Safe House Poster

Film-Seite zu Safe House
Trailer zu Safe House
Poster zu Safe House
Wallpaper zu Safe House
Offizielle Seite
Deutsche offizielle Seite
Charts-Statistiken zu Safe House
PDF zu Safe House

Safe House

(Safe House, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

47%



Inhalt

US-Geheimagent Matt Weston bekommt den Auftrag, Tobin Frost, ein Schwerverbrecher, in einem Safe House in Kapstadt zu beschützen. Dieser wird allerdings von einigen üblen Schergen gejagt, die auch den geheimen Unterschlupf der CIA zerstören. Weston sieht sich gezwungen, den Gefangenen an einem anderen Ort unterzubringen. Doch wie konnte die Gruppe das Geheimversteck ausmachen? Offenbar hat die CIA einen Verräter in den eigenen Reihen.

Kritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kritik

45%

Denzel Washington und Tony Scott, das scheint inzwischen ein kaum zu trennendes Gespann. Bereits eine ganze Reihe Filme haben die beiden gemeinsam abgeliefert, zuletzt Unstoppable - Außer Kontrolle und Die Entführung der U-Bahn Pelham 123. Ein wenig erinnert auch Safe House an die Handschrift Scotts, was mitunter daran liegen könnte, dass stilistisch etwas abgekupfert wurde. Die Handlung dieses auf atemlos getrimmten Agentenstreifens flacht aber trotz kontinuierlich hohen Body Counts bald ab. Und eine schreiend simple Rahmenhandlung, flache Charakterprofile sowie eine unausgegorene visuelle Umsetzung verderben beinahe den ganzen Spaß.

Bild aus Safe House Verantwortlich für Safe House, einen oldschool anmutenden Agenten-Actionstreifen, ist der international eher unbekannte Daniel Espinosa (Easy Money), der sich augenscheinlich gut abgeschaut hat, wie man einen Schauspieler von der Qualität Denzel Washingtons in Szene setzt. Die Chance, dies auch optimal umzusetzen, wurde allerdings vertan. Selbst unter Aufbietung eines weiteren Hollywood-Stars mit Ryan Reynolds gelingt es nicht, die mangelnde atmosphärische Dichte und die flache erzählerische Intensität zu kompensieren. Die Handlung bleibt weitestgehend uninteressant, und das Leben und Sterben der Agenten nahezu steril.

Die zugrundeliegende Story fungiert dabei als ein Rahmenkonstrukt, um das Geschehen überhaupt halbwegs zu legitimieren. In einem sogenannten Safe-House im südafrikanischen Kapstadt, einem Ort, an dem von den Geheimdiensten Gefangengenommene "gelagert" werden, bis sie außer Landes gebracht, übergeben oder sicher weitertransportiert werden können, schiebt der junge US-amerikanische Agent Matt Weston (Ryan Reynolds) Dienst. Seit bereits einem Jahr befindet er sich dort, ohne dass sich Nennenswertes ereignet hätte. Er ist gelangweilt und über die Maßen frustriert. Seine Freundin leidet ebenfalls unter der Situation; sie würde am liebsten mit ihm nach Paris ziehen. Matt hat sich schon mehrfach dorthin beworben, ist aber bisher immer übergangen worden.

Die Situation ändert sich schlagartig, als Tobin Frost (Denzel Washington), ein Ex-CIA-Agent, in dieses Safe-House gebracht wird. Frost ist eine Art Legende: ein Informationsschieber, der an die geheimsten Geheimnisse gelangt und diese meistbietend weiterverkauft. Als er jüngst versuchte, eine Datei mit hochbrisantem Inhalt an den Mann zu bringen, wurde er gefasst. Nun soll Matt eine Weile auf ihn aufpassen, bis Frost der Justiz übergeben wird. Was Matt nicht ahnt, ist, dass eine ganze Reihe von Gruppen hinter Frost und der Datei her sind. Es dauert nicht lange, und Matt findet sich im Dauerfeuer der Angreifer wieder. Das Safe-House ist nicht mehr sicher und Matt muss dafür sorgen, dass Frost überlebt, während ein Haufen hochkarätiger Killer die Jagd auf sie eröffnet hat.

Was auf den ersten Blick rasant und spannend anmuten mag, entpuppt sich stilistisch als altmodisches Actionspektakel mit Übergewichtung von beinahe sinnfrei aneinandergereihten Tötungseinlagen. Das Ganze artet mitunter zu einem Gemetzel um des Gemetzels willens aus, in dem kontinuierlich, ohne mit der Wimper zu zucken, gemordet wird, ohne das die Handlung davon nennenswert profitiert. Der Einsatz einer nervösen Handkamera und eines hastig wirkenden Schnitts beraubt die augenscheinlich an ADHS leidende Geschichte noch weiter in der Qualität der visuellen Gestaltung. Insgesamt bleibt dennoch das leichte Flair eines Bourne Identity-Derivats erhalten, wenn auch von keinem besonders gelungenen.

Dabei hätte es deutlich Potenzial gegeben, aus der Story etwas Brauchbares zu machen. Zu den positiven Elementen gehören sowohl großzügige Panoramaoptiken, welche die ruckelige Gestaltung auflockern und auch ein Stückweit eingefangenes Lokalkolorit, beispielsweise aus Verfolgungsjagden innerhalb der Town Ships. Hätte man sich überdies die Mühe gemacht, den Figuren einen mehr als auf tönernen Füßen stehenden Unterbau zu verleihen und das Geheimnis, das der eigentliche Promotor der Handlung sein sollte, ordentlich auszugestalten, wäre bereits das Niveau eines akzeptablen Agenten-Thrillers erreicht. Angereichert mit ein paar Noir-Elementen und etwas substanziellem Geheimdienst- und Polit-Katz-und-Maus-Spiel wäre möglicherweise sogar ein klasse Film daraus geworden. So ergeht sich aber alles in Gemetzel und final eindimensional-gefälligen Auflösungen, die jede zum Schein vorher eingebaute Doppelbödigkeit wieder jeglicher Bedeutung berauben. Daran vermögen weder Denzel Washington noch Ryan Reynolds etwas zu ändern.

Kurzkritik

von Lutz Granert

Wertung Kurzkritik

49%

In Safe House wähnt man sich von Beginn an in einem Film von Tony Scott: Hohe Farbsättigung und Grobkörnigkeit in den verwackelten Handkamera-Bildern, die stets zu nah dran sind, um so etwas wie Übersichtlichkeit und Orientierung bei den zahlreichen Actionsequenzen zuzulassen. Die Erfüllung dieser Gütekriterien hätte dieser aus etlichen Versatzstücken bestehenden, aber trotzdem spannenden Story um einen abtrünnigen CIA-Agenten (Denzel Washington), seinen Bewacher (Ryan Reynolds) und korrupte Beamten etwas aufgewertet, aber kaum etwas am mediokren Gesamteindruck geändert. Schade, dass ein 85 Mio. Dollar-Budget in diesem zum Teil arg verhackstückt gefilmten und geschnittenen Actionthriller trotz zahlreicher Verfolgungsjagden und etwas Pyrotechnik kaum mehr wiedererkannt werden kann.



Weitere interessante Filme




Film vorschlagen
Salt
Dt. Start: 19. Aug 2010
Vorschlag entfernen
Die Bourne Identität
Dt. Start: 26. Sep 2002
Vorschlag entfernen
Der Mann, der niemals lebte
Dt. Start: 20. Nov 2008
Vorschlag entfernen
Das A-Team - Der Film
Dt. Start: 12. Aug 2010
Vorschlag entfernen
Fast & Furious Five
Dt. Start: 28. Apr 2011
Vorschlag entfernen

 

© 2014 MovieMaze.de