|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Ghost Rider: Spirit of Vengeance(Ghost Rider: Spirit of Vengeance, 2012)
| Dt.Start: |
23. Februar 2012
|
 |
Premiere: |
15. Februar 2012 (Belgien) |
| FSK: |
ab 12
|
Genre: |
Action, Fantasy, Thriller |
| Länge: |
96 min
|
Land: |
USA |
|
Darsteller:
|
Nicolas Cage (Johnny Blaze / Ghost Rider), Idris Elba (Moreau), Ciaran Hinds (The Devil), Violante Placido (Nadya), Christopher Lambert (Methodius), Anthony Head (A Monk), Johnny Whitworth (Carrigan / Blackout), Fergus Riordan (Danny Ketch) |
|
Regie:
|
Mark Neveldine, Brian Taylor |
|
Drehbuch:
|
Scott M. Gimple, Seth Hoffman |
|
 Inhalt
Der Teufel sucht eine menschliche Hülle. Er will Besitz von einem zehnjährigen Jungen ergreifen. Die schlimmste Befürchtung von Stuntman Johnny Blaze trifft ein: Er muss sich noch einmal in den Ghost Rider verwandeln, um die böse Macht abzuwehren. Dabei hatte sich Blaze eigentlich in Osteuropa isoliert, um seine verfluchten Fähigkeiten kontrollieren zu können. |  |
|
Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Daniel Licha
Der neue Film der Crank-Regisseure übertrifft den Vorgänger um Längen. Gut, eine große Kunst ist das nicht wirklich, aber ihr eigener, hektischer Stil passt wunderbar auf die Figur des Ghost Rider. Die große Stärke des Filmes ist es jedoch, dass sie Nicolas Cage so richtig von der Leine lassen und der Meister des Overactings einige ganz große Momente zum Grimassenschneiden bekommt. Etwas schade ist allerdings, dass Anthony Head (Giles aus Buffy) und Christopher Lambert (Highlander) so verheizt wurden. Gut ist das Ganze dabei noch lange nicht, nimmt sich aber glücklicherweise nicht so ernst wie sein Vorgänger und macht bisweilen durchaus Spaß; auch wenn das 3D einmal mehr keinen wirklichen Mehrwert geboten hat.
Kurzkritik
von Kurt Meinicke
Auch, wenn es noch immer um Nicolas Cage als Ghost Rider geht, so ist es doch sehr schwer, diesen Film mit seinem Vorgänger zu vergleichen:
Zu verschieden sind die Herangehensweisen und Atmosphären der beiden Filme. Wo der erste Teil noch relativ ernst daher kam, strotzt Ghost Rider: Spirit of Vengeance nur so vor Selbstironie!
Nicolas Cage darf in dem von den Crank-Machern inszenierten Film seine wohl bescheuertesten Grimassen schneiden, und doch passt dies zum Vibe des Films, welcher eine Collage aus Eye Candy, Comic-Stilmitteln und den bisher wohl besten konvertierten 3D-Effekten darstellt. Letzterer macht den im Grunde genommen ziemlich bescheuerten Film - dessen eigentliche Handlung viele Logikfehler beinhaltet und ansonsten kaum bleibende Eindrücke hinterlässt - überhaupt erst sehenswert, und die Herren Neveldine und Taylor holen mit ihrem rasanten Crank-Stil alles aus der leider noch immer umstrittenen Technik heraus. Kurz: So macht 3D Spass! ... und in 2D wäre die Wertung deutlich tiefer anzusiedeln.
Kritik
von Dimitrios Athanassiou
Er ist Marvels dunkelster Held. Ein höllischer Biker, eine Art Mensch-Dämon-Zwitter, der mit den Kräften Luzifers für das Gute kämpft. Das Sequel, das sich anschickt, düsterer und bedrohlicher als sein Vorgänger zu sein, vermag aber hauptsächlich in der neugestalteten Optik des Riders wirklich zu überzeugen. Eine regelrecht nichtvorhandene Story und die konsequente Absenz von Originalität machen den Film zum Fiasko. Gut geklaut und anschließend kräftig verquirlt ergibt noch lange kein ansehnliches Ergebnis.
Einst verkaufte Johnny Blaze seine Seele dem Teufel und erntete nur Leid, bis es ihm gelang, Satan gleichfalls zu übertölpeln und die Kräfte des Riders für sich zu behalten, um sie für das Gute einzusetzen. Ungefähr in der Art endet Ghost Rider, der erste Versuch aus dem Jahre 2007, den dämonischen Biker auf der großen Leinwand zu entfesseln. Die zu cartoonhafte Inszenierung schaffte es allerdings nicht richtig, zu überzeugen. Ein Zuviel an Klamauk, Romanze und - sieht man einmal von der luziferesken Performance von Peter Fonda ab - ein Widersacher, der so bedrohlich wirkte, wie ein Teenie-Band-Member, sorgten dafür, dass diese Adaption in der Kritik und der Gunst der Fans größtenteils durchfiel. Ob es danach eine Fortsetzung geben sollte, insbesondere unter dem Mitwirken von Nicolas Cage, war lange fraglich. Bis sich am Ende doch noch 75.000.000 Gründe fanden, eine Fortsetzung zu drehen, und Cage mit entflammter Murmel wieder über den Asphalt heizen zu lassen.
Diesmal ist irgendwo in Osteuropa eine Teufelsanbeter-Sekte hinter einem Jungen (Fergus Riordan) her, der außerordentliche okkulte Kräfte in sich birgt. Diesen Jungen zu verteidigen, hat sich eine geheime Gemeinschaft von Kriegermönchen geschworen. Den Satanisten unter der Führung ihres Obergurus (Ciaran Hinds) ist das alles Schnuppe; ruck-zuck haben sie sich des Jungen bemächtigt. Jetzt kann nur noch der Ghost Rider helfen. Johnny Blaze lebt allerdings völlig zurückgezogen und möchte auf keinen Fall wieder zum Dämon werden. Moreau (Idris Elba), einem der Kriegermönche, gelingt es, ihn dann doch noch zu überzeugen - schließlich geht es abermals darum, dem Teufel ein Schnippchen zu schlagen - und ab geht die Post.
Na ja, nicht so ganz! Als es hieß, dass die Crank-Macher Mark Neveldine und Brian Taylor die Regie in der Fortsetzung übernehmen würden, keimte etwas Hoffnung auf. Nun, das Positive vorangestellt: Ghost Rider - Spirit of Vengeance verzichtet auf eine lange Einführung und steigt gleich ins Geschehen ein; der Rider sieht zudem nun wirklich halbwegs bedrohlich aus, und die Action ist weniger cartoonhaft, mutet dafür aber andererseits fast schon wie 70er-Jahre-Oldschool-Highwaytrash an. Von der Stimmung her wirkt der Steifen, wie ein ordentlich durchgequirlter Filmcocktail aus Transporter, Mad Max, Highlander: Endgame, garniert mit einer Spur Die neun Pforten. Die Story ist jedoch derart simpel gehalten, dass unglaublich viel Raum im Kopf bleibt, um sich zu fragen, was das alles eigentlich soll?
Selbst wenn man am ersten Teil kein gutes Haar lassen möchte, hatte der wenigstens noch so etwas wie Handlung und ein paar originelle Einfälle. Peter Fonda gab zudem einen fabelhaft süffisanten Luzifer ab, die bezaubernde Eva Mendes ist ohnehin ein wohlgeratener Eye-Catcher und Sam Elliotts Auftritte sind immer irgendwie kultig. Das alles verlieh dem Vorgänger Charme; etwas, was Ghost Rider - Spirit of Vengeance völlig abgeht. Die Figuren, die in der Lage wären, dafür zu sorgen, wie Idris Elba, Ciaran Hinds und sogar Christopher Lambert in einem kurzen Gastauftritt, bekommen viel zu wenig Gelegenheit dazu.
Es drängt sich darüber hinaus auch die Frage auf, inwieweit es Sinn macht, den Rider dämonischer als im Vorgänger zu gestalten, die Action aber extrem unblutig zu halten. Anstatt wie im ersten Teil nur andere Dämonen mit seiner Kette und dem Höllenfeuer zu bekämpfen, wendet er diese Waffen nun auch gegen alle Normalsterblichen an. Das führt dazu, dass der Rider nur piff-paff mit der Kette zuzuschlagen braucht und jeder irdische Bösewicht verdampft auf der Stelle. Das ist so einfallslos wie es langweilig ist. Als wäre das nicht schon nervig genug, wurde obendrein immer reichlich früh weggeschnitten, sodass zu erwarten ist, dass man sich bis zum DVD-Start gedulden darf, möchte man selbst diese entschärfte Action ungeschnitten sehen.
Spaß macht das Ganze nicht wirklich. Das Finale erreicht zudem nicht einmal mehr das Niveau eines ordentlichen B-Movies. Besonders die kollektiven Herbeirufungszuckungen der Teufelsjünger wirken einfach nur grandios lächerlich. Diese (überflüssige) Fortsetzung wertet den ersten Teil sichtlich auf, der insbesondere im Director's Cut viel besser als sein Ruf ist. Es bleibt zu hoffen, dass weitere Ghost Rider-Sequels dieser "Qualität" nicht den Weg in die Kinosäle finden.  Weitere interessante Filme
|
 |
 |
 |
 |
© 2013 MovieMaze.de |
 |
 |
 |
|