Ein riskanter Plan Poster

Film-Seite zu Ein riskanter Plan
Trailer zu Ein riskanter Plan
Poster zu Ein riskanter Plan
Offizielle Seite
Deutsche offizielle Seite
Charts-Statistiken zu Ein riskanter Plan
PDF zu Ein riskanter Plan

Ein riskanter Plan

(Man on a Ledge, 2012)

Dt.Start: 26. Januar 2012 Premiere: 26. Januar 2012 (Deutschland)
FSK: ab 12 Genre: Krimi, Thriller
Länge: 103 min Land: USA
Darsteller: Elizabeth Banks (Lydia Mercer), Jamie Bell (Joey Cassidy), Sam Worthington (Nick Cassidy), Ed Harris (David Englander), Kyra Sedgwick (Suzie Morales), Edward Burns (Jack Dougherty), Anthony Mackie (Mike Ackerman), Genesis Rodriguez (Angie), William Sadler (Valet)
Regie: Asger Leth
Drehbuch: Pablo F. Fenjves


Inhalt

Der ehemalige Polizist Nick Cassidy steht auf dem Fenstersims eines Hochhauses und möchte sich hinab stürzen. Polizeipsychologin Lydia Mercer versucht, ihn davon abzuhalten. Doch je länger sich die beiden unterhalten, je mehr keimt der Verdacht auf, dass noch mehr hinter dem angeblichen Selbstmordversuch zu stecken schein.
Shopping-Box
DVDs zu Ein riskanter Plan Amazon-Shop
zum Film
Merchandising zu Ein riskanter Plan Poster & Merchandise
zum Film
Ein riskanter Plan bei eBay Artikel bei eBay
zum Film

Durchschnittliche Redaktionswertung

Ein riskanter Plan hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 74%
Kurzkritik
von Lutz Granert
Wertung von 73 für Ein riskanter Plan

Ein Heist-Movie, der fintenreich ist und endlich mal auf Plausibilität und einfache Tricks und nicht auf Computerhacken und Konstruiertheiten der Marke Mission: Impossible - Phantom Protokoll setzt: das ist Ein riskanter Plan. Ein spannender, psychologisch ausgefeilter und solide gespielter Thriller, der nur selten höher hinaus will als er kann und muss. Und in dieser präzisen, schnörkellosen Schlichtheit, in der Sam Worthington (Kampf der Titanen) die getriebene Hauptfigur spielt, hat er einigen auf Spektakel getrimmten Genre-Kollegen tatsächlich etwas heraus.

Kritik

von Carmen Porschen
Ein riskanter Plan hat eine Wertung von 75%
Mitten im Gewusel der Großstadt New York gerät ein Mann in den Mittelpunkt - indem er auf dem Sims eines Hotels steht und damit droht, zu springen. Mit einem ähnlichen Konzept wie Nicht auflegen! entspinnt der Film Ein riskanter Plan Schritt für Schritt eine vielschichtige Geschichte. Die lebt und punktet vor allem durch Spannung und ein rasantes Tempo. Die Darsteller zeigen ein wirkungsvolles Zusammenspiel. Wehrmutstropfen für Skeptiker: Was sich dem Zuschauer da entfaltet, ist nicht immer völlig ernst zu nehmen und entspringt Drehbuchschreibern, die sich an bekannten Mustern orientierten. Andere Elemente waren so hingegen noch nicht zu sehen und daher ergibt sich insgesamt ein solider Thriller, der zu unterhalten weiß.

Bild aus Ein riskanter Plan Mitten in New York: Ein Mann checkt in ein Hotel ein, er betritt sein Zimmer, bestellt sich wenig später eine warme Mahlzeit. Dann kritzelt er etwas auf einen Zettel, öffnet eines der Fenster des Hotelzimmers und tritt auf den Sims. Unter ihm die dicht befahrene Straße und Fußgänger. Dann entdeckt ihn eine ältere Frau. Was hat er vor? Will er springen, will er sein Leben an diesem Tag beenden? Und wer ist er überhaupt? Damit beginnt der Thriller Ein riskanter Plan und führt den Zuschauer an einen Abgrund, an den Rand eines New Yorker Gebäudes, an dem das Leben des Mannes in dem schicken Anzug nur einen Schritt vom abrupten Ende entfernt ist. Der Originaltitel "Man on a ledge" passt daher deutlich besser als der deutsche, etwas lapidar klingende Name.

Das fehlende Wissen um die Hintergründe wird in diesem Film Stück für Stück serviert und das innerhalb einer rasanten und durchweg spannenden Handlung. Zunächst ein kleiner Rückblick, dann wieder der Wechsel in die Gegenwart. Inzwischen wurde der Straßenabschnitt, auf dem der mögliche Aufprall des "Jumpers" zu erwarten ist, gesperrt. Schaulustige gaffen nach oben, die Polizisten rücken an und die Feuerwehr spannt ein Springkissen auf. Der Mann, um den sich alles dreht, verlangt in der Zwischenzeit nach der Polizistin Lydia Mercer. Kaum da, versucht sie die Beweggründe des Mannes zu ergründen. Warum ausgerechnet sie kommen sollte, fragt sie ihn. Er antwortet: "Weil Sie bekannt sind". Was diese Aussage bedeutet, wird erst im weiteren Verlauf des Filmes klarer. Es zeigt sich, dass mehrere Personen in diese Geschichte verwickelt sind, als anfänglich zu vermuten waren.

Regisseur Asger Leth liefert mit Ein riskanter Plan seine zweite Arbeit hinter der Kamera nach Ghosts of Cité Soleil von 2006. Hierbei handelte es sich allerdings um eine Dokumentation über die Missstände im Elendsviertel Cité Soleil der haitianischen Hauptstadt Port-au-Price. Leths neuer Film hat damit wenig gemein, denn der ist ein Hollywood-Thriller, zum Teil nach bewährten Mustern und mit einigen bekannten Gesichtern. Beispielsweise Elizabeth Banks, bekannt aus Filmen wie 72 Stunden - The next three days oder Der Fluch der zwei Schwestern, Jamie Bell, der kürzlich erst in Jane Eyre mitspielte, sowie Altstar Ed Harris, der schon eine Menge Filme auf dem Buckel hat. Die Stärke des Films liegt vor allem im Aufbau, denn zunächst ist überhaupt nicht klar, warum sich der Mann - wie sich später noch aufklärt, ist sein Name Nick Cassidy - von einem Hochhaus stürzen will. Mit der Aufklärung einzelner Elemente der Geschichte, kommt auch immer mehr Fahrt auf und daher gibt es keinerlei Langeweile.

Auf der anderen Seite bedeutet die Aufdeckung der einzelnen Erzählebenen und deren Verflochtenheit auch, dass der Film eine Richtung bekommt und die schafft es fast zwangsläufig nicht, jedem zu gefallen. Die Geschichte, die hinter dem Ausgangspunkt steht, ist durchaus unterhaltsam und interessant, aber dennoch nicht die originellste und verbunden mit einem Anteil an unrealistischen Elementen. Doch hiervon sei der Spannung wegen nicht zu viel verraten. Die Darsteller spielen gut und dass sich die Hauptfigur fast den kompletten Film hindurch an dem gleichen Platz aufhält, hat sich bereits bei Nicht auflegen! bewährt. Das Konzept geht hier wieder auf, auch wenn die Handlung andere Ausmaße annimmt als in dem Großstadt-Thriller mit Colin Farrell. Das macht den Film Ein riskanter Plan zwar zeitweise auch unrealistisch, aber das kann ja einer ganzen Reihe von Hollywood-Filmen angelastet werden.

Interessant ist aber vor allem die Hauptfigur, übrigens gespielt von Avatar-Star Sam Worthington, bei der lange nicht klar ist, ob sie gut oder böse ist, beziehungsweise was genau ihn zu seinem Handeln treibt. Was den Film darüber hinaus sehenswert macht, sind die beeindruckenden Luftaufnahmen von New Yorker Wolkenkratzern. Dabei wird oftmals mit Nicks Perspektive auf die Straßen der Großstadt gespielt - für Menschen mit Höhenangst sicherlich Bilder, die Gänsehaut verursachen. Der Widerspruch, dass sich Nicks Lage auf engstem Raum weiter verschärft, und gleichzeitig die Geschichte um seine aktuelle Lage immer größere Ausmaße annimmt und immer weiter reicht, macht den Thriller letztlich raffiniert. Das Zusehen macht Spaß und gibt Gelegenheit, selbst Detektiv zu spielen. Das funktioniert am besten, wenn man mit möglichst wenig Wissen um die Handlung in Ein riskanter Plan geht.



Weitere interessante Filme


Leider haben wir derzeit keine Vorschläge zu diesem Film.
Film vorschlagen
 

© 2012 MovieMaze.de