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Laid To Rest

(Laid To Rest, 2009)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 27. November 2009
Premiere: 18. März 2009 (USA)
FSK: ab 18 Genre: Horror, Thriller
Länge: 90 min Land: USA
Darsteller: Bobbi Sue Luther (junge Frau), Kevin Gage (Tucker), Lena Headey (Cindy), Sean Whalen (Steven), Richard Lynch (Mr. Jones), Johnathon Schaech (Johnny), Thomas Dekker (Tommy), Nick Principe (Chromeskull), Jana Kramer (Jamie), Anthony Fitzgerald (Anthony)
Regie: Robert Hall
Drehbuch: Robert Hall


Inhalt

Eine junge Frau erwacht in einem Sarg inmitten eines Leichenschauhauses. Unfähig, sich an ihren Namen oder den Grund für ihren Aufenthalt in der Leichenhalle zu erinnern, macht sie schon bald die Bekanntschaft eines mit einer silbernen Totenkopfmaske bekleideten Killers, der ihr nach dem Leben trachtet. Auf ihrer Flucht vor dem irren Schlächter findet die junge Frau Unterschlupf bei einem Ehepaar. Doch der Killer ist ihr schon auf den Fersen, und so kommt es zum blutigen Showdown.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Laid To Rest hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 67%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Kurt Meinicke
Laid To Rest hat eine Wertung von 67%
Es war 2009, als ein gewisser Robert Hall den 80er-Jahre-Slasher in die Gegenwart holte, und mit ChromeSkull einen würdigen Nachfolger von Jason & Co. auf die Leinwand schickte. Auch, wenn der Film, genau wie die meisten seiner Vorbilder, in Sachen Story und Darsteller nicht wirklich überzeugen kann, so ist er in puncto Gewalt und Konsequenz wiederum sehr gelungen. Die überzeugenden Effekte lassen den geneigten Gorehound auch über ein paar Logiklöcher hinweg sehen, und in Sachen Einfallsreichtum kann man an Laid to Rest seine blutige Freude haben. Nur Freunde des feinen und nuancierten Horrors sind hier sicher an der falschen Adresse.

Bild aus Laid To Rest Nachdem in den Vereinigten Staaten kürzlich die Fortsetzung erschienen ist, wird es Zeit, nochmals einen Blick auf das Original zu werfen. Laid to Rest heißt dieses Original aus dem Jahr 2009, welches mit ChromeSkull: Laid To Rest 2 nahtlos fortgeführt wird, und in beiden Fällen zeichnet sich Robert Hall für Drehbuch und Regie verantwortlich. Dieser hatte fünf Jahre zuvor mit Lightning Bug ein beachtliches Debüt abgeliefert, wobei er aber meistens als Special Makeup Effect Artist in Erscheinung tritt. Seine Firma Almost Human Inc. war in diesem Bereich unter anderem an Filmen und Serien, wie Buffy - Im Bann der Dämonen, Angel - Jäger der Finsternis, Superbad, Fanboys oder auch The Crazies - Fürchte deinen Nächsten beteiligt. Laid to Rest stellt somit seinen ersten reinen Horrorfilm dar, und es ist keine Überraschung, was in diesem Film die überzeugendste Zutat darstellt.

Eine Frau wird in einem Sarg wach. Sie kann sich zwar befreien, doch sie weiß weder, wo sie sich befindet, noch wer sie ist. Eine blutige Wunde am Kopf bereitet ihr Schmerzen, doch Zeit für einen Arzt bleibt keine: Ein Killer mit Videokamera und verchromter Totenkopfmaske ist hinter ihr her und möchte seine für sie tödliche Arbeit unbedingt zu Ende bringen. Für die junge Frau beginnt ein blutiger Kampf ums Überleben, während sich ChromeSkull in die Herzen der Slasher-Fans metzelt.

Die Handlung ist bei Laid to Rest eindeutig auf ein Minimum beschränkt und bietet diverse Möglichkeiten, sich ungläubig an den Kopf zu fassen. Auf der anderen Seite werden aber genügend Dinge bis zum Schluss im Dunkeln gelassen, um das Interesse des Zuschauers aufrechtzuerhalten. Auch die Tatsache, dass man am Ende auch nicht viel mehr über die Hintergründe weiß als am Anfang, ist nicht unbedingt negativ, denn gerade dadurch wird um die Figur des ChromeSkull eine notwendige, geheimnisvolle Aura aufgebaut. Dazu sind die verschiedenen Locations meist sehr gut gewählt und eingefangen worden, weswegen man auch in diesen Punkten ein Lob an Robert Hall aussprechen kann. Ließe sich auch über die Darsteller ähnlich positiv berichten, würde am Ende wohl eine sehr gute Bewertung herausspringen, und die Frage nach Jason Voorhees' oder Michael Myers' Nachfolge wäre bereits beschlossene Sache. Da aber abgesehen von Kevin Gage (Kill Theory, Strangeland) als fürsorglicher Helfer namens Tucker und Nick Principe (Big Stan, Hatchet II) als energischer und brutaler Killer niemand den kompletten Film hindurch überzeugen kann - wobei die sehr kurz vorkommenden Darsteller daraus ausgenommen sind - sondern immer wieder mal übertrieben oder hölzern wirken, müssen es die beiden in diesem Genre wichtigsten Zutaten richten: die Kills und Effekte.

Und was soll man sagen? Da freut sich der Splatter-Freund und das Slasher-Herz hüpft vor Freude auf und ab! Wo waren Robert Hall und sein Team, als man das Freitag, der 13.-Reboot produzierte? Warum tötet ein ChromeSkull trotz immer gleicher Waffe viel einfallsreicher als Jason Voorhees zuletzt (von Michael Myers ganz zu schweigen)? Natürlich sind viele Szenen vollkommen übertrieben, aber deswegen wirken sie nicht minder brutal, sondern das Gegenteil ist der Fall. Was dieser Film an Abwechslung bietet und mit sehr überzeugenden Effekten paart, wird in der B-Movie-Liga nur höchst selten geboten, wobei diese Filme dann meist noch lange nicht an die Konsequenz von Laid to Rest heran kommen. Nein, hier kann man als Horrorfan wirklich nicht meckern.

Wem dies jedoch zu wenig ist, wer eine dichte Story und vielschichtige Figuren sucht, der wird mit ChromeSkull und dessen spiegelnder Maske nicht glücklich werden. Allen anderen bietet Robert Halls Chromey-Kickoff unterhaltsame und solide Slasher-Kost in modernem Kleid mit einem äußerst coolen und rabiaten Killer, welcher sein Pulver hoffentlich noch nicht verschossen hat.



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