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Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen

(Mirror, Mirror, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

57%



Inhalt

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer kennt die Geschichte von Schneewittchen noch nicht ganz? Das arme Kind wird ohne wirklichen Grund von einer bösen Königin in einen finsteren Wald geworfen, wo ein schreckliches Monster schon auf sie wartet. Und das nur, weil der krude Zauberspiegel der Regentin nicht bescheinigen will, dass sie die Schönste im ganzen Land ist, sondern besagte Stieftochter. Aber das Mädchen hat Glück, denn sieben kleine Männer haben mit der herrschenden Tante auch noch ein Hühnchen zu rupfen.

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Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen

Kritik

von Matthias Pasler

Wertung Kritik

57%

Es gibt so Filmprojekte, da setzt man schon bei der ersten Ankündigung intuitiv ein dickes Fragezeichen drunter. Manche davon schaffen es in der Folge, durch erste Bilder oder Preisgabe einzelner Ideen doch noch so etwas wie Interesse oder zumindest Neugier zu erwecken. Doch nur ganz wenigen dieser fragwürdigen Werke gelingt dann tatsächlich ein echter Überraschungserfolg. Diese "wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen" ist keines davon.

Bild aus Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen Es war einmal ein friedliches Königreich, in dem alle Menschen glücklich waren. Eines Tages verschwand der König dieses Reiches und ließ seine wunderschöne Tochter Schneewittchen mit ihrer Stiefmutter, der schönen wie bösen Königin allein zurück. Die Königin nutzte die Situation aus, sperrte das Mädchen ein und übernahm die Herrschaft über das Land, das von nun an nie mehr glücklich werden sollte. Schneewittchen aber wuchs trotz ihrer Gefangenschaft zu einer schönen jungen Frau heran, die der Königin immer mehr ein Dorn im Auge war.

In diesem Jahr haben wir das zweifelhafte Vergnügen, das klassische Märchen gleich zweifach neuverfilmt im Kino zu sehen. Bis zur düsteren Actionvariante Snow White and the Huntsman müssen wir uns noch etwas gedulden, aber demnächst liefert uns Krieg der Götter-Regisseur Tarsem Singh schon einmal die bunte Komödienversion. Singh erregte mit seinem Regiedebüt The Cell vor elf Jahren vor allem wegen der starken Bilder viel Aufsehen. Diesen besonderen visuellen Stil überträgt er nun auch in seinen Märchenfilm und kreiert damit ohne Zweifel einen Augenschmaus. Von den Kulissen über die Kostüme bis hin zu den Effektaufnahmen ist Spieglein Spieglein schön anzusehen und bildet damit irgendwie das rosa Gegenstück zu Singhs Erstling. Besonders muss man aber die animierte Prologsequenz hervorheben, die für sich ein echtes kleines Meisterwerk geworden ist. Wenn der Film danach ins Reale springt, kann man gar nicht anders, als ein wenig enttäuscht sein. Es überrascht fast, dass bei dem teilweise wirklich fragwürdigen 3D-Angebot (Saw 3D - Vollendung, Titanic 3D) so ein Film klassisch zweidimensional unters Volk gebracht wird.

Wirft man einen Blick auf die Besetzung, gibt es erste Minuspunkte. Lily Collins ist allerdings keiner davon. Die britische Jungschauspielerin, die erstmals an der Seite von Sandra Bullock in The Blind Side auffiel, sieht kurz gesagt genauso aus, wie es Schneewittchen tun sollte. Dazu spielt sie die Figur auch mit merklicher Freude und Hingabe. Bereits aufkommende Vergleiche mit Audrey Hepburn sind nicht unberechtigt. Mit Armie Hammer (spielte die Winklevoss-Zwillinge in The Social Network), Nathan Lane (The Producers) und Sean Bean (Der Herr der Ringe-Trilogie) gibt es bis in die Nebenrollen Talent zu sehen, und auch unter den Zwergen finden sich mit Jordan Prentice (Brügge sehen ... und sterben?) und Martin Klebba (Fluch der Karibik-Reihe) bekannte Gesichter. Eher eine Enttäuschung ist dagegen Julia Roberts. Schon vor Monaten wurde sie groß als die böse Königin angekündigt, doch ihre Performance ist leidlich mitreißend. Sie bleibt ganz einfach Everybody's Darling und hat wohl auch wegen des Komödiencharakters nur wenige Chancen, ihre Boshaftigkeit über ein arrogantes Grinsen hinauszutragen.

Die wirklichen Probleme des Films liegen aber in der Erzählung. Einerseits hat man sich hier darauf verlassen, dass jeder Kinogänger die Geschichte kennt und man nicht viel Inhalt erzählen muss, andererseits hat man der Neuinterpretation wegen ein paar Elemente hineingebracht, die von unnötig bis öde reichen. Das Ergebnis kann man irgendwo zwischen Tim Burtons Alice im Wunderland und Verwünscht einordnen. Die eine oder andere Idee mag durchaus kreativ sein, der eine oder andere Witz auch tatsächlich lustig, aber wirklich gutgelaunt ist man bei Schneewittchens abschließender Bollywood-Performance nicht, und wenn sie noch so lange glücklich leben.

Keine weitere Wertung


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