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Goon

(Goon, 2011)

Durchschnittliche Redaktionswertung

66%



Inhalt

Prügeln kann sich jeder, aber Doug Glatt kann es so gut, dass er von einem Eishockey-Team unter Vertrag genommen wird. Trotz fehlender Erfahrung wird er in Gestalt des "Enforcer" zum Rächer auf der Eisfläche oder ungeschönt ausgedrückt, zum Prügelknaben der Mannschaft, der sich wöchentlich mit dem jeweils nächsten Gegner schlägt. Das funktioniert auch einige Zeit, bis schließlich Ross Rhea die eisige Bühne betritt, der ebenfalls sehr gut mit seinen Fäusten umgehen kann.

Kritik

von Daniel Licha

Wertung Kritik

66%

Prügelnde Eishockeyspieler scheinen im amerikanischen Raum keine Seltenheit zu sein, und ihre Duelle werden von den Medien geradezu zelebriert. Zeit also, dieser Thematik einen Film zu widmen. Dabei überrascht vor allen Dingen die Herangehensweise, dass die Hauptfigur im Grunde eine liebenswürdige Person ist, die nur ihrer Profession nachgeht und privat ruhiger kaum sein könnte. Die auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte bietet letzten Endes vor allen Dingen eines: kurzweilige Unterhaltung.

Bild aus Goon Schauspieler und Autor Jay Baruchel war sich sicher: Es ist viel zu lange her, dass der Zuschauer eine Eishockeykomödie zu Gesicht bekam, und so begann er mit Superbad-Autor Evan Goldberg ein Drehbuch zu schreiben. Dieses basiert auf dem Buch Goon: The True Story of an Unlikely Journey into Minor League Hockey und zeichnet die Geschichte eines prügelnden Eishockeyspielers mit Herz.

Für viele ist Doug Glatt die perfekte Definition eines Losers. Keine Freundin, ein Job als Türsteher einer Bar und auch sonst nicht gerade die hellste Leuchte. Das ändert sich schlagartig, nachdem er als Zuschauer eines Eishockeyspieles einen sogenannten Goon zu Boden prügelt. Schnell wird Doug ins Team aufgenommen; ohne dabei selbst je auf Schlittschuhen gestanden zu sein. Seine Aufgabe ist es, den Stars den Rücken frei zu halten und den Gegnern nett ausgedrückt eine aufs Maul zu geben. Kaum hat er erste Erfolge im Sport zu verzeichen, verliebt sich der an sich liebenswürdige und ruhige Doug ausgerechnet in eine vergebene Frau.

Der große Clou von Goon ist seine Hauptfigur, denn nur weil ein Mann seine Gegenspieler zu Brei prügelt, muss dieser kein schlechter Mensch sein. So ist Doug eine herzensgute Figur und damit so wunderbar gegensätzlich zu seiner beruflichen Profession. Zwar mag an der ein oder anderen Stelle ein roter Faden fehlen und die großen Lacher weitestgehend ausbleiben: Der Film selbst jedoch bleibt immer sympathisch, kann sowohl in den lustigen als auch den romantischen Momenten überzeugen und hat wie die Hauptfigur das Herz am richtigen Fleck.

Die Hauptrolle mit Stifler Seann William Scott zu besetzen, ist ebenfalls ein cleverer Schachzug. Spielt er in den meisten Filmen gerne eine Rampensau, darf er sich hier wunderbar zurückhalten und überzeugt vor allen Dingen in den ruhigen Momenten des Filmes. In den Nebenrollen überzeugen können zudem die wie immer wunderbare Alison Pill und Dougs Gegenstück, gespielt von Liev Schreiber. Einzig Drehbuchautor Jay Baruchel hat sich nicht wirklich einen Gefallen getan, denn seine Figur ist die große Nervensäge und damit gleichzeitig auch einer der großen Schwachpunkte von Goon - Kein Film für Pussies.

Auch wenn der Film nur selten einen wirklichen roten Faden aufweist und munter zwischen den Genres umher springt: Michael Dowses Werk ist so sympathisch, dass man über einige Schwachpunkte leicht hinwegsehen kann. Unterm Strich sicherlich kein Film, den man unbedingt gesehen haben müsste, aber kurzweilige Unterhaltung sollte zumindest garantiert sein.

Keine weitere Wertung


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