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Project X

(Project X, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

61%



Inhalt

Als seine Eltern wegfahren, sieht Thomas seine große Chance, sich zusammen mit seinen beiden Freunden J.B. und Costa endlich vom Looser-Dasein zu verabschieden. So organisieren sie eine kleine Geburtstagsparty im elterlichen Domizil. Jedoch wird nach kurzer Zeit aus der kleinen Party ein rauschendes Fest mit massenhaft ungeladenen Gästen.

Kritik

von Markus Ostertag

Wertung Kritik

33%

In Zeiten, in denen (öffentliche) Geburtstagsparty-Einladungen per Facebook so ausarten, dass mehrere 1000 Menschen kleine Wohnsiedlungen bevölkern und die Polizei schon am Bahnhof die Anreisenden aufhalten muss, scheint die Idee von Projekt X sehr real. Inwiefern das den Film besser macht, bleibt allerdings fraglich, denn Todd Philipps lässt wirklich nichts aus, was den Streifen hanebüchen erscheinen lässt. Doch vielleicht gerade wegen der wildesten Ideen entlockt Projekt X einem durchaus ab und zu mal ein Schmunzeln.

Bild aus Project X Und hier wären wir wieder, mitten in der Qualitätsdiskussion von Filmen. Projekt X zeigt, dass selbst haarsträubendste Ideen, mit unterdurchschnittlichen Schauspielern und einer so dünnen Geschichte, dass sie als One-Liner durchgeht, dennoch irgendetwas haben kann - abgesehen von Längen. Natürlich darf man kein Meisterwerk erwarten, aber wer würde das ernsthaft tun, wenn die Trailer schon den gesamten Plot umreißen?

Thomas (Thomas Mann) wird 17 Jahre alt und da er und seine Freunde J.B. und Costa nicht gerade zur Beliebtheitselite auf ihrer Schule gehören, bietet sich das Wochenende ohne seine Eltern, die ihren Hochzeitstag feiern, an, um eine Party zu feiern. Diese Party soll ihnen endlich die Tür zu den coolen Leuten öffnen, und deswegen ist vor allem Costa sehr engagiert bei der Organisation. Nachdem anfänglich 50 Leute geplant sind, läuft das Ganze zunehmend aus dem Ruder und Projekt X wird zu einem Main-Event mit rund 2000 Gästen - im Vorgarten, im Haus und im eigenen Pool...

Wer bei diesem Film ernsthaft über Sinn und Unsinn nachdenkt, der hat scheinbar keinen der Trailer gesehen, denn schon dort wird klar, worum es geht: Party! Man muss Todd Philipps durchaus lassen, dass er scheinbar weiß, wie man eine Party zu feiern hat, denn abgesehen von den oft peinlichen (und unbedarften) Aktionen der drei Protagonisten zeigt der Film im Augenzeugenmodus eine der wohl legendärsten Partys, die es je gab - wenn es sie gegeben hätte. Ähnlich wie bei Hangover wird also der Faktor Fremdschämen mit Kopfschütteln und manchmal einem Schuss Schmunzeln kombiniert und schon hat man etwas, dass knapp 90 Minuten über die Leinwand flimmern kann.

Weder die Schauspieler noch sonst irgendetwas ist bei diesem Film besonders hervorzuheben, und das ist der wohl größte Kritikpunkt. Eigentlich hangelt sich der Streifen nur durch eine Aneinanderreihung von unsinnigen, dämlichen und (leider) manchmal witzigen Situationen. Wenn dann die Party wirklich losbricht, ist es wie ein überdimensionales Musikvideo - eigentlich zu wenig für die große Kinoleinwand.

Projekt X wird sicherlich nur diejenigen ansprechen, die auch explizite Zielgruppe sind: Jugendliche und junge Erwachsene, die die legendärste Party aller Zeiten miterleben wollen. Inwiefern man gegen Ende von einem (eventuell beabsichtigten) Lerneffekt sprechen kann, muss wohl jeder selbst entscheiden. Der Streifen selbst ist sehr unnötig - vor allem im Kino - aber wenn man irgendwo mal in den Genuss kommt, dann tut er auch nicht so sehr weh, wie manch anderer Streifen, der sich selbst ernst nimmt.

Kurzkritik

von Matthias Pasler

Wertung Kurzkritik

64%

Eines vorneweg: Es handelt sich bei Project X nicht um einen Film, sondern um ein Experiment. Es wird keine ernstzunehmende Geschichte erzählt, und es werden keine interessanten Charaktere vorgeführt. Man hat hier lediglich das notwendige Minimum an Handlungshintergrund geschaffen, um darauf die größte vorstellbare Party aufzubauen. Gefilmt wurde die dann nicht nur von Regisseur Nima Nourizadeh, sondern von allen möglichen Komparsen und Partyteilnehmern mit verfügbarer (Handy-)Kamera. Das Ergebnis kann überraschenderweise begeistern. Nach dem unglaublich öden Auftakt voller pubertärer Witze, während dessen man sich auffällig oft an Chronicle erinnert fühlt, funktioniert die zentrale Party mit Flashmob-Charakter unglaublich gut. Die Menschen feiern, die Musik hämmert und man selbst ist mittendrin. Dazu gibt es noch ein paar skurrile bis haarsträubende Situationen, die tatsächlich lustig sind, wenn man sie auf der eigenen Geburtstagsfeier auch lieber vermeiden würde. Ein filmischer Meilenstein ist Project X sicher nicht, aber dafür ein echtes Partyerlebnis für den Samstagabend im Kino!

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

86%

Die größte Party aller Zeiten! Basierend auf einer etwas ausufernden Party in Australien entstand dieses Found Footage Werk, das im Grunde nicht mehr zeigt, als die Vorbereitung und Durchführung einer Hausparty epischen Ausmaßes. Wer denkt, dass eine solch einfache Prämisse zu wenig hergibt, um einen kompletten Spielfilm auszufüllen, der irrt gewaltig. Über weite Strecken fängt der Film wunderbar realistisch das Treiben einer solchen Party ein, bis der Bogen dermaßen weit gespannt wird, wie man es den Machern sicherlich nicht zugetraut hat. Getragen wird der Film von seinen sympathischen Hauptfiguren und den unzähligen Sidekicks, die mit ihrer schrägen Art für viele Lacher des Filmes sorgen können. Die große Stärke von Project X ist jedoch, dass man sich als Zuschauer fast schon vor Ort führt. Mittendrin statt nur dabei ist hier ganz klar das Motto. Dass dies so wunderbar gelingt ist neben der Found Footage Inszenierung sicherlich auch dem nahezu perfekten Soundtrack zu verdanken. Project X ist kein Film, er ist eine Party ... und eine, die nie zu Ende gehen sollte. Eine absolute Empfehlung.



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