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Darkest Hour

(The Darkest Hour, 2011)

Durchschnittliche Redaktionswertung

45%



Inhalt

Eigentlich wollte eine Gruppe bestehend aus fünf Freunden einen Partyurlaub der besonderen Art in Moskau erleben. Mitten in diesem Vorhaben fällt plötzlich in der gesamten Stadt der Strom aus und rätselhafte Objekte erscheinen am Nachthimmel der Metropole. Schnell wird den Freunden klar, dass sie sich mitten in einer Alien-Invasion befinden. Statt ungezügeltem Spaß steht nun Überleben auf dem Plan und es geht darum, den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Soviel dann zum Thema Urlaub.

Kritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kritik

62%

Wann immer die bösen Aliens über unsere Welt herfallen, ist fast immer der Dreh- und Angelpunkt der Handlung eine der amerikanischen Großstädte. Und nahezu immer liegt auch die Errettung der Menschheit in den Händen der USA. Da ist es regelrecht erfrischend, einen Invasionsfilm zu erleben, der nicht in einer der US-Metropolen angesiedelt ist. Nach Moskau verschlägt es die Handlung von Darkest Hour. Dort dürfen sich einige amerikanische Touristen mit Energiewesen herumschlagen, die bei Kontakt absolut tödlich sind und unverwundbar scheinen. Typisches Genrewerk mit brauchbarem dramaturgischem Konzept, dessen Neureiz aber kaum bis zum Finale ausreicht.

Bild aus Darkest Hour Invasionsfilme haben ungebrochen Konjunktur. Besonders viel Spielraum oder kreativer Freiraum scheint beim Grundthema aber schlecht möglich. Fast immer haben es die Aliens auf uns oder die Ressourcen unseres blauen Planeten abgesehen - oder gleich auf beides. Mehr oder minder gelungene Ausnahmen stellen Filme dar wie Der Tag, an dem die Erde stillstand oder District 9. Ansonsten, ob Krieg der Welten, Independence Day oder World Invasion: Battle Los Angeles, reihen sich alle in das übliche Schema ein.

Darkest Hour bildet diesbezüglich keine Ausnahme, wartet aber zumindest mit einer kleinen Überraschung auf. Das ungewöhnliche Element stellt die physikalische Struktur der Außerirdischen dar. Es handelt sich um nichtkörperliche Wesen, die im wahrsten Sinne des Wortes aus lebendiger Energie bestehen. Jeglicher Kontakt mit ihnen zerlegt körperliche Geschöpfe in ihre Atome. Bei Tage sind diese bizarren Kreaturen nahezu unsichtbar; in der Dunkelheit werden leuchtende Energiewirbel sichtbar; und unsere Waffen vermögen nichts gegen sie auszurichten.

Inmitten dieser verheerenden Invasion geraten die beiden Internet-Jungunternehmer Sean (Emile Hirsch) und Ben (Mac Minghella), als sie sich in der russischen Metropole Moskau aufhalten. Kurz zuvor flogen sie dorthin, um einen großen Deal abzuschließen, und wurden über den Tisch gezogen. Nachts wollen sie ihren Frust mit ein paar Drinks in einem Edel-Club betäuben, als plötzlich die Apokalypse hereinbricht. In letzter Sekunde gelingt es ihnen, samt zwei weiblichen Begleiterinnen und Skylar (Joel Kinnamn), dem Mann, der sie skrupellos gelinkt hat, sich in einem unterirdischen Lagerraum des Clubs zu verstecken. Als sie sich Tage später wieder heraus trauen, erleben sie ein nahezu völlig entvölkertes Moskau. Es scheint tatsächlich die dunkelste Stunde der Menschheit gekommen.

Kaum ein Invasionsfilm ohne eine Beinaheausrottung. Kaum ein Invasionsfilm allerdings auch ohne einen Dreh, der das Blatt (im letzten Augenblick) zu unseren Gunsten wendet. So realistisch die Totalvernichtung durch eine Intelligenz, die uns technologisch oder, wie in diesem Falle, in ihrer Evolution Äonen voraus ist, so wenig glaubwürdig sind immer die Wunderkniffe, welche die Dinge noch zum Guten wenden. Es bleibt selbstredend auch hier nicht aus, dass die Überlebenden ein Mittel gegen die Energiewesen finden, was wäre das sonst auch für eine Geschichte? Zu Hilfe kommen ihnen dabei ein paar überlebende Moskauer, die bei so manch Inkassobüro eine gute Figur abgegeben hätten. Darkest Hour bleibt jedoch final weniger optimistisch als andere Genrewerke, was gut in die heraufbeschworene Endzeitstimmung passt.

Die Handlung an sich gestaltet sich erwartungsgemäß wenig komplex. Der Start nimmt ein paar dezente Anleihen bei The Social Network und nach der Ankunft der Blitzaliens schreitet der Plot vergleichbar Skyline voran und entwickelt ähnliche Durchhänger. Angefangen bei den Figuren, die im Grunde ebenso vernachlässigbar oder gar austauschbar sind wie der dünne Storyrahmen, über diverse Logik- und Anschlussfehler, gibt es reichlich, was nicht wirklich mitreißen will. Selbst die Art und Weise, wie die Menschen ins Jenseits befördert werden, nutzt sich mit der Zeit visuell ab. Die höchsten Schauwerte genießen ohnehin die Sehenswürdigkeiten Moskaus. Begonnen beim nächtlichen Pulsieren bis zu den architektonischen Augenöffnern hin, während der Sightseeing-Tour durch die menschenleere Metropole. Summa summarum bleibt ein typischer Sci-Fi-Horrorstreifen mit einem Quäntchen Originalität, soliden Effekten, einer halbwegs beklemmenden Grundstimmung, der zudem erfreulich "unblutig" ist. Das 3D-Erlebnis ist aber, wie so oft, den Kartenaufpreis nicht wert.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

39%

Die erste Viertelstunde mit dümmlichen Dialogen lässt Schlimmes erahnen, doch glücklicherweise geht es dann doch recht schnell zur Sache. Die Idee der Invasion mit unsichtbaren Aliens, die die Menschen bei der kleinsten Berührung zu Staub zerfallen lassen, mag durchaus interessant sein und für den ein oder anderen netten Effekt sorgen. Dumm nur, dass dieser immer wieder gleiche Effekt den Zuschauer scheinbar bei der Stange halten soll. Zwischendrin gibt es klischeehafte Figuren, die sich nicht nur einmal alles andere als schlau verhalten und so überzogene und bescheuerte Nebenschauplätze, dass man sich zumindest über deren Charakterisierung ein wenig amüsieren kann. Eigentlich nicht mehr als ein 08/15-B-Move, das im Grunde kein Kinorelease verdient hat und direkt auf DVD wohl besser aufgehoben wäre.

Kurzkritik

von Lutz Granert

Wertung Kurzkritik

60%

Die schlimmen Befürchtungen, die der Trailer erahnen ließ, bestätigen sich in der ersten Filmhälfte, die sämtliche Invasionsfilm-Klischees bereithält und nur flache Dialoge und eindimensionale Charaktere zu bieten hat. Beim Wissen ums "Funktionieren" der Aliens und schließlich mit dem Ziel, ein Atom-U-Boot zu erreichen, wird Darkest Hour jedoch unerwartet fesselnd und actionreich, so dass sich der 3D-Trash zu effektvollem und halbwegs logischem Entertainment entwickelt. Der (Original-)Schauplatz Moskau ist dabei der heimliche Hauptdarsteller und spielt die blassen Reißbrettfiguren um Emile Hirsch (Into the Wild) lässig an die Wand, was jedoch in der zunehmend an Spannung und Fahrt aufnehmenden Inszenierung nicht weiter stört. Kurzweiliges und anspruchsloses Popcornkino, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Kurzkritik

von Daniela Panzitta

Wertung Kurzkritik

18%

Wie bei so vielen Filmen klingt die Idee anfänglich gut und neu. Was man dann aber präsentiert bekommt, strotzt vor Langeweile und bereits Gesehenem. So tarnt sich Darkest Hour zunächst als netter Alien-Horror, ähnlich wie Skyline, hat dann aber nicht mehr zu bieten als kopflos herum irrende Menschen, die versuchen, gegen eine Macht anzukämpfen, die man nur schwer bekämpfen kann. Da hilft auch der 3D Effekt nicht mehr, den Unterhaltungswert nach oben zu korrigieren. Fast könnte man sich wünschen, die Aliens hätten der Produktion den Strom abgeschaltet.



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Inside
Dt. Start: 22. Nov 2007
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