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Red State(Red State, 2011)
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nicht bekannt DVD: 06. Dezember 2011
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Premiere: |
23. Januar 2011 (Sundance Film Festival, USA) |
| FSK: |
ab 18
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Genre: |
Horror, Thriller |
| Länge: |
88 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Michael Parks (Abin Cooper), John Goodman (Joseph Keenan), Melissa Leo (Sara), Michael Angarano (Travis), Deborah Aquila (Mrs. Vasquez), Nicholas Braun (Billy-Ray), Ronnie Connell (Randy), Kaylee DeFer (Dana), Kyle Gallner (Jarod), Anna Gunn (Travis' Mutter), Matt L. Jones (Deputy Pete), John Lacy (Travis' Vater), Alexa Nikolas (Jesse), Stephen Root (Sherrif Wynan), Betty Aberlin (Abigail) |
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Regie:
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Kevin Smith |
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Drehbuch:
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Kevin Smith |
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 Inhalt
Eine Gruppe Jugendlicher verabredet sich irgendwo in einem kleinen Vorort im mittleren Westen online mit einer Frau. Das Sex-Date wird allerdings zum gefährlichen Trip, denn sie wissen nicht, dass in diesem Städtchen eine Gruppe fundamentalistischer katholischer Christen auf sie wartet, geschart um einen geisteskranken Prediger, die Gottes Rache an ihnen vollziehen wollen. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Daniel Licha
Kevin Smith auf Abwegen, doch seinen Stil wird er auch in seiner Horrorsatire Red State nicht los. Die Dialoge klingen immer noch nach Clerks und Konsorten und machen den Film in seinem Genre schon fast zu etwas ganz Besonderem. Smith will viel mit seinem Film, und dank seiner zynischen Betrachtungsweise geht das Ganze vollkommen auf: Nahezu jede Seite wird hier auf aberwitzige Art und Weise bloß gestellt. Wirklicher Horror vermag im Grunde zwar nur in der ersten Hälfte des Filmes aufkommen, da der Rest das bislang Gesehene ad absurdum führt, aber genau dieser Stilbruch gepaart mit seinem wirklich großartigen Ausgang macht Red State zu etwas Einzigartigem. Die Darsteller sind dabei blendend aufgelegt; vor allen Dingen Tarantinos Lieblingsschauspieler Michael Parks darf endlich mal in einer Hauptrolle sein ganzes Potenzial entfalten, und mag John Goodman auch viele Kilos verloren haben: Seine Coolness ist weiterhin unumstritten. Nach seinen letzten enttäuschenden Filmen zeigt Smith hier, dass er es noch nicht verlernt hat, und liefert ein herrlich zynisches Werk ab, das man nicht verpassen sollte.
Kritik
von Michael Schmidt
Kevin Smith wollte sich mit Red State auf ein neues Terrain begeben. Der eigentlich für äußerst wort- und anspielungsreiche Independent-Komödien bekannte Regisseur betritt hier das für ihn neue Feld des Horrorthrillers und kehrt wieder in den Bereich des Independent-Kinos zurück, nachdem sein letzter Ausflug in den Mainstream mit Cop Out eine äußerst durchwachsene Erfahrung war. Sein neuer Film macht es dem Publikum in keinster Weise leicht, denn gerade der Genre-Spagat zwischen Horrorfilm mit Terrorfilmelementen und Thriller macht es schwer, sich einzufühlen. Der explizite und in Teilen kontroverse Film geht bei der Ausgestaltung seiner Thematik über eine fundamentalistische Kirchengemeinschaft in den republikanisch geführten Staaten, den so genannten Red States, ungewöhnliche Wege.
Eine Gruppe von drei Jugendlichen verabredet sich online mit einer Frau in einem kleinen Ort im mittleren Westen der USA. Das Sex-Date wandelt sich jedoch zu einer Tour de Force, da sie alle in eine Falle einer extremen und fundamentalistischen christlichen Sekte geraten. Unter der Führung des wortgewandten Priesters Abin Cooper soll an ihnen ein Exempel statuiert werden. Während der Folter wird die Kirche von der Polizei umstellt. Doch die Extremisten denken nicht ans Aufgeben.
Es beginnt wie in einem Horrorfilm. Drei lüsterne Teenager sind auf Suche nach Sex und verabreden sich online zu einem solchen Date. Mit dieser Exposition, die an Hostel erinnert, streift der Film gefährlich das Subgenre des geschmähten Torture Porns. Im weiteren Verlauf breitet der Film jedoch ein großflächiges Netz an Figuren und Genreversatzstücken aus, die die Ernsthaftigkeit, die der Regisseur bei seiner Thematik an den Tag legt, unterstützen. Ab der ersten Minute will Kevin Smith zeigen, wie tief der Hass und die Abneigung der sektenähnlichen Kirchengemeinschaft gegen Anderslebende verankert sind und wohin extremer Glaube führen kann. Bei der Ausgestaltung seines Hauptthemas macht er dann auch keine Gefangenen, sowohl in Form von Dialogen wie auch Handlungen. Michael Sparks gibt hierbei den charismatischen wie redegewandten Priester und Anführer der Sekte.
Ab der Hälfte kippt der Film zu einem Actionthriller um, in dem plötzlich die Einsatzkräfte unter Führung von John Goodman im Vordergrund stehen. Der Folterhorror tritt in den Hintergrund und der politische Horror an dessen Stelle. Auch die Darstellung der Methoden der Spezialkräfte ist als Kommentar zu deren Vorgehen gegen extreme Glaubensgemeinschaften zu verstehen.
Der Film zerfällt damit eigentlich in zwei Hälften mit einem Netz aus verschiedenen Figuren, sodass eine gerade Handlungslinie schwer erkennbar ist. Michael Parks und John Goodman dienen mit ihren charakterstarken Figuren als Gegenpole und Anker in diesem Handlungsgerüst. Opfer bleiben in diesem Film in aller Konsequenz auch Opfer. Sympathieträger gibt es erst ab der zweiten Hälfe mit dem Auftreten Goodmans. Ansonsten verweigert der Film diese dem Zuschauer.
Red State ist boshaft zu Beginn, wird in der Mitte beinahe grotesk und ist immer zynisch. Somit macht es Kevin Smith dem Zuschauer sehr schwer, dem Film nahe zu kommen. Der Film will eher diskutiert als gemocht werden. Man kann von einem Arthouse-Horrorthriller sprechen, bei dem die Anteile auch als solche zu verstehen sind. Dieser Genre-Spagat zeigt sich dann auch in der Ausgestaltung von Genre-Anteilen, Dramaturgie und den Figuren.
Red State ist ein unkonventioneller Genre-Mix, der seine Linie konsequent und explizit verfolgt und seiner Thematik mit aller Gewalt gerecht werden will. Kevin Smith liefert hiermit seinen bisher rauesten und härtesten Film, der vor allem innerhalb seiner einzelnen Teile funktioniert.  Weitere interessante Filme
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