in der Pflicht. Entweder seine Helfer und er heften sich an die Fersen der hochgefährlichen Ex-Soldaten und bringen sie zur Strecke oder Hunter stirbt. Zwei Probleme erschweren dabei die Arbeit der Killer: Die Racheakte müssen, das verlangt der Scheich, wie Unfälle aussehen. Und im Königreich wacht eine Gruppe ehemaliger SAS-Agenten mit Argusaugen über dem Wohl und Wehe ihrer Nachfolger. Die grauen Eminenzen, inzwischen Banker und Politiker, genannt The Feather Man, schicken ihrerseits ihren Mann für die Drecksarbeit (Clive Owen, Trust) auf die Jagd.

Was dann beginnt ist das altbekannte Spiel mit Katzen und Mäusen, in dem die Patronenhülsen tanzen und hier und da ein Auto in die Luft fliegt. Freilich: Das ist nett anzusehen und vor allem Actionfans dürften ihre Freude haben, zumal Statham eine routiniert lässige Figur abgibt. Auch De Niro und Owen machen Spaß, trotz Owens schrecklichem Schnauzer. Doch insgesamt ist das, was der nordirische Regisseur Gary McKendry (2005 für seinen Kurzfilm Everything in this country must für den Oscar nominiert) abliefert, alles andere als eine Offenbarung. Ob nun mit oder ohne wahrer Begebenheit, auf der man herumreiten könnte: Die Geschichte versinkt im Einheitsbrei.



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