Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 1 Poster

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Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 1

(The Twilight Saga: Breaking Dawn - Part 1, 2011)

Durchschnittliche Redaktionswertung

17%



Inhalt

Nach ihrer Hochzeit, bei der es zu einem Eklat zwischen Bella und Jacob kommt, reisen Bella und Edward nach Rio de Janeiro, um dort die Flitterwochen zu verbringen. Bella wird schwanger und Edward erfüllt den langersehnten Wunsch Bellas, sie unsterblich zu machen. Doch die Ankunft ihrer Tochter Renesmée führt zu einer großen Verkettung von Ereignissen, welche in einem finalen Kampf zwischen den Cullens und ihren Verbündeten gegen die Volturi, den italienischen Vampiradel, mündet.

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Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 1

Kritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kritik

17%

Die Fans können es kaum mehr abwarten, nun endlich kommt der erste Teil vom Finale der Twilight-Saga in die Kinos. Und endlich kann auch die lang herbeigesehnte Hochzeit der sterblichen Bella und des Untoten Edward gefeiert werden. Mag dazu gerade noch gratuliert werden, ist der Rest vom Film ein einziges Trauerspiel. Selten war ein Kinobesuch derart überflüssig. Zwei Stunden Zeitverschwendung, die sich inhaltlich auf eine halbe TV-Telenovela-Episode zusammen kürzen ließe. Eine Unverschämtheit so etwas einem Publikum vorzusetzen.

Bild aus Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 1 Ist es tatsächlich soweit? Wird nun die letzte Episode um die Saga der sterblichen Bella und Edward dem Glitzervampir mit dem waidwunden Dackelblick eingeläutet? Nun, zumindest erreicht die Twilight-Mär mit Breaking Dawn - Part 1 ihren vorletzten "Höhepunkt". Das letzte Buch der Autorin Stephenie Mayer wird nämlich, um die Geschichte unendlich grausam in die Länge zu ziehen, pardon: natürlich um der Geschichte richtig gerecht zu werden, in zwei Teilen verfilmt. Und angesichts dessen, dass die Fans so viel Leinwandauftritte ihrer Heroen wie möglich herbeisehnen, wird die Kuh gleich doppelt gemolken.

Genug der Vorrede und hinein in die Handlung. In Anbetracht dessen, dass sich ohnehin kaum jemand in diese Schmalzgefilde begibt, ohne sich vorher literarisch geimpft zu haben, kann man kaum Nennenswertes verraten. Tatsächlich würde es ausgesprochen schwer fallen, zu spoilern, selbst wenn man es beabsichtigte. Wo waren wir noch gleich? Ach ja, die Handlung: Bella (Kristen Stewart) und Edward (Robert Pattinson) heiraten (endlich); Bella und Edward fahren in die Flitterwochen (Jubel-Trubel-Heiterkeit); Bella und Edward verbringen in den Flitterwochen eine schöne Zeit, spielen Schach und haben (Fanfare) Sex. Nach drei Episoden hölzerner Prüderie schreiten sie nun endlich zur Tat. Wer jedoch erwartet, dass das Kamasutra durchexerziert wird, könnte glatt enttäuscht werden.

Kaum, dass sie mit dem horizontalen Spaß losgelegt haben, wird Bella schwanger. Und dass diese Schwangerschaft eine werden wird, die alles andere als normal verläuft, versteht sich von selbst; schließlich ist der Vater des Kindes ein verwaschener, nein: ein waschechter Vampir und die Mutter ein Mensch. Gibt es noch mehr zu berichten? Nun, die Wölfe regen sich, um nicht zur Funktionslosigkeit degradiert zu werden, mächtig über den kommenden Nachwuchs von Bella und Edward auf, da sie befürchten, dass der Mischling zu einem furchtbaren Wesen werden könnte, das die ganze Menschheit bedroht. Selbstredend ist der platonische Ersatzlover (der diesmal nur ein einziges Mal oben ohne zu sehen ist) Jacob (Taylor Lautner) gleich zur Stelle, um seine (wie immer) hoffnungslos Angeschmachtete zu beschützen.

Über die Twilight-Saga wurde schon manch böses Wort verloren, und nach nunmehr bald vier Filmen sollte man die Sache eigentlich lockerer sehen. Mit anderen Worten: sich damit abfinden, dass diese Filme, mit denen man sich als Fan klassischer Vampirmythologie nun so gar nicht anfreunden mag, eben auch nicht als solche gedacht sind. Niemand zwingt schließlich einen, in eine zwei Stunden lange Fantasy-Telenovela zu gehen. Doch selbst wenn man das beherzigt und obendrein gleich noch beide Augen zudrückt, muss man resümieren, dass die Macher mit Breaking Dawn - Part 1 wirklich Unterirdisches abgeliefert haben. Das Ding ist derart langweilig und öde, dass das Publikum nur knapp an einer klinischen Depression vorbeischrammt. Es ist geradezu eine Unverschämtheit, in so viel Zeit so wenig Inhalt unterzubringen. Fügt man dem noch die abgelieferte schauspielerische Leistung hinzu, die an übelstes Hinterwäldler-Laientheater erinnert und den Versuch einer Dramaturgie, mit der nicht einmal die Aufnahmeprüfung an einer Wald-und-Wiesen-Filmakademie zu schaffen wäre, komplettiert sich der Gesamteindruck. Zwischendurch nimmt das alles sogar Züge an, dass man sich beinahe nach einer warmen Badewanne und ein paar Rasierklingen zu sehnen beginnt.

Getoppt wird diese deliriöse Show allerdings wieder einmal durch Mayers mormonische Weltanschauung und der Botschaft, die sie partout transportieren will. Die Schwangerschaft nach einer (ungewollten) Empfängnis wird durch die Bilder einer grausam ausgezehrten Bella und einem grotesken blutigen Geburtsakt derart dämonisiert, dass vermutlich einer ganzen Generation Teenager-Mädchen jegliche Lust aufs zukünftige Kinderkriegen vergällt wird. Die Begründung dafür findet sich darin, dass Bella noch nicht transformiert wurde und somit nicht so wie der Vater ist (im übertragenen Sinne: nicht dessen Glauben angenommen hat). Mit anderen Worten liebe Mädchen: Spart euch nicht nur für den einen Richtigen auf, sondern konvertiert unbedingt auch gleich zu seiner Religion. Wenn das mal keine rückwärts gerichtete Moral darstellt.

Nach so viel Hetze stellt sich bloß noch die Frage, ob überhaupt etwas Positives über die vierte Twilight-Episode gesagt werden kann? Es finden sich sicherlich einige gelungene Landschafts-Impressionen, die meisten Bilder im Film sind aber ordentlich verkitscht; schauspielerisch hebt sich Kristen Stewart ein Stückweit von ihren Flügelmännern ab, doch auch nur deshalb, da diese nun wirklich nichts Erinnerungswürdiges zustande bringen. Der Rest dieser Farce ist dann bloß noch ein Sammelsurium aus Klischees und Charakteren, die zur reinen Staffage dienen. Und sogar in puncto Spezialeffekte wurde deutlich heruntergeschraubt. Insgesamt erreicht Breaking Dawn - Part 1 somit nicht einmal mehr das Niveau von Twilight - Biss zum Morgengrauen.

Keine weitere Wertung


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