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The Human Centipede

(The Human Centipede, 2009)

Durchschnittliche Redaktionswertung

71%



Inhalt

Die Amerikanerinnen Lindsay und Jenny befinden sich auf einem Road Trip durch Deutschland, als sie eine Reifenpanne haben. Auf der Suche nach Hilfe landen sie vor dem Haus des Chirurgen Dr. Heiter. Dieser entpuppt sich bald darauf als gefährlicher Psychopath, der die beiden in seinem Keller einsperrt. Er plant eine wahnsinnige Operation mit ihnen und einem dritten Gefangenen.

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The Human Centipede

Kritik

von Markus Müller

Wertung Kritik

71%

Human Centipede liegt sicherlich eine der ausgefallensten und perversesten Grundideen für einen Horrorfilm zugrunde, die es in den letzten Jahren zu sehen gab. Ein verrückter deutscher Chirurg lebt allein im Wald, wo er aus drei verirrten Touristen einen menschlichen Tausendfüßler bauen möchte, indem er in einer grotesken Operation deren Münder mit den Analbereichen vernäht. Eine solch bescheuerte Idee setzt automatisch die Messlatte nach unten, macht aber auch ungemein neugierig. Tatsächlich erfüllt Human Centipede die Erwartungen und ist dabei auch recht spannend. Trotz einiger Schwächen ist Human Centipede ein Highlight für Genre-Fans - trifft aber bei weitem nicht den Geschmack aller Zuschauer.

Bild aus The Human Centipede Nachdem es in den letzten Jahren in Horrorfilmen zunehmend um die Härte der Gewaltdarstellungen ging, gab es zwischenzeitlich immer wieder ein paar Genre-Perlen, die innovative Ansätze und gute, spannende Ideen boten. Eine wie in Human Centipede sieht man jedoch nicht allzu häufig. Einen Originalitätsbonus hat sich der Film somit schon einmal verdient. Doch auch darüber hinaus hat er durchaus seine Qualitäten. Nicht zuletzt der Hauptdarsteller Dieter Laser (Suck My Dick) in der Rolle des Dr. Heiter weiß durchaus zu überzeugen. Die beiden Mädels, Ashlynn Yennie (Absent Father) und besonders Ashley C. Williams (Empty) sind eigentlich viel zu sexy, um mit dem Gesicht an einen Hintern genäht zu werden. Ihre schauspielerische Leistung ist jedoch aufgrund der ungewöhnlichen Umstände nur schwer bewertbar. Anerkennung haben sie jedenfalls dafür verdient, sich auf diese Rolle einzulassen. Selbiges gilt natürlich auch für Akihiro Kitamura (I'll Be There with You), der das Dreiergespann anführt.

Auch wenn Human Centipede natürlich schon allein durch die perverse Grundidee hart ist, hält sich die dargestellte Gewalt noch in Grenzen. Ein Großteil der Grausamkeiten wird weniger visuell sichtbar, als durch die Identifikation mit den Opfern spürbar. Dies fällt unter anderem in einer Szene auf, in der die "Zwangskoprophagie", die ja eigentlich Sinn des Verbundes ist, gezeigt wird. Jetzt könnte man an dieser Stelle kritisieren, dass man dieses Element mehr hätte auskosten müssen (man verzeihe mir an dieser Stelle das Wortspiel), wahrscheinlich wäre der Film damit aber in ein anderes Genre gerutscht, dass nur relativ wenige Zuschauer findet. Dass nicht alles bis zum letzten gezeigt wird, ist auch ein Plus des Filmes. Der größte Teil des eigentlichen Horrors findet im Kopf des Zuschauers statt und hier entfaltet der Streifen auch Nachwirkung und bleibt im Gedächtnis. Statt reinem Torture-Porn ist er vor allem Psycho-Horror. Desweiteren ist das verstörende Werk technisch überzeugend gestaltet und hat einige interessante, in gewisser Weise tatsächlich ästhetische Bilder zu bieten.

Leider sind es die vielen Logiklöcher, die den Gesamteindruck schmälern. Mitunter hat der Film mit genretypischen Problemen zu kämpfen. So stellt sich einmal mehr die Frage, wieso zwei Frauen, die nachts eine Panne auf einer deutschen Straße im Wald haben, in selbigen gehen, um Hilfe zu suchen, statt auf der Straße zu bleiben. Wären sie nicht durch den Forst geirrt, wären sie auch nicht Hintern an Mund zusammengenäht worden. So einfach kann das manchmal sein. Dr. Heiter hat natürlich enormes Glück, dass ihm eines Nachts einfach so zwei attraktive New Yorker Mädels zulaufen, woher er jedoch den Japaner nimmt, ist etwas schleierhaft. Im Laufe der Spielzeit schleichen sich deutlich gravierendere Ungereimtheiten ein, und besonders gegen Ende kann man über diese nur noch schwer hinwegsehen. Wenn die Macher gar nicht wussten, wie sie logisch nachvollziehbar von A nach B kommen, haben sie einfach einen Schnitt gemacht, und das Problem war gelöst. So fragt man sich, wie es der dürre Doktor schafft, die erwachsenen, miteinander verbundenen Menschen eine steile Wendeltreppe hinaufzutragen, wenn diese an einigen anderen Stellen im Film die Funktion eines fast unüberwindbaren Hindernisses hat. Das Ende ist spannend, leider aber bei kritischer Betrachtung auch recht haarsträubend, wobei dies wieder auf die bereits erwähnten Logikfehler zurückzuführen ist. Wenn man sich jedoch zuvor vollkommen auf die Geschichte einlassen konnte, kommt auch hier Spannung auf, und die letzten Minuten sind tatsächlich gut gelungen, erbarmungslos und grotesk.

Unter dem Titel Human CentipedeII (Full Sequence) existiert auch noch eine Fortsetzung, in der ein Fan des Filmes die Idee um den menschlichen Tausendfüßler in die Realität umsetzen will. Da das Gesamtwerk eine Trilogie sein soll, wird auch noch ein dritter Teil erscheinen. Regie soll wieder der Holländer Tom Six führen, der in seiner beruflichen Vergangenheit im Übrigen auch für das Konzept hinter Big Brother verantwortlich war. Fraglich ist jedoch, ob es einer der Filme auch auf offiziellem Weg nach Deutschland schafft.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

70%

Objektiv gesehen ist dieser Film sicherlich alles andere als gut, aber er macht doch irgendwie unglaublich Spaß. Kurz zur Story: Zwei US-Mädels haben auf ihrem Deutschlandurlaub eine Reifenpanne mitten im Wald und suchen Hilfe bei Dr. Heiter, der jedoch ganz andere Pläne mit ihnen hat: Sein größter Traum ist es eine Art menschlichen Tausendfüßler zu basteln und so ist es natürlich praktisch, dass die Mädels reinschneien und er mit seinem Vorhaben beginnen kann.
Das hört sich total bescheuert an und ist es auch, aber dank einer Trumpfkarte kann das Ganze hervorragend unterhalten: Dieter Laser gibt nämlich eine abgefahrene Tour de Force ab, spielt den verrückten Arzt mit einer Inbrunst und einem Overacting der seinesgleichen sucht. Dabei merkt man aber auch in jeder Sekunde, dass dies nicht unfreiwillig war und bewusst so over the Top angelegt wurde. Gerade den Deutschen dürfte der Film sogar ein ganzes Stück besser gefallen, ist es doch aberwitzig wenn Heiter seine Fluchtiraden in deutscher Sprache loslässt. Wird zwar sicherlich nicht jedem zusagen, aber in der OV gerade für Trashfans sehr unterhaltsam.



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Dt. Start: 27. Apr 2006
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