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Intruders

(Intruders, 2011)

Durchschnittliche Redaktionswertung

48%



Inhalt

Juan und Mia leben zu verschiedenen Zeiten in verschiedenen Ländern. Eines verbindet die beiden Kinder allerdings: Sie werden beide jede Nacht von einem übernatürlichen Wesen heimgesucht, welches Besitz von ihnen ergreifen möchte. Mias Eltern John und Sue sowie Juans Mutter Luisa werden nach kurzer Zeit auch von dem unheimlichen Wesen bedroht und stehen der Situation wie ihre Kinder hilflos gegenüber. Gibt es doch noch einen Ausweg aus dem Horror oder ist alles nur ein Traum?

Kritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kritik

29%

Ein selbst erdachter Dämon sucht in Intruders zwei Familien und speziell deren Kinder heim. Durch Zeit und Raum miteinander verwoben, entwirrt sich die krude Handlung nur allmählich, ohne währenddessen besondere Akzente setzen zu können oder gar mitzureißen. Bei solcherart Horror ist entspannter Tiefschlaf im Kinosessel vorprogrammiert.

Bild aus Intruders Ein wenig klassischer Gruselfaktor mag in Zeiten von inflationären Torture-Porn-Movies und splattrigem Body-Horror durchaus beim Publikum auf Gegenliebe stoßen. Fans von Horrorstreifen, in denen vor allem die erzählerische Dichte, die Atmosphäre und das, was sich im Kopf abspielt, im Vordergrund stehen, sitzen inzwischen überwiegend auf dem Trockenen. Irgendwo in diesen Gefilden möchte sich Intruders positionieren, wenn auch die Finger nicht ganz aus der CGI-Spielkiste gelassen werden konnten.

Überdies versucht der Film sein Publikum auch durch Familiendrama-Elemente abzuholen und verwebt dafür die Schicksale zweier Familien miteinander: einer alleinerziehenden Mutter und ihres Sohnes sowie eines Ehepaars mit der gemeinsamen Tochter. Beide Familien werden von einem dunklen, gesichtslosen Geistwesen heimgesucht, das sich vorzugsweise in Stiefel, Arbeitshose und Regenjacke kleidet. Obwohl durch Zeit und Raum getrennt, gibt es eine Gemeinsamkeit: Beide Kinder schreiben an einer düsteren Gespenstergeschichte, und prompt wird für beide das Geschriebene real.

Clive Owen als Familienvater gehört eine der Hauptrollen, und seiner Figur damit auch einer der wenigen halbwegs packenden Augenblicke während des verzweifelten Kampfes mit dem übermächtigen, übernatürlichen Gegner. Dabei beginnt der Film eigentlich regelrecht fulminant, indem er ohne Umschweife den unheimlichen Besucher in die Handlung integriert, ohne einen umständlichen Prolog zu bemühen. Das holt der Film aber im Nachhinein dafür umso ausgiebiger nach, was ihm zeitweise die belebende Wirkung einer Schlaftablette verleiht.

Zwischendurch gibt es dann zu allem Überfluss noch einen Schwenk ins Religiöse: Daniel Brühl gibt einen jungen Priester, welcher der alleinerziehenden Mutter mit ihrem heimgesuchten Kind beistehen möchte. Er erwägt sogar einen Exorzismus. Und genau hier scheint sich der Film selbst und das Genre auf die Schippe nehmen zu wollen: Wie im Klassiker Der Exorzist wendet sich der junge Priester an einen alten, erfahrenen Geistlichen, nur sagt der in diesem Falle: Nein, das ist kein Job für uns. Das ist wirklich zum Schreien (unfreiwillig) komisch.

Intruders müht sich nach Kräften um Suspense, Beklemmung und Gänsehautfeeling, doch sind die Handlung und das Geschehen leider insgesamt viel zu uninteressant, um dem Zuschauer einen Grund zu liefern, daran zu partizipieren. Zudem gelingt es wegen der verschachtelten Handlungsebenen nicht, die Distanz zu den Akteuren abzubauen. So bleiben deren Schicksale leidlich belanglos. Dass zuletzt das unheimliche Geistwesen an eine Version eines Mordor-Ringgeistes erinnert, der seine Klamotten aus dem Müllcontainer gefischt hat, hilft dem Ganzen ebenfalls nicht weiter. Selbst als Fan von klassischem Horror kann man somit nicht umhin, Intruders schlussendlich ein weitgehendes dramaturgisches Versagen zu attestieren.

Kurzkritik

von Markus Ostertag

Wertung Kurzkritik

66%

Das Horrorgenre wird für Filmemacher immer schwieriger, denn kreative Geschichten, die mitreißen und Spannung bieten können, sind scheinbar auch nur endlich. So erlebt man immer wieder, dass nicht nur Effekte, sondern komplette Handlungsstränge identisch oder leicht abgewandelt bekannt sind. Dies wiederum nimmt natürlich gerade bei "Whodunit"-Filmen jeglichen Reiz.
Intruders ist zwar kein typischer Streifen dieser Gattung, aber dennoch ist die Ungewissheit, inwiefern sich hier Realität, Einbildung und/oder Krankheit treffen, der zentrale und spannende Part. Leider wird in der Darstellung vor allem im Mittelteil zu wenig Wert auf die konsequente Fortführung gelegt, sodass die Storyline teils arge Durchhänger hat. Hinzu kommt die etwas zu komplex angelegte Erzählweise, die sicherlich manchen Zuschauer im Kino fragend dem Ende entgegen hoffen lässt.
Entschädigt wird man dann aber durch das durchaus clevere Ende, welches vieles aufklärt und in anderem Licht erscheinen lässt.



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Der Exorzist
Dt. Start: 20. Sep 1974
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