Alien 3 Poster

Film-Seite zu Alien 3
Poster zu Alien 3
Wallpaper zu Alien 3
PDF zu Alien 3

Alien 3

(Alien 3, 1992)

Dt.Start: 03. September 1992
DVD: 25. Mai 2000
Premiere: 22. Mai 1992 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Action, Sci-Fi, Thriller
Länge: 114 min Land: USA
Darsteller: Sigourney Weaver (Ellen Ripley), Charles S. Dutton (Dillon), Charles Dance (Clemens), Paul McGann (Golic), Brian Glover (Andrews), Ralph Brown (Aaron), Danny Webb (Morse), Christopher John Fields (Rains), Holt McCallany (Junior), Pete Postlethwaite (David)
Regie: David Fincher
Drehbuch: Dan O'Bannon, Ronald Shusett


Inhalt

Lt. Ellen Ripley befindet sich nach der Flucht von einem Alien-verseuchten Planeten im Tiefschlaf auf dem Rettungsschiff. Sie ahnt dabei nichts von dem Alien-Ei, aus dem ein Facehugger schlüpft, der das Schiff zur Notlandung auf einem Gefängnisplaneten zwingt. Dort wird eine neue Alien-Kreatur geboren, die ihr Unwesen treibt, während die ausschließlich männlichen Bewohner des Planeten sich gleichermaßen irritiert und angezogen zeigen von der Frau, die sie vor dem mordenden Monster in ihrer Nähe zu warnen versucht. Die Situation eskaliert, als der zuständige Gefängniswärter getötet wird.
Shopping-Box
DVDs zu Alien 3 Amazon-Shop
zum Film
Merchandising zu Alien 3 Poster & Merchandise
zum Film
Alien 3 bei eBay Artikel bei eBay
zum Film
Alien 3 bei Billiger.de Preisvergleich
für den Film

Durchschnittliche Redaktionswertung

Alien 3 hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 59%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Markus Müller
Alien 3 hat eine Wertung von 59%
David Fincher beschrieb die Produktion von Alien 3 als einen einzigen Albtraum und eine 50 Millionen Dollar teure Lehrstunde. Leider merkt man dies dem fertigen Film auch an. Trotz einer wunderbar düsteren Optik und der gelungenen schmutzigen Atmosphäre ist der dritte Teil der Reihe leider deutlich schwächer, als die ersten beiden wirklich großartigen Alien-Filme. Dies liegt besonders an einigen merkwürdigen Handlungsansätzen, die wie aus dem nichts kommen und noch überraschender enden. Auch die platten Dialoge und die unsympathischen, oberflächlichen Figuren können nicht vollkommen überzeugen. Am Ende bleibt ein Film, der für Fans der Reihe trotz Schwächen sehenswert, aber auch enttäuschend ist.

Bild aus Alien 3 Nach den Erfolgen von Ridley Scotts Alien (1979) und James Camerons Fortsetzung Aliens (1986) sollte Alien 3 im Jahre 1992 die Reihe abschließen. Für den Regiestuhl wurde kein geringerer als David Fincher verpflichtet, allerdings war dieser damals nur als Regisseur von Musikvideos zu Songs von Künstlern wie Sting, Roy Orbison, Madonna, Aerosmith und Billy Idol, um nur einige zu nennen, bekannt. Alien 3 war sein erster Spielfilm. Leider konnte er nicht an die großen Erfolge der beiden Vorgänger anknüpfen und erhielt sehr durchwachsene Kritiken. Grund dafür waren unter anderem die laut Fincher katastrophalen Produktionsbedingungen während der Arbeiten an dem 50 Millionen Dollar-Projekt (das Budget sieht man dem Film kaum an). Auch wenn das Endergebnis immer noch ein solider Science-Fiction-Horror-Thriller ist, bleiben dem geneigten Alien-Fan vor allem Schwächen in Erinnerung.

Die Entwicklung der Handlung, beziehungsweise kleinerer Nebenhandlungen, wirkt immer wieder sprunghaft und unausgegoren. Besonders negativ fällt eine angedeutete Sexszene zwischen Ripley und dem von Charles Dance (Ironclad) dargestellten Knastarzt Clemens auf, die überhaupt nicht in den Film passt. Clemens' "Geheimnis", das er im weiteren Verlauf offenbart, ist wenig plausibel geschildert, und so wird die Chance vergeben, die einzige interessante und sympathische Figur neben Ripley mit einem spannenden Hintergrund abzurunden. Auch die Dialoge treffen kaum ins Schwarze. Zwar passt deren Oberflächlichkeit zu den Häftlingen, jedoch wird so auch die Gleichgültigkeit des Zuschauers gegenüber den Figuren verstärkt, was dem Film besonders im Finale, das nicht halb so spannend ist, wie es sein soll, zum Verhängnis wird. Ein noch viel größeres Übel ist der Versuch, krampfhaft religiöse Bezüge in die Handlung, beziehungsweise die Lebenseinstellung der Häftlinge, zu integrieren. Besonders der von Charles S. Dutton (Jacknife) gespielte Dillon, der sich als eine Art Knastpriester mit einer Vergangenheit als Vergewaltiger und Mörder aufspielt, ist extrem nervig. Durch die auch nur teilweise angedeuteten Hintergründe der verschiedenen, glatzköpfigen Charaktere, die allesamt Schwerverbrecher waren, ist es ohnehin nicht besonders leicht, die Figuren ins Herz zu schließen und auf ihr Überleben zu hoffen. Es würde allerdings schon reichen, wenn sie wenigstens interessant wären, doch auch in diesem Punkt scheitert der Film.

Auch das Alien selbst ist nicht so überzeugend wie in Alien oder Aliens. Abgesehen davon, dass es viel zu wenig Screen Time hat, sieht es auch durch die sehr offensichtlichen Animationen oftmals unecht aus. In Hinblick auf die damalige Technik ist das zwar nachvollziehbar, aber in Aliens hatte man die Darstellung der Kreatur, auch in Bewegung, schon sechs Jahre zuvor deutlich besser gelöst. Abgesehen vom Aussehen des Aliens, das in Finchers Film erstmals nicht aus einem Menschen schlüpft, ist es schade, dass man es wie im ersten Film nur mit einer einzelnen Kreatur zu tun hat. Schließlich hatte sich in Aliens besonders der Ansatz, die Ausweglosigkeit durch eine enorme zahlenmäßige Überlegenheit der unheimlichen Wesen zu steigern, bewährt.

Letzten Endes ist es schade um Alien 3. David Fincher bewies in folgenden Werken wie Sieben, The Game oder Fight Club deutlich besser sein Können. Der dritte Teil der Alien-Reihe ist kein schlechter Film, muss sich aber zwangsläufig dem direkten Vergleich zum ersten und zweiten Teil stellen und kann, abgesehen von seiner wunderbar düsteren Atmosphäre, nicht mithalten. Leider überwiegt die negative Kritik zu stark, da Ridley Scott und James Cameron bereits vorgemacht hatten, wie man aus dem Stoff großartige Filme zaubern kann. Wäre Alien 3 der erste Film der Reihe gewesen, würde er in der endgültigen Bewertung sicherlich um einiges besser davonkommen. Für Fans ist Finchers Film natürlich dennoch Pflicht, für alle anderen bietet er immerhin solide Unterhaltung.



Weitere interessante Filme




Film vorschlagen
Alien vs. Predator
Dt. Start: 04. Nov 2004
Vorschlag entfernen
Aliens vs. Predator 2
Dt. Start: 26. Dez 2007
Vorschlag entfernen
Alien - Director's Cut
Dt. Start: 23. Okt 2003
Vorschlag entfernen
Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt
Dt. Start: 04. Juni 1982
Vorschlag entfernen
Aliens - Die Rückkehr
Dt. Start: 13. Nov 1986
Vorschlag entfernen

 

© 2012 MovieMaze.de