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11-11-11

(11-11-11, 2011)

Dt.Start: nicht bekannt Premiere: 10. November 2011 (Niederlande)
FSK: nicht bekannt Genre: Horror, Thriller
Länge: 90 min Land: USA, Spanien
Darsteller: Timothy Gibbs (Joseph Crone), Michael Landes (Samuel), Denis Rafter (Richard Crone), Wendy Glenn (Sadie), Lluis Soler (Vavier), Brendan Price (Grant), Montserrat Alcoverro (Celia), Benjamin Cook (David), Salomé Jiménez (Sarah), J. LaRose (Wayne)
Regie: Darren Lynn Bousman
Drehbuch: Darren Lynn Bousman


Inhalt

Joseph Crone versucht gerade über den Tod seiner Frau und seines Sohnes hinwegzukommen und reist zu seinem entfremdeten Bruder und dem im Sterben liegenden Vater nach Barcelona. Und obwohl es in seinem Leben bisher wohl nicht schlimmer kommen konnte, muss Joseph feststellen, dass irgendetwas Paranormales am 11.11.11 sein Leben zu bedrohen scheint.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

11-11-11 hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 7%
Kurzkritik
von Daniel Licha
Wertung von 8 für 11-11-11

Darren Lynn Bousman hat mit Saw 2und Saw 3 die wohl besten Teile der Reihe gedreht, den wunderbaren Repo the Genetic Opera inszeniert und es sogar geschafft, ein ordentliches Mothers Day Remake auf die Beine zu stellen. Was ihn hier jedoch geritten hat, ist nicht nachvollziehbar, denn 11-11-11 ist gelinde gesagt unter aller Sau. Sein religiöser Horrorstreifen langweilt nicht nur von der ersten Minute, sondern schafft es noch nicht einmal ansatzweise, ein Gefühl von Grusel oder Gänsehaut auszulösen. Die Geschichte ist öde, die Auflösung absolut lächerlich, in gewissen Teilen zudem vorhersehbar und auch aus inszenatorischen Gesichtspunkten bekleckert sich Bousman nicht mit Ruhm. Definitiv einer der schlechtesten Horrorfilme, die es in den letzten Jahren auf den Markt geschafft haben. Bloß die Finger davon lassen...

Kritik

von Daniela Panzitta
11-11-11 hat eine Wertung von 5%
Der Symbolcharakter von Zahlen wird gerne für Filme herangezogen. So wurde schon Jim Carrey von der Number 23 verfolgt. Darren Lynn Bousman, der bereits bei drei Teilen von Saw auf dem Regiestuhl Platz genommen hat, beschäftigt sich nun mit der unheilschwangeren Zahlenkombination "11:11". Leider tut er das auf derart plumpe und langweilige Art und Weise, dass man es gar nicht abwarten kann, bis endlich der 11-11-11 und damit der schreckliche Film vorbei ist.

Bild aus 11-11-11 Viele Filme starten direkt mit einem Paukenschlag und ziehen den Zuschauer auf diese Weise von Beginn an in ihren Bann und bringen in die richtige Stimmung für die weiteren Geschehnisse. Bei 11-11-11 ist das auch zum Teil der Fall. Die Anfangssequenz mit all ihren vermeintlich Horror-erzeugenden Elementen - wie Feuer, verbrennende Menschen, Schreie, die leider überhaupt keine Wirkung zeigen -, bereitet den Zuschauer auf all die Qualen vor, die er im Laufe des Films noch erleiden müssen wird. Auf diese plumpe Art und Weise in das Leben des Schriftstellers Joseph Crone geworfen, der nach dem Verlust seiner Frau und seines Sohnes sein Leben nicht mehr in den Griff bekommt, muss der Zuschauer ohne wirkliche Informationen dabei zusehen, wie dieser Mann von der Zahl 11:11 (meist als Uhrzeit) verfolgt wird. Ein Anruf seines Bruders, dass der Vater im Sterben liegt, veranlasst ihn, nach Spanien zu fliegen, wo das Unheil für den Protagonisten wie auch den Zuschauer seinen Lauf nimmt.

Grusel kann eigentlich durch relativ simple Mittel erzeugt werden, sofern diese passend eingesetzt werden. So ist beispielsweise der Einsatz von spannungserzeugender Musik ein essentieller Bestandteil davon, wie der Zuschauer das Gesehene bewertet und was dies für Gefühle auslöst. Leider wird in 11-11-11 dieses Element derart verschwenderisch und zu den unpassendsten Zeiten eingesetzt, dass man sich nur fragen kann, was sich die Filmemacher dabei gedacht haben. Auch die üblichen Schockeffekte von plötzlich auftauchenden Grimmassen oder Schatten, die im Hintergrund durch das Bild huschen, verfehlen ihre Wirkung in jeder einzelnen Szene. Interessant ist auch der Vater von Joseph, der ja im Sterben liegt, witzigerweise aber ständig wie ein Zombie im Haus herumschleicht und seinem ältesten Sohn irgendwelche mysteriösen Dinge einflüstert. Was das Filmerlebnis weiter trübt, sind unnötig abrupte Schnitte, die teilweise den Eindruck erwecken, als hätte man gerade ein paar Sekunden verpasst.

Wäre wenigstens die Geschichte an sich einigermaßen spannend, könnte man über derartige Lächerlichkeiten einfacher hinwegsehen. Doch leider ahnt man sehr schnell, dass auch an dieser Adresse wenig zu holen ist. Natürlich kommt relativ bald die religiöse Schiene ins Spiel, immerhin entstammt Joseph, der selbst keinen Glauben mehr pflegt, einer Familie von Priestern. Sein Vater war einer und sein Bruder Samuel ist es immer noch mit Leidenschaft. Während man über ihn selbst relativ wenig erfährt und somit überhaupt keine Bindung zu der Figur aufbauen kann, die da ständig verängstigt und von Visionen geplagt durch die Gegend stolpert, richtet sich der Fokus mehr und mehr auf Samuel, dessen Glaube und die "Eleveners", wie sich die Leute nennen, die an die Bedeutung von "11:11" glauben.

Ab einem gewissen Punkt ist der einzige Grund, dass man diesem Film noch weitere kostbare Lebenszeit opfert, zu erfahren, welche Auflösung dem Ganzen folgt, in der Hoffnung, dass sich zumindest damit einiges kompensieren lässt. Doch leider muss man am Ende enttäuscht feststellen, dass auch hier keine Kosten und Mühen gescheut wurden, um einen möglichst klischeehaften und aberwitzigen Abschluss zu ermöglichen.

Eigentlich hätte man Bousman nach den nicht üblen Saw-Verfilmungen mehr zugetraut, da er dabei eigentlich bewiesen hat, dass er Horrorfilme schreiben und inszenieren kann. Leider beweist er bei 11-11-11 weder Geschick bei der Inszenierung noch bei der Geschichte an sich und produziert damit einen Film, den man sich absolut sparen kann.



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