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Eine äußerst witzige und spritzige Komödie über einen indischen Tanzlehrer, der in New York zum Sex Guru avenciert und dabei seien große Liebe kennenlernt.
Wieder einmal ist es den Produzenten von Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück oder About a boy oder der Tag der toten Ente gelungen, eine spritzige und innovative Komödie vom Stapel zu lassen. Diesmal geht es weder um eine leicht angemoppelte Tollpatsch-Frau noch um einen Mitte-30er mit eigenwilliger Lebenserwartung, sondern um einen indischen Tanzlehrer mit dem American Dream. Die Idee zu der Komödie, über die schönste Nebensache der Welt, hatten der ausführende Produzent Shekhar Kapur (Elizabeth) und Regisseurin Daisy von Scherler Mayer (Crazy Party Girl). Sie gingen mit ihrer Idee des indischen Sex-Gurus, der die New Yorker Oberschicht kräftig aufmischt, zu Drehbuchautorin Tracey Jackson, die aus der Idee ein witzige Story machte.
Der steile Aufstieg von Tanzlehrer Ramu Gupta zum gefragten Sex-Guru New Yorks war selbstverständlich kein Zuckerschlecken. Zunächst musste er sich bei einem Porno-Casting gegen ein paar harte Konkurrenten durchsetzen, tat dies aber mit Bravour, da er dem Produzenten nicht sein besten Stück unter die Nase rieb, sondern einfach mal eine Runde Macarena tanzte. Als er dann am Set plötzlich bemerkte, dass er als lustiger Insulaner verkleidet, sogleich die heiße Sharonna rammeln soll, gingen bei ihm alle Lichter aus. Doch er nahm sich deren kluge Sex-Tipps zu Herzen und brachte sie bei einer Party der New Yorker High Society zum Einsatz, wo er kurzfristig für den dummgesoffenen Guru einspringen musste. Dank der Mithilfe der therapiegierigen Lexi, avancierte er nach der Party zum heilbringenden Sexual-Messias, der den reifen Damen ein paar fragwürdige Sätzchen wie "Your pussy is the door to your soul!" (oder so ähnlich) an den Kopf schmiss, nur damit diese danach abgingen wie Nachbars Lumpi.
Hauptdarsteller Jimi Mistry, den einige vielleicht noch als rebellischen Sohn aus East is East in Erinnerung haben, schlüpfte in die Rolle des Ramu Gupta und stellte unter Beweis, warum er als eines der hoffnungsvollsten Talente Englands gilt. Er brachte in Ramu zahlreiche Charakterzüge unter und war mal der naive aber liebenswerte Inder von Nebenan und mal der großkotzige arrogante Broadwayschnösel. Das Ganze schmeckte er noch mit seinem spitzbübischen Grinsen und einem latenten Homotouch ab. From Hell Darstellerin Heather Graham präsentierte sich als Pornodarstellerin Sharonna alles andere als zugeknöpft und versuchte ihr zum scheitern verurteiltes Doppelleben als Queen der Horizontale und als liebenswerte Studentin vor ihrem unwissenden Freund durchzuhalten. Ganz nebenbei lieferte sich noch den Beweis dafür, dass ein eine "normale" Frau, dreimal so viel erotische Ausstrahlung hat, wie eine aufgedonnerte Pornoqueen. Als letzte im Bunde wäre noch Marisa Tomei zu erwähnen, die als zerbrechliche Lexi über die Leinwand flimmerte und Ramu zu dem ganzen Guru-Brimborium verhalf.
Dank des sehr guten Gespürs von Regisseurin Daisy von Scherler Mayer konnte der Humor von Der Super-Guru seine Wirkung optimal entfalten. Sie erwischte vor allem bei der Situationskomik, aber auch bei den anderen Gags ein optimales Timing und leistete damit ihren Beitrag zum gelingen des Filmes. Der Super-Guru karikiert härmungslos alles was ihm gerade in die Quere kommt, vor allem die Pornobrache und die blödsinnanfällige High Society waren gut getroffen und immer für einen Lacher gut. Zahlreiche Anspielungen auf das Musical Grease und die damit verbundenen urkomischen Massentanzeinlagen trugen ebenfalls unheimlich zur Erheiterung des Publikum bei. Wer sich vom Guru Ramu Hilfestellungen bei sexuellen Unzulänglichkeiten erwartet, wird sich mit seinen Tipps vielleicht etwas verarscht vorkommen, dafür verbessert er mit seiner locker lässigen Art den Gemütszustand seiner Kinopatienten und entlässt sie in ausgelassener Stimmung in den Tag bzw. in die Nacht... |