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Der Lorax

(Dr. Seuss' The Lorax, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

68%



Inhalt

Ted wohnt in Thneed-Ville, einer Stadt, die komplett künstlich geplant und erbaut wurde. Sein großer Plan ist es, herauszufinden, wie er die Liebe und Zuneigung von Audrey gewinnen kann. Ihr größter Wunsch ist es, einmal einen echten Baum zu sehen. Auf der Suche nach Samen trifft Ted auf Once-ler und deckt die Geschichte der kleinen, grimmigen Kreatur Lorax auf.

Kritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kritik

70%

Die Ermahnung in Der Lorax, verantwortlicher mit der einzigen Welt umzugehen, die wir besitzen, ist heute genauso aktuell, wie sie es 1971 war, als die gleichnamige Kindergeschichte erschien. Die Filmadaption dieses Kinderbuchs verpackt diese ökologische Botschaft in knallig buntes Bonbonpapier und präsentiert uns als Idealzustand ein synthetisches Utopia ohne eine einzig echte Pflanze. Der zwölfjährige Ted macht sich darin auf, das Schicksal seiner Plastikwelt zu ändern, mit dem letzten existierenden Baumsamen. Gewinnender Animationsfilm mit unaufdringlichem pädagogischem Charakter und einem kauzigen, gelben, charmanten Griesgram als Mahner.

Bild aus Der Lorax Um das Warten auf Ich - Einfach unverbesserlich 2 zu verkürzen, kredenzen uns die Macher von Ich - Einfach unverbesserlich zwischendurch eine weitere gelungene Kinderbuchadaption von Theodore Geisel (Dr. Seuss). Diese steht den vielen anderen Filmadaptionen wie Der Grinch oder Horton hört ein Hu! des hierzulande weniger bekannten Autors in nichts nach. Allen gemeinsam ist der etwas eigentümliche Charme, der zwischen schrullig bis leicht psychedelisch changiert, sowie der schräge Protagonist. In Der Lorax handelt es sich dabei um ein mystisches Wesen, das an einen Käse-Erdnussflip mit walrossartigem Oberlippenbart erinnert.

Das sterile Plastik-Utopia Thneedville ist die Heimat des zwölfjährigen Ted (Originalstimme Zac Efron). Echtes pflanzliches Leben oder gar Bäume finden sich dort nicht. Alles Grün ist nicht mehr als Attrappe. Außen vor der Stadt findet sich nichts weiter als eine öde und kahle Einöde, in der der merkwürdige Once-ler (weckt starke Assoziationen an den Grinch) haust. Um seiner Herzallerliebsten ihren sehnlichsten Wunsch, einen echten Baum zu sehen, zu erfüllen, begibt sich Ted zu diesem seltsamen Gesellen, um zu erfahren, was aus dem einstigen Wald wurde. Daraufhin erfährt er die traurige Geschichte, wie es zur Abholzung der kunterbunten Truffula-Bäume kam, die anstelle von Ästen und Blättern eine zuckerwattenartige farbige Krone trugen. Es gibt allerdings noch Hoffnung; ein Baumsame existiert noch. Damit ließe sich vielleicht alles wieder zum Guten wenden. Doch der skrupellose Stadtherr O'Hare, der in seiner Profitgier nicht einmal davor zurückschreckt, Frischluft in Flaschen zu verkaufen, setzt alles daran, dies zu verhindern.

Der "grüne Charakter" des Films ist unübersehbar. Die Mahnung, mit den Ressourcen unseres Planeten verantwortungsvoll umzugehen, überdeutlich. Und die Funktion des Mahners übernimmt im Film ein kauziges, kleines, gelbes Etwas mit Riesen-Oberlippenbart und leicht grantigem Charakter. Die Botschaft wird aber nie aufdringlich und eher mit Optimismus als mit jedweder Form von Ökofanatismus vermittelt. Schließlich ist selbst der Lorax kein Heiliger. Gesprochen wird diese skurrile Figur im Original und diesmal sogar in der deutschen Synchronisation, von keinem geringerem als Danny DeVito, der beim Einsprechen ins Deutsche gar nicht recht wusste, was er das redete, die Aufgabe aber hervorragend bewältigte. Mit seinem amerikanischen Akzent, der immer wieder durchscheint, verleiht er der Figur des Lorax zudem ganz grandios eine eigenständige Aura.

Die Optik, der farbenfrohe Comic-Charakter sticht eindeutig hervor, liefert jedoch visuell vergleichsweise wenig Spektakuläres. Obschon alles schön gefällig ist und es durchaus gelungene 3D-Sequenzen gibt sowie wilde "Kamerafahrten". Anders aber als beispielsweise beim letzten Pixar-Abenteuer Merida wartet Der Lorax mit allem anderen als fotorealistischen Landschaften auf. Unverkennbar schimmert bei dieser Bonbon-Menagerie (als Vorlage dienten Dr. Seuss' eigene Illustrationen für sein Kinderbuch) ein wenig der Zeitgeist des Originals durch, das 1971 veröffentlicht wurde. Dieses pastellfarbene Potpourri erinnert deshalb nicht von ungefähr bisweilen an ein halluzinogenes Happening; was sich nahtlos in die Kapitalismus-Raffgier-Kritik einfügt, die zwar zeitlos ist, aber in den 60ern/70ern zum ersten Mal lauthals öffentlich formuliert wurde.

Mit solchen Gedanken brauchen sich die Lieben kleinen aber nicht zu belasten, schließlich wurde der Film für sie gemacht. Deshalb findet sich neben dem oft griesgrämigen Lorax auch noch eine kleine Armada niedlicher Randfiguren, wie die glotzäugigen Miniaturbären. Der Humor kommt natürlich ebenfalls nicht zu kurz und eine ordentliche Portion turbulenter Action lässt darüber hinaus keine Langeweile aufkommen. Damit avanciert Der Lorax zu einem vergnüglichen Animationsabenteuer für die ganze Familie.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

65%

Bunt, schmalzig, moralgetränkt und dennoch ein durchaus amüsanter Spaß für die ganze Familie. Die Verfilmung des Lorax, nach Vorlage von Dr. Seuss, gefällt vor allen Dingen durch seine knallbunte Optik und die krative Bebilderung der Szenerie. Viel Witz ist nicht vorhanden, dafür bekommt der Zuschauer einige eingängige Ohrwürmer geboten und eine ordentliche Geschichte, die jedoch ein wenig zu sehr den Zeigefinger anhebt. Größten Respekt muss man auch für die Synchronleistung Danny DeVitos aufbringen, der in der deutschen Fassung eine überraschend gute Aussprache hinbekommt, die zugegebenermaßen an einen deutschsprechenden Niederländer erinnert, man aber so von einem Mann, der keinerlei Deutschkenntnisse beseitzt, nicht erwarten konnte. Wer kurzweilige Unterhaltung für die ganze Familie sucht, der wird sich durchaus unterhalten fühlen, auch wenn die Zielgruppe klar die ganz Kleinen sind.



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Ich - Einfach Unverbesserlich
Dt. Start: 30. Sep 2010
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Ratatouille
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