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Ghost Ship

(Ghost Ship, 2002)

Dt.Start: 23. Januar 2003 Premiere: 22. Oktober 2002 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Abenteuer, Horror
Länge: 90 min Land: USA
Darsteller: Gabriel Byrne (Murphy), Julianna Margulies (Epps), Ron Eldard (Dodge), Desmond Harrington (Ferriman), Isaiah Washington (Greer), Alex Dimitriades (Santos), Karl Urban (Munder), Emily Browning (Katie), Francesca Rettondini (Francesca), Boris Brkic (Chief Steward), Robert Ruggiero (Captain)
Regie: Steve Beck
Drehbuch: Mark Hanlon, John Pogue


Inhalt

40 Jahre nach seinem mysteriösen Verschwinden taucht der italienische Luxusdampfer "Antonia Graza" vor der Küste Alaskas urplötzlich wieder auf. Unter der Leitung von Mauren Epps macht sich eine Bergungstruppe auf den Weg, das Schiff aufzuspüren und an Land zu bringen. An Bord des Schiffes muß das Team jedoch feststellen, daß jenes durchaus nicht herrenlos ist.
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Kritik

Ghost Ship hat eine Wertung von 24%
Unspektakulärer Horrorthriller bei dem ein Bergungsteam auf einen seit 40 Jahren verschwundenen Luxusliner stößt und dort von Geistern nach und nach dezimiert wird.

Bild aus Ghost Ship Nach den beiden Horrorthrillern House on Haunted Hill und 13 Geister macht die Produktionsgesellschaft Dark Castle Entertainment, hinter der sich Regisseur Robert Zemeckis (Verschollen), Produzent Joel Silver (Matrix) und Gilbert Adler verbergen, das viertelte Duzend voll. Das Resultat dieser Bemühungen ist wieder ähnlich Banane und trägt sich auf dem verrosteten und verlassenen Luxusliner Antonia Graza zu. Das 1962 verschollene Schiff taucht in der Gegenwart plötzlich wieder auf und wird von Kapitän Murphys Bergungscrew entdeckt. Die sechsköpfige Crew und der Pilot Jack Ferriman, der Murphy mit seinem Tipp auf die Antonia Graza aufmerksam machte, betreten also die alte Rostlaube und suchen nach irgendetwas Wertvollem. Mit der Zeit wird klar, dass mit dem verlassenen Schiff irgendetwas nicht stimmt: die Funkgeräte versagen, es tauchen Geister auf und man hört seltsame Stimmen...

Regisseur Steve Beck wählte für den Film einen recht verheißungsvollen Beginn und entführt uns ins Jahr 1962 auf die Antonia Grazer. Die ausgelassenen Gäste vermitteln ein bisschen Traumschiff-Flair, bis die gute Stimmung, sagen wird mal, durchschnitten wird. Das kennen wir ja schon von den 13 Geister, auch da hatte Steve Beck große Freude am Hälfteln. Nach diesem einschneidenden Erlebnis geht es dann ab in die Gegenwart und zum lustigen Gruselspaß. Das Ganze geht aber eher unspektakulär und vor allem unbefriedigend von statten. Über weite Strecken plätschert der Film ereignislos über die rostigen Planken, bis dann kurz vor Ende das große Abmurksen ins Haus steht. Eingeleitet wird der Weg zur Schlachtbank durch einen stylisch inszenierten Rückblick auf die Ereignisse von 1962, der einem die Auflösung der Geschichte regelrecht hinrotzt.

Wer sich also profilaktisch schon die Windel seines kleinen Geschwisterchens unter den Nagel gerissen hat, kann sie dem kleinen Bälger ruhig wieder zurückgeben, denn beim Ghost Ship macht man sich vor Angst wahrlich nicht in die Hose. Außer ein bisschen Geister-BuhBuh, zufallenden Türen und ein paar Wasserleichen ist kaum was zum Gruseln geboten. Nicht einmal die vom Rost gezeichnete Antonia Grazer wirkt in irgendeiner Weise schaurig. Nachdem sich der Film weitestgehend schockfrei und entspannt genießen lässt, kann man sie Handlung auf der Zunge zergehen lassen. Dabei muss man leider feststellen, dass sich unsere beiden Gourmet-Drehbuchautoren ein wenig in der Kombüse verlaufen haben und uns quasi Schweinswürstel mit Vanillesauce servieren. Denn warum spielt der Film auf einem abgewrackten Ozeandampfer, wenn des Rätsels Lösung absolut überhaupt reingarnichts mit einem Schiff, dem Meer oder irgendwas Nautischem zu tun hat. Aber gut, es sollte halt ein grusliger Schauplatz her und nachdem Gebäude schon ausreichend bespukt wurden, ging man halt auf See.

Auf die schauspielerischen Leistungen muss man an dieser Stelle auch nicht näher eingehen, denn außer ein bisschen verängstigt schauen und ein paar Dialoge auf Soap-Niveau abspulen, war bei Ghost Ship nicht viel zu leisten. Auch im punkto Zielgruppe steuert die Antonia Grazer ein wenig am Ziel vorbei, denn für eingefleischte Fans des Genres ist der Film einfach zu waschlappig. Von siedender Spannung, aus dem Sitz reißenden Schockeffekten und gut durchdachter Handlung kann leider auch nicht die Rede sein, weshalb man das Ghost Ship vom Luxusliner zum knallroten Gummiboot degradieren muss.

von Thomas Straßer


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