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Black Gold

(Black Gold, 2011)

Durchschnittliche Redaktionswertung

60%



Inhalt

Wir befinden uns auf der arabischen Halbinsel, rund um das Jahr 1930. Die beiden Stammesführer Nesib und Amar liefern sich eine riesige Schlacht mit dem glücklicheren Ende für Nesib. Fortan schließen die beiden Reiche einen Friedensvertrag, der die Hoheitsgebiete durch eine Grenze trennt, die keine von beiden Seiten betreten darf. Doch ausgerechnet auf dieser Grenze wird kurz danach das "schwarze Gold" Öl gefunden und der Kampf entbrennt erneut.

Kritik

von Matthias Pasler

Wertung Kritik

78%

Jean-Jacques Annaud ist wahrscheinlich einer der weltweit bekanntesten französischen Regisseure, aber seine Werke fingen sich oft viel Kritik ein. Sein neuer Film steht ganz in der Tradition von großen Abenteuerklassikern und versucht dabei, alles richtig zu machen. Leider gelingt ihm das nur fast.

Bild aus Black Gold Anfang der 30er Jahre in Arabien. Die beiden verfeindeten Stammesfürsten Nessib, Emir von Hobeika, und Amar, Sultan von Salmaah, schließen Waffenstillstand. Als Sicherheitspuffer zwischen ihnen dient ein unbewohntes Wüstenterritorium, der Yellow Belt. Außerdem nimmt Nessib Amars Söhne Saleeh und Auda in seine Obhut, als Garantie, dass Amar ihn nicht angreifen wird. Einige Jahre später wird Öl im Yellow Belt entdeckt. Mit der Aussicht auf Wohlstand für sein Reich bricht Nessib das Abkommen und lässt ein texanisches Unternehmen das Öl abbauen.

Es passieren noch einige andere Dinge, die schließlich die Ausgangslage für die Geschichte schaffen sollen, weswegen es durchaus Zeit braucht, bis Black Gold sein Tempo gefunden hat. Dann aber bietet er gute Unterhaltung in spektakulärem, orientalischem Setting, das Annaud in wirklich schönen Bildern eingefangen hat. Als Kulisse dienten die Wüsten von Katar, die hier erstmals in einem internationalen Filmprojekt solchen Ausmaßes zu sehen sind.

Im Mittelpunkt steht vor allem der altbekannte Konflikt zwischen Tradition und Moderne, besonders im Zusammenhang mit dem muslimischen Glauben. Der junge Auda wird in diesen Konflikt hineingeworfen, der zwischen seinem leiblichen und seinem Ziehvater ausgetragen wird (beide glänzend gespielt von Antonio Banderas und Mark Strong), und muss seine eigene Entscheidung treffen. Diese wird ihm nicht leicht gemacht, da beide Seiten als durchaus zweifelhaft dargestellt werden.

Leider wird dies nicht konsequent genug umgesetzt und die Lösung, die am Ende gegeben wird, stellt einen irgendwie nicht zufrieden. Das ist vor allem ärgerlich, weil der Reifungsprozess des Helden bis dahin sehr glaubwürdig inszeniert wird, was nicht zuletzt Hauptdarsteller Tahar Rahim zu verdanken ist. Der Franzose mit algerischen Wurzeln fiel erstmals in dem Gefängnisdrama Ein Prophet auf, das 2010 unter anderem für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert wurde. Hier geht er seinen Weg vom blassen Bücherwurm zum gefeierten Anführer, und so wenig man am Anfang auch an sein Potenzial glaubt, am Ende hat man diese Zweifel völlig vergessen.

Black Gold ist ein gelungenes Abenteuermärchen über einen Sohn zweier Väter, der ohne es zu wollen zum Helden heranreift. Bilder und Musik erinnern mehr als einmal an den Klassiker Lawrence von Arabien, was vielleicht auch beabsichtigt war. Und auch wenn Annaud mit dem großen Vorbild nicht ganz mithalten kann, langweilig wird es dank talentierter Darsteller und einigen gut gemachten Actionszenen nicht.

Kurzkritik

von Lutz Granert

Wertung Kurzkritik

41%

Jean-Jacques Annaud etablierte sich mit Der Bär und Der Name der Rose als international anerkannter Tier- und epischer Historienfilmer. Doch mit Black Gold, seiner kraftlose wirkenden Antwort auf Leans epochalen Klassiker Lawrence von Arabien, hat er sich gehörig verhoben. Ein grimassierender Antonio Banderas (Die Haut in der ich wohne) mit jovialen Gesten und ein stets streng dreinschauender Mark Strong (Dame, König, As, Spion) spielen blass zwei kontrahierende Sultane, deren Friedensschluss Ölvorkommen auf neutralem Boden dazwischenkommen. Farbenprächtige Kostüme, hübsche Wüstenaufnahmen und ein Schuss Romantik aus 1000 und einer Nacht können dabei nicht von den Untiefen des dramaturgisch altbackenen Drehbuchs, erinnernd an verstaubte Abenteuerklassiker der 50er Jahre, hinwegtäuschen. Plumpe Dialoge, ein biederer Hauptdarsteller (Tahar Rahim, Ein Prophet), mäßige CGI-Effekte und extrem verwackelte, kurze Actionsequenzen ergeben zusammen ein unfreiwillig komisches, ärgerlich aufgeblasenes Abenteuerepos.



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