Ocean's 11 - Frankie und seine Spie▀gesellen Poster

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Ocean's 11 - Frankie und seine Spie▀gesellen

(Ocean's Eleven, 1960)

Durchschnittliche Redaktionswertung

30%



Inhalt

Kaum aus dem Knast entlassen, hat Ganove Danny Ocean bereits wieder eine Idee für einen großen Coup: In der Neujahrsnacht will er Las Vegas' fünf größte Spielcasinos gleichzeitig ausrauben. Für den wagemutigen Plan heuert er zehn Kumpel an, mit denen er im Zweiten Weltkrieg diente, darunter Buddy Sam, Sprengstoffexperte Josh und Ex-Häftling und Elektriker Anthony.

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Ocean's 11 - Frankie und seine Spie▀gesellen

Kritik

von Florian Tritsch

Wertung Kritik

30%

Das Drehbuch folgt zu keinem Zeitpunkt einer erkennbaren Dramaturgie, und Regisseur Lewis Milestone scheint nicht sehr viel von einem adäquaten Inszenierungstempo zu halten. Dies sind natürlich nicht unbedingt die besten Voraussetzungen, um einen filmischen Meilenstein zu schaffen. Doch der, trotz allem, gut aufgelegt Cast um Frank Sinatra und Dean Martin verhindert immerhin, dass Frankie und seine Spießgesellen vollkommen untergeht.

Bild aus Ocean's 11 - Frankie und seine Spie▀gesellen Für seine Shows buchte das Sands Hotel in Las Vegas einige bekannte Sänger wie Shirley MacLaine, Sammy Davis Jr., Joey Bishop, Peter Lawford, Dean Martin und Frank Sinatra. Ursprünglich als Soloprogramme geplant, entwickelten die gut befreundeten Entertainer recht bald gemeinsame Bühnenshows, die neben ihren gesanglichen Darbietungen aus zahlreichen Wortgefechten bestanden.

Diese Mischung kam beim Publikum derart gut an, dass das sogenannte Rat Pack auch außerhalb seiner Bühnenshows Beliebtheit erlangte und durch zahlreiche TV-Auftritte und Tonträger ein fester Bestandteil der damaligen Popkultur wurde. Dieser Hype blieb natürlich auch Hollywood nicht verborgen. Und so dauerte es nicht lange, bis die Showstars erstmals gemeinsam vor der Kamera standen, wenngleich MacLaine hier nicht gerade eine tragende Rolle spielt und nur recht kurz zu sehen ist.

Die Drehbedienungen zu ihrem ersten gemeinsamen Film waren jedoch alles andere als optimal. Denn da die Gruppe für ihre Bühnenauftritte unter Vertrag stand, musste der Drehplan um diese herum geplant werden. Oft kamen die Hauptdarsteller nach ihren Shows ans Set, drehten bis in die frühen Morgenstunden und schliefen dann den Tag über. Wenn die Stars also nicht immer ganz frisch wirken würden, könnte man das durchaus nachvollziehen.

Doch an ihnen liegt es nicht, dass Frankie und seine Spießgesellen nicht wirklich zünden will - das Gegenteil ist der Fall. Dem perfekt harmonierenden und charmanten Cast ist es zu verdanken, dass man dem ansonsten eher wenig gelungenen Film bis ans Ende folgt. Diese eher mäßige Qualität liegt in erster Linie an dem schwachen Drehbuch aus der Feder von Harry Brown und Charles Lederer, deren Handlung nur wenig bis gar nichts mit einer vernünftigen Dramaturgie zu tun hat.

Fast 45 Minuten vergehen, ohne dass wirklich etwas passiert. Danny Ocean, den man in der deutschen Synchronisation in Frankie umbenannte, um schon im Titel Sinatras Beteiligung zu betonen, sammelt hier seine Spießgesellen zusammen, was sich weitestgehend als inhaltsloses Geplauder entpuppt, das nur gelegentlich von dem einen oder anderen Lied unterbrochen wird. Der Handlung oder wenigstens der Charakterisierung der Protagonisten dienlich ist nur sehr wenig davon.

Es stellt sich an dieser Stelle die Frage, warum das Rat Pack nicht einfach allein agiert, sondern eine derart inflationäre Anzahl an Spießgesellen um sich schart, die durch Profillosigkeit und stiefmütterliche Behandlung von Drehbuch und Regie ohnehin völlig austauschbar und 10 Minuten nach Filmende ohnehin vollkommen vergessen sind. Weniger wäre hier in jedem Fall deutlich mehr gewesen.

Doch kurz bevor Regisseur Lewis Milestone (Meuterei auf der Bounty), der von einer temporeichen Inszenierung offenbar so viel versteht wie eine Kuh von der Käseherstellung, auch den letzten Zuschauer ins Reich der Träume gleiten lässt, kommt endlich das eigentliche Thema, der Raub, auf die Tagesordnung. Besser wird es allerdings auch dann nicht. Denn auch dieser geht sang- und klanglos und ohne die kleinste Spur von Spannung über die Bühne.

Dass dem Rat Pack ein halbwegs überzeugendes Drehbuch und ein Regisseur, der sein Handwerk versteht, ausreichen, um einen unterhaltsamen Film abzuliefern, beweist Gordon Douglas' Sieben gegen Chicago eindrucksvoll. Doch Lewis Milestone und seine Drehbuchautoren verschenken hier alle Möglichkeiten, denn Handlung und Regie dehnen eine Geschichte, die allenfalls 50 Minuten abdeckt, auf unerträgliche 127 Minuten aus. So ist Frankie und seine Spießgesellen unterm Strich höchsten etwas für unermüdliche Fans der Entertainergruppe, allen anderen seien die anderen Rat Pack-Filme oder Steven Soderberghs Remake Ocean's Eleven ans Herz gelegt.

Keine weitere Wertung


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