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In Time(In Time, 2011)
| Dt.Start: |
01. Dezember 2011
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Premiere: |
27. Oktober 2011 (Australien) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Krimi, Sci-Fi, Thriller |
| Länge: |
108 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Justin Timberlake (Will Salas), Cillian Murphy (Raymond Leon), Shyloh Oostwald (Maya), Amanda Seyfried (Sylvia Weis), Olivia Wilde (Rachel Salas), Matt Bomer (Henry Hamilton), Johnny Galecki (Borel), Colin McGurk (Citizen), Will Harris (Ulysse), Alex Pettyfer (Fortis), Michael William Freeman (Nardin), Jesse Lee Soffer (Webb), Aaron Perilo (Bell), Nick Lashaway (Ekman), William Peltz (Pierre), Ray Santiago (Victa), Zuleyka Silver (Pasha) |
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Regie:
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Andrew Niccol |
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Drehbuch:
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Andrew Niccol |
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 Inhalt
In der Zukunft haben Wissenschaftler es erreicht, dass Menschen ab dem 25. Lebensjahr aufhören zu altern. Um allerdings die Überbevölkerung zu verhindern, muss jeder Mensch für sein weiteres Leben im wahrsten Sinne des Wortes arbeiten. Wer reich ist wird alt, wer arm ist nicht. Will Salas muss ebenfalls für sein Leben arbeiten. Als er von einem Mann 100 Lebensjahre geschenkt bekommt, vermutet die Polizei, dass Will seinen noblen Spender getötet hat. Ein Rennen um Leben und Tod beginnt. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Wilhelm Skrjabin
Mit der drehbuchleitenden Idee der biologischen und wirtschaftsbestimmenden Armuhr schafft sich Regisseur und Drehbuchautor Andrew Niccol einen Topos, der in Reichweite der inszenatorischen Möglichkeiten auf einer Stufe mit dem von Genreklassikern wie The Matrix oder Blade Runner zu stellen ist. Im Gegensatz zu diesen bereitet er aber keine ernstliche und handwerklich wie dramatisch gelungene Dystopie, sondern ein gelangweiltes und voraussehbares Pseudoepos auf. Die Handlungsmotivation der Robin Hoodschen Protagonisten bleibt bar jeder Legitimation, sowohl Wills als auch Sylvias biographischer und erzählter Hintergrund berührt nur auf gewollte Weise eine Linie mit ihren Handlungen. Jeder weitere Charakter bleibt darüber hinaus Karikatur. Zwar fährt Niccol in seiner Bildästhetik eine angenehm klare Linie, weiß aber nichts als Allgemeinplätze aus seiner Geschichte zu ziehen.
Kurzkritik
von Daniel Licha
In Time lebt hauptsächlich von seiner überaus interessanten Idee, dass die einzige Währung des Menschens Lebenszeit ist. Visuell ist das durchaus ansprechend umgesetzt und auch sonst funktioniert die Kapitalismuskritik über weite Strecken sehr gut. Das Darstellerensemble macht einen guten Job, doch ab und an gibt es einige holprige und überinszenierte Momente zu viel. Sei es die letzte Szene zwischen Olivia Wilde und Justin Timberlake oder das nicht immer ganz logische Verhalten von Cilian Murphys Figur. Einige kleine Längen im Mittelteil rauben dem Film zudem die Spannung, aber dennoch hält die durchaus innovative Idee den Zuschauer bei der Stange und entlässt ihn mit dem Gefühl aus dem Saal einen ordentlichen Film gesehen zu haben; wenngleich auch einiges an Potential ungenutzt bleibt.
Kurzkritik
von Markus Müller
Die Grundidee, Zeit als Währung zu nutzen, ist hochinteressant und vielversprechend, leider wurde dieses Potenzial jedoch nicht im Ansatz ausgeschöpft. Stattdessen kommt es zu ständigen Wiederholungen; sogar die Wortspiele sind immer die gleichen. Die altbekannte Kapitalismuskritik und das Gejammer über soziale Ungerechtigkeit werden dem Zuschauer regelrecht entgegen geschrien, bis man zurückrufen möchte: "Ich hab's kapiert!"
Justin Timberlake ist fehlbesetzt und überzeugt zu keiner Zeit. Darüber hinaus ist der Handlungsverlauf auch noch vorhersehbar und daher auch nicht sonderlich spannend. Die innovative Idee und der stimmige Anfang retten In Time zwar ins Mittelmaß, ob man deswegen mit seiner kostbaren Zeit bezahlen will, bleibt jedoch fraglich.
Kurzkritik
von Florian Lieb
Dass Niccol Futurismus kann, hat er eindrucksvoll mit Gattaca bewiesen. Und in der Tat gerät sein hier inszeniertes Dystopia höchst eindrucksvoll in seiner ersten halben Stunde. Zeit ist Geld - zumindest in In Time. Unser wertvollster Besitz ist unsere Lebenszeit, das hat auch die hier zur Schau gestellte Welt begriffen. Insofern bringt Niccol nicht nur einige geschickte Doppeldeutigkeiten (Don't waste my time) und treffende Sozialkritik unter, sondern auch ein ungewöhnliches Setting - das nicht einmal *NSYNC-Barde Justin Timberlake groß stören mag. Den Boden unter den Füßen verliert In Time dann, als sich der Film beginnt, in einer müden Bonnie & Clyde-Wendung zu verlieren. Die ist weder interessant, noch sonderlich originell ausgearbeitet - und damit eine herbe Enttäuschung nach dem brillanten Auftakt. So vermag der Film trotz starkem ersten Akt und vielen netten Referenzen zu Gattaca nicht zu überzeugen. Leider Niccols schwächstes Werk bisher.
Kritik
von Oliver Mai
"Don't waste my time" schreibt der Gönner, der Will ein Vermögen an Zeit schenkt, auf ein verschmutztes Fenster. Was passiert mit Menschen, wenn sie ihre Lebenszeit wie in einer Sanduhr vor ihrem Auge ablaufen sehen? Was eine spannende Geschichte mit viel Tiefgang hätte werden können, schöpft das vorhandene Potenzial bei weitem nicht aus. Trotz gelungenem Setting vermag es der Film nicht, den Zuschauer mit auf die Reise zu nehmen, sondern lässt ihn eher unbeteiligt außen vor.
Der Aufhänger erinnert an Flucht ins 23. Jahrhundert. Jeder Mensch hat eine Uhr im Arm, wenn diese abläuft, stirbt der Mensch. Um die Uhren mit neuer Zeit aufzuladen, müssen normale Menschen nach ihrem 25sten Lebensjahr arbeiten. Lohn wird in Zeit und für einfache Arbeiter im Ghetto stundenweise ausgezahlt. Zeit ist die Währung für alles, Geld gibt es nicht mehr. Die Menschen zahlen in Zeit. Damit leben die Arbeiter, um zu arbeiten, und arbeiten, um zu leben. Die Ärmeren leben damit nur von Tag zu Tag. Ein Tag nicht arbeiten bedeutet den Ablauf der Uhr und damit das Ende des Lebens. Ständig bedroht die Inflation das Überleben. Will Salas hat hierdurch gerade seine Mutter verloren, die aufgrund der Inflation nicht mehr genügend Zeit auf ihrer Uhr hatte. Sie konnte sich den Bus nicht mehr nach Hause leisten. Zu Fuß schaffte Sie es nicht mehr, rechtzeitig ihre Uhr aufzuladen. Will bekommt infolge von einem reichen Unbekannten über 100 Jahre - ein Vermögen - auf seine Uhr gutgeschrieben. Der Unbekannte klärt Will darüber auf, dass aufgrund der Ausbeutung der Masse eine Elite wie die Made im Speck mit Unmengen Zeit faktisch ewig Leben kann. Will verlässt das Ghetto, um dieses System zu durchbrechen. Timekeeper setzen sich auf seine Fährte, denn es ist nicht gewünscht, dass Zeit in die falschen Hände gerät.
Ein klasse Setting, das wie der Trailer Lust auf In Time macht. Dazu ein imposantes Line-up von Schauspielern, da sollte das Ganze eigentlich ein klarer Start-Ziel-Durchlauf sein. Leider bringt Drehbuchautor und Regisseur Andrew Niccol die Story trotz optisch stimmiger Umsetzung nicht zu 100 Prozent von der Leinwand zum Zuschauer. Der Druck der Geschichte reißt den Zuschauer leider nicht dauerhaft mit, sondern verpufft, ohne wirkliche Spannung zu vermitteln. Raus aus dem Ghetto, rein ins Ghetto, Verfolgung, Flucht, Verfolgung - das alles wirkt bedauerlicherweise etwas runtergespult. Nur einmal im Casino kommt ansatzweise der Druck beim Zuschauer an. Ansonsten hört er einfach die Uhr nicht ticken. Die Story hat zudem viele offene Enden, die nicht erklärt werden. Was ist mit dem Vater von Will passiert? Wieso arbeitet Raymond Leon als Timekeeper? Was läuft tatsächlich im Hintergrund, wer zieht die Fäden? Eine ausgefeiltere Hintergrundstory hätte den Film runder laufen lassen. Niccol hat in der Vergangenheit unter anderem mit Die Truman Show, Gattaca und Lord of War - Händler des Todes sein Händchen für gute Drehbücher und cineastische Umsetzung als Regisseur gezeigt. Vorliegend hat er entweder Angst vor dem eigenen Erfolg bekommen oder beim Endschnitt wurde ihm massiv reingeredet.
Justin Timberlake als Will Salas ist schauspielerisch bemüht. Er wird von Cillian Murphy, Amanda Seyfried, "Alex" Pettyfer und einem überraschend überzeugenden Vincent Kartheiser jedoch fast an die Wand gespielt. Irgendwie wirken die Schauspieler etwas vom Drehbuch gefangen und vermögen nicht, ihr ganzes Potenzial auszuspielen, was dem Film nicht wirklich guttut.
Was mit etwas besserem Timing einer der besten Filme seit Langem in Tradition von Gattaca hätte werden können, ist so nur ein durchschnittliches Unterhaltungsfilmchen in einer Mischung aus Roadmovie, Bonny & Clyde, Lovestory und modernem Robin Hood ohne genügend Biss geworden. Haben wir hier den Piloten für eine Fernsehserie gesehen? Der Trailer, der mehr erwarten ließ, wird die Zuschauer dennoch ins Kino treiben. In Time ist nicht wirklich schlecht, aber in Erwartung etwas wirklich Großem ist es bitter, nur Mittelmaß zu sehen.  Weitere interessante Filme
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