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Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

(The Hunger Games, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

62%



Inhalt

Die Zukunft. Wo früher einmal Nordamerika war, liegen heute die zwölf Bezirke der hyperkapitalistischen Nation Panem. Alljährlich werden dort je ein Junge und ein Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren aus den Bezirken auserkoren, um bei den sogenannten Hunger Games anzutreten. Bei dem mörderischen Überlebenskampf zwischen den mittellosen Jugendlichen, für die als Hauptpreis unermesslicher Wohlstand und vor allem Nahrung für ihre Familien winkt, soll die spröde 16-jährige Katniss teilnehmen. Einer ihrer Rivalen ist dabei ausgerechnet der heimlich in sie verliebte Junge Peeta.

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Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

Kritik

von Kurt Meinicke

Wertung Kritik

74%

Mit Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele kommt bereits einer der am meisten erwarteten Filme des noch jungen Jahres in die Kinos. Tatsächlich wird diese Verfilmung des ersten Teils der Romantrilogie von Suzanne Collins seiner Vorlage größtenteils auch gerecht, und dieser Einstieg wird bei der Zielgruppe sicherlich die Sehnsucht nach mehr wecken können. Betrachtet man diese im Grunde genommen äußerst brutale und nicht ganz neue Geschichte jedoch als eigenständigen Film, muss man doch ein paar Kritikpunkte feststellen, welche nicht unbedingt nötig gewesen wären.

Bild aus Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele Es ist der erste Teil der erfolgreichen und international preisgekrönten Romantrilogie Die Tribute von Panem (OT: The Hunger Games) von Suzanne Collins, welcher nun als Kino-Blockbuster das Erbe von Harry Potter und Twilight antreten soll. Thematisch gibt es zu den genannten Filmreihen allerdings kaum Gemeinsamkeiten, lediglich in Sachen Zielgruppe werden hier in erster Linie ebenfalls Jugendliche und junge (oder jung gebliebene) Erwachsene angesprochen. Doch auch wer sich nicht zu diesen Gruppen zählt, muss sich deswegen nicht gleich abwenden, denn die grundlegende Handlung orientiert sich ganz klar an Filmen wie beispielsweise Battle Royale oder The Running Man mit Arnold Schwarzenegger. Letzterer basiert auf einer Vorlage von Stephen King, welcher unter dem Pseudonym Richard Bachmann wiederum den Roman Todesmarsch verfasste - ein Roman, welcher ebenfalls als Vorbild für Die Tribute von Panem angesehen werden könnte. Es ist, kurz gesagt, für fast jeden Geschmack etwas dabei, und diese Mischung schmeckt alles andere als schlecht.

Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence - Winter's Bone) lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Primrose im Distrikt 12 des totalitär geführten Staates Panem. Als die gerade erst zwölfjährige Prim allen Wahrscheinlichkeitsrechnungen zum Trotz für die jährlichen Hungerspiele ausgelost wird, meldet sich Katniss kurzerhand freiwillig, um ihren Platz einzunehmen. Zusammen mit Peeta Mellark (Josh Hutcherson - Die Reise zur geheimnisvollen Insel) wird sie in das reiche Zentrum namens Kapitol gebracht, wo beide - wie auch die anderen "Tribute" genannten Teilnehmer - für die Spiele vorbereitet werden. Der Zweck dieser Hungerspiele: pure Einschüchterung durch Machtdemonstration. Das Ziel der Tribute: Überleben! Denn erst, wenn nur noch ein Mitspieler am Leben ist, steht der Sieger fest.

Und viel mehr wird an dieser Stelle über den Inhalt nicht verraten.

Der Schreibstil der Bücher zeigt ganz klar, für wen sie geschrieben wurden. Nicht umsonst tritt Katniss Everdeen hier als sechzehnjährige Ich-Erzählerin auf, wobei dies nur in Bezug auf das Alter und nicht das Geschlecht eine gewisse Relevanz erhält. Es handelt sich also nicht um eine verkleidete Teenie-Schnulze, denn eigentlich ist das Gegenteil hier der Fall: Suzanne Collins hat sich eines sehr brutalen und erwachsenen Themas angenommen, und dies in eine jugendgerechte Form verpackt. Allerdings bleibt die ganze Angelegenheit etwas zwiespältig, denn die Härte der Geschichte ist natürlich dennoch vorhanden. Dies stellte nun auch das Team um Regisseur Gary Ross (Pleasantville, Seabiscuit) vor ein Problem, denn wie kann man solch eine Gewalt jugendgerecht bebildern? Zugegeben, dies ist nicht einfach zu bewerkstelligen, doch musste man sich deswegen wirklich einmal mehr für die heutzutage ohnehin schon viel zu oft eingesetzte Wackelkamera entscheiden? Diese in den brutalsten Momenten wirklich extrem verwackelten Bilder mögen dynamisch wirken, aber sie sind einfach auch recht unangenehm. Der Zuschauer bekommt aber dennoch stets irgendwie mit, was ungefähr passiert (einzelne Bilder kann man inmitten dieser Sequenzen doch immer wieder erkennen), und gleichzeitig wird das eigentliche Ziel schlussendlich erreicht: Mann muss schon sehr genau hinsehen, um das Abschlachten auch visuell als solches zu erfassen, und blutige Details gibt es - abgesehen von der einen oder anderen Wunde - natürlich überhaupt nicht zu sehen. Eltern können also beruhigt sein, auch wenn vielleicht trotzdem nicht alle mit der von der FSK erteilten Freigabe "ab 12" einverstanden sein werden, denn schließlich wird hier eine Welt beschrieben, welche nicht für jedes Kind einfach zu verstehen ist.

Ein weiterer Kritikpunkt befindet sich im Erzählfluss, denn viele wichtige Informationen werden in Szenen vermittelt, welche überhastet wirken. Viele Darsteller wirken oberflächlich betrachtet verschenkt, weil sie verhältnismäßig selten zu sehen sind, und man wünscht sich für diesen Einstieg in das zukünftige Amerika alias Panem eine zumindest etwas längere Laufzeit. Trotzdem gelingt es Gary Ross aber, den Zuschauer in den richtigen und wichtigen Momenten zu packen, sodass je nach Person die eine oder andere Gänsehaut entstehen kann. Auch hat man sich nicht nur inhaltlich, sondern auch in Sachen Details erstaunlich nahe am Buch gehalten, was vor allem dessen Fans sicherlich gefallen dürfte. Zwangsläufig mussten ein paar Dinge weichen und einzelne Punkte sind vielleicht ein wenig verdreht, doch, was das angeht, kann man hier nur von einer äußerst gelungenen Übersetzung in die filmische Sprache reden. Des Weiteren war es ein sehr guter Entscheid, die Geschichte nicht aus Katniss' Sicht zu erzählen, denn so bietet der Film eine neue Perspektive, welche den Zugang vor allem für ältere Filmfans erleichtern kann. Doch nicht nur das, denn auf diese Weise kann diese Adaptation neue Einblicke hinter die Kulissen des Kapitols und der Hungerspiele selbst präsentieren, womit sogar Kenner der Materie ein wenig überrascht werden können. Einen Vergleich mit der Vorlage muss Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele also nicht scheuen, und man spürt, dass die Autorin selbst am Drehbuch beteiligt war.

Wie gesagt haben viele Darsteller nur wenige Möglichkeiten, sich richtig zu zeigen, doch bei allen spürt man, dass sie hier unbedingt dabei sein wollten. Als Highlight unter den bekannten Gesichtern sei Woody Harrelson als Haymitch Abernathy (Mentor der Tribute aus Distrikt 12 und selbst ehemaliger und siegreicher Teilnehmer der Hungerspiele) genannt: Er passt in diese Rolle wie angegossen, und als Typ mit harter Schale und weichem Kern gehört er zu den wichtigsten Sympathieträgern des Films. Auch Lenny Kravitz, Donald Sutherland, Wes Bentley (der übrigens eine starke letzte Szene spendiert bekommt) und Toby Jones, um nur ein paar bekannte Namen zu nennen, überzeugen in ihren mehr oder weniger großen Rollen. Sehr großen Spaß macht es auch, Stanley Tucci zuzusehen, wie er sich als Moderator der Hungerspiele in Sachen Selbstinszenierung vollkommen austoben darf. Obwohl Josh Hutcherson zwischendurch seine kleinen Durchhänger (welche nicht sonderlich auffällig sind und auch nur sehr selten vorkommen) hat, so muss man auch den drei wichtigsten Darstellern unter 25 gratulieren, denn Liam Hemsworth (Triangle) füllt seinen eher kleineren Part ebenfalls gut aus, und Jennifer Lawrence weiß offensichtlich ganz genau, was sie tut! Zwar kann es sein, dass ihr manch einer vorwerfen wird, dass ihr Spiel eintönig sei, doch Kenner der Vorlage werden wissen, warum ihre äußere Fassade dermaßen undurchsichtig ist (sie lässt bewusst niemanden in ihr Inneres schauen und setzt deswegen immerzu eine versteinerte Miene auf). Die 22-Jährige trifft mit ihrer Mimik eindeutig den Nerv ihres Charakters, weswegen der einzige mögliche Kritikpunkt darin bestünde, dass man ihr wahres Alter hin und wieder nicht übersehen kann. Auf der anderen Seite passt aber auch das wieder zu einem Mädchen, welches bereits ab dem elften Lebensjahr die Verantwortung für die eigene Familie übernommen hat bzw. übernehmen musste.

Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele lässt sich hin und wieder zu wenig Zeit, weswegen ein paar Dinge etwas zu kurz kommen, und die visuelle Hektik während der Kämpfe ist ein Störfaktor. Ansonsten sind Inszenierung, Ausstattung und musikalische Untermalung jedoch gut bis sehr gut gelungen, und als Verfilmung eines Romans gesehen bleibt das Resultat seiner Grundlage sehr treu. Zwar hätte man sich punktuell noch ein wenig mehr von der Vorlage entfernen dürfen, doch Fans der Trilogie wird dies kaum stören. Nur ahnungslose Kinogänger müssen sich bewusst sein, dass sie sich hier nicht gemütlich zurücklehnen können, und dies nicht nur aufgrund des sehr brutalen Inhalts, sondern weil man wirklich keine Details verpassen darf, wenn man alle Handlungen und Wendungen richtig deuten können will. Am Ende bleiben - wie zu erwarten - ein paar Fragen unbeantwortet und man spürt förmlich, dass es jetzt erst richtig losgehen wird. Ob die weiteren Bücher jedoch auch verfilmt werden, hängt vom Erfolg dieses ersten Teils ab. Eine Hürde, welche dieser gelungene Einstieg problemlos packen dürfte! Und man darf jetzt schon gespannt sein, ob das dennoch eindeutig vorhandene Verbesserungs-Potenzial bei den Fortsetzungen dann vielleicht auch ausgeschöpft wird.

Der Grundstein für eine neue, erfolgreiche (und nicht zuletzt natürlich auch lukrative) Filmreihe wurde gelegt: Fröhliche Hungerspiele! Und möge das Glück stets mit euch sein.

Kurzkritik

von Daniela Panzitta

Wertung Kurzkritik

49%

Mit Die Tribute von Panem wird erneut eine erfolgreiche Buchserie für die große Leinwand verfilmt. Im Vorfeld bereits scharf diskutiert, stellt sich der Film als harmloser dar, als befürchtet. Vor allem wenn man Filme wie Battle Royale oder Death Race kennt, bietet die Verfilmung rund um die "Hungerspiele" in Panem wenig Neues. Leider schwächelt die Geschichte durch einige Ungereimtheiten und wirkt an vielen Stellen zu konstruiert. Auch die ziemlich lange Laufzeit fällt an manchen Stellen negativ auf, da die Spannung nicht über die gesamte Strecke aufrecht erhalten werden kann. Für Kinder ab 12 Jahren ist der Film allein aufgrund seiner Thematik sicherlich mit Vorsicht zu genießen. Doch auch ältere Zuschauer könnten mit der Verfilmung ihre Probleme haben.

Kurzkritik

von Albert Imroth

Wertung Kurzkritik

73%

Viele haben es versucht, Die Tribute von Panem haben es geschafft. Sie sind das nächste große Ding bei den Jugendromanverfilmungen nach der Twilight-Reihe. Obwohl man den Hype, der mit Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele entstanden ist, schon ein wenig in Frage stellt, wenn man sich den Film ansieht. Sicher, es ist eine kurzweilige und unterhaltsame Science-Fiction-Geschichte, die vielleicht an den einen oder anderen bekannten Film erinnert, solide inszeniert und mit einer tollen Jennifer Lawrence in der Hauptrolle. Doch davon abgesehen scheint der Film seinem Ruf nicht ganz gerecht zu werden. Nicht, weil er schlecht ist, sondern nur, weil er nicht so gut ist. Dafür fehlt ihm ganz einfach noch etwas mehr Tiefe. Doch für den ersten Teil einer Reihe kann das nur von Vorteil sein.

Kurzkritik

von Asokan Nirmalarajah

Wertung Kurzkritik

50%

Ausgerechnet eine unfehlbare Auftragsarbeit erwies sich 2012 nach seinen zwei liebevoll geformten, wenn auch überkonstruierten Herzensprojekten Pleasantville (1998) und Seabiscuit (2003) als die finanziell erfolgreichste Regiearbeit des Oscar-nominierten Hollywood-Komödienschreibers Gary Ross (Big, 1988). Die Leinwandfassung des ersten Romans der gleichnamigen Jugendbuch-Trilogie von Suzanne Collins entstand zwar im Fahrwasser des Twilight-Hypes. Doch die unter jungen Leserinnen so beliebte Coming-of-Age-Geschichte einer spröden Heldin, die sich in einer überholten Dreiecks-Liebesgeschichte verstrickt, erfährt hier eine oberflächlich-seichte Bearbeitung vor der Kulisse einer dystopischen Zukunftsvision mit grotesken Kostümen, Frisuren und Ritualen. Inspiriert bzw. hybridisiert aus vielen kulturellen Prätexten, u.a. auch aus Shirley Jacksons herrlich bizarrer Kurzgeschichte The Lottery, unterhält das familienfreundliche Überlebensdrama als kruder Mix aus plumper Mediensatire und schön ausgestatteter Dystopie, aber vor allem als emotionales Identitätsdrama um die resolute Hauptfigur, souverän gegeben von Jennifer Lawrence.



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