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Shootout - Keine Gnade

(Bullet to the Head, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

73%



Inhalt

Es ist persönlich! Sogar so persönlich, dass sich ein New Yorker Polizist, um den Mord an seinem Partner aufzuklären, mit einem Auftragskiller aus New Orleans einlässt. Denn der hat genau den gleichen Feind wie der Polizist und auch das gleiche, sehr persönliche Problem, da auch des Killers Partner umgebracht wurde. Und so jagen der Polizist und der Auftragskiller auf der Suche nach Rache gemeinsam denselben Feind von New Orleans bis nach Washington.

Kritik

von Markus Müller

Wertung Kritik

75%

Mit einer hauchdünnen Story als Vehikel für einen Action-Film im Stile der 80er ballert sich Sylvester Stallone einmal mehr über die Leinwand. Der kurzweilige Streifen macht durchgehend Spaß und kann trotz einiger Ungereimtheiten und dem Ausbleiben von Überraschungen ausgezeichnet unterhalten. Vor allem für Stallone-Fans ist Shootout also ein Muss!

Bild aus Shootout - Keine Gnade Sylvester Stallone ist einmal mehr zurück. Nachdem er schon in den beiden Expendables-Filmen ordentlich aufräumte, kommt er nun mit Shootout in einem kleineren Actionstreifen wieder auf die Leinwand, um Fans bleihaltiger 80er-Jahre-Action zu beglücken. Wie gewohnt - und seit einigen Jahren auch nicht mehr anders möglich - selbstironisch, mimt Stallone dabei einen sympathischen Killer, der nur die bösen Jungs abknallt und Frauen und Kinder natürlich verschont.

Die Story ist zweckmäßig und hauchdünn. Das ist für einen solchen Unterhaltungsfilm nicht weiter tragisch, allerdings gibt es dabei einige Ungereimtheiten: So fragt man sich, wann man denn endlich auch in Hollywood begreift, dass erstens vertrauliche Daten nicht ohne Kopie auf USB-Sticks umher getragen werden und es zweitens nicht sonderlich sinnvoll ist, wenn das Hauptanliegen der Gangster die Wiederbeschaffung eines Sticks ist, von dem ohnehin jeder, der ihn einmal für ein paar Stunden besessen hat, Kopien ziehen kann.

Doch es wäre unsinnig, einen Actionfilm wie Shootout wegen "IT-Problemen" abzuwerten. Wir reden hier schließlich von einem Film, bei dem die Gegner auch nach Schüssen in die Brust oder Messerstichen in die Kehle noch einmal aufstehen, um weiterzukämpfen, und die Helden fast schon unverwüstlich sind. Irgendwie ist es ja auch ganz charmant, dass ein Film der alten Schule von einem Action-Regisseur von gestern wie Walter Hill (Red Heat, Nur Noch 48 Stunden) nicht so mit der Zeit geht und die Spielregeln der Moderne nicht ganz beachtet.

Störender hingegen ist Stallones Filmpartner Sung Kang (War), dessen Figur Taylor Kwon (herzlichen Glückwunsch für diese großartige Namensschöpfung) an der Seite von Stallones Jimmy Bobo der klassische, hochmotivierte Grünschnabel aus einer jüngeren Generation ist. Dieses Konzept ist nicht nur ausgelutscht, sondern im Falle von Kwon oft einfach nur nervig. Teilweise sind die Sticheleien der beiden Protagonisten für den ein oder anderen guten Spruch gut, manchmal erschöpfen sie sich jedoch in platten Asia-Klischees. Recht witzig ist Christian Slaters (True Romance) Nebenrolle als schmieriger Anwalt mit Hang zu illegalen Machenschaften Marcus Baptiste. Seine Screentime fällt verhältnismäßig kurz aus, doch Slater erweist sich als Idealbesetzung, macht er doch in Filmen seit jeher immer dann die beste Figur, wenn er ordentlich was abbekommt. Schwieriger ist es da schon mit dem aus dem Conan-Remake bekannten Jason Momoa, der leider einfach nur ein eindimensionaler Bösewicht ohne besondere Präsenz ist. Im gelungenen Endkampf darf er dann jedoch zeigen, was er kann, und macht mangelndes Charisma zumindest teilweise durch seine athletischen Fähigkeiten wieder wett.

Die One-Liner, die Jimmy Bobo immer wieder rausschmettert, sind meist recht witzig und unterhaltsam und passen wunderbar zu der übertrieben comichaften und äußerst kopfschusslastigen Inszenierung dieser Adaption eines französischen Comics. Zweifellos hat Shootout einige Schwächen, doch erfüllt er am Ende dennoch die Erwartungen aller, die vor allem eines sehen wollen: einen unterhaltsamen und charmanten Actionfilm mit Altstar Sylvester Stallone.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

70%

Nach dem eher mittelprächtigen Trailer überrascht uns Walter Hill mit einem durchaus gelungenen Actioner. Shootout - Keine Gnade wirkt dabei so, als wäre er Ende der 80er oder zu Beginn der 90er gedreht worden. Mit viel altmodischer, bodenständiger Action wird hier ohne Rücksicht auf Verluste geschossen, geprügelt und dabei immer wieder ein cooler Spruch rausgehauen. Die vielen Seriendarsteller legen zudem eine hohe Spielfreude an den Tag, die Musikuntermalung rockt gewaltig und aufgrund der doch recht harten Erzählweise ist es schon eine Überraschung, dass der Film mit einer FSK 16 durchgewunken wurde. Trotz Stallones hohem Alter bleibt das Ganze weitestgehend glaubwürdig, und auch ohne eine groß ausgefeilte Geschichte kann der Zuschauer hier kurzweilig gut unterhalten werden. Wer Old School Action mag, der kann mit einen Ticket für diesen Film kaum etwas falsch machen ...

Kurzkritik

von Michael Schmidt

Wertung Kurzkritik

80%

Sly is back in action! Und das macht er ausgesprochen gut. Im Gegensatz zu anderen Kollegen seines Alters, hat es Sylvester Stallone nämlich geschafft, sich altersgemäße Rollen zu suchen und weiterhin im Kino vertreten zu sein. Bei Shootout tut er sich mit einem anderen Veteran des Genres zusammen. Auf dem Regiestuhl sitzt nämlich Walter Hill, der auch für einige Klassiker des Männerfilms verantwortlich zeichnet. Die Zusammenarbeit lässt dabei einen äußerst gelungenen Old-School-Actioner entstehen, der vor allem durch seine Stimmung glänzt. Mit Anleihen beim Film-Noir lässt uns Hill in die Welt der Auftragskiller eintauchen, in der die Kämpfe noch ruppig sind und schon beim Zuschauen wehtun. Das ergibt simple, aber auch unterhaltsame Action-Kost, die zudem gekonnt mit ihrem Old-School-Image spielt.

Kurzkritik

von Albert Imroth

Wertung Kurzkritik

73%

The Expendables scheint eine Tür geöffnet zu haben. In einer Zeit, in der das Actionkino laut Regisseur und Hauptdarsteller Sylvester Stallone, viel zu intelligent daherkommt, hat uns das Altherren-Feuerwerk zurück in eine andere Zeit gebombt. Eine Zeit, der Shootout - Keine Gnade tatsächlich noch viel eher entspricht als die entbehrlichen Rentnersöldner. Einfach alles an dieser mit einem furchtbaren deutschen Titel gestraften Adaption der Comic-Reihe "Blei im Schädel" atmet die Achtziger und frühen Neunziger. Das Buddy-Movie-Konzept, das New-Orleans-Setting, die flache Handlung, Christian Slater. Und durch all das stapft ein stoischer Sylvester Stallone, hier einen trockenen Spruch, da ein Schuss aus der Schrotflinte, wie in einer Nummernrevue von einem mit E-Gitarre untermalten Fight zum nächsten. Anstelle von Wendungen oder etwa Überraschungen gibt es eine bis zur Parodie hochzelebrierte Coolness, die einem ein Dauergrinsen aufs Gesicht zaubert. Vielleicht das Zeichen, dass wir immer noch in unserer Zeit leben. Und Stallone schon fast ein Relikt ist.

Kurzkritik

von Lutz Granert

Wertung Kurzkritik

68%

In den 80er und 90er Jahren hatten sie ihre großen Hits: Regisseur Walter Hill u.a. mit Nur 48 Stunden und Last Man Standing, Sylvester Stallone u.a. mit Rambo und Demolition Man. Und so wirkt der Voice Over von dem von Sly verkörperten abgeranzten Kleingangster Jimmy Bobo wie der wehmütige Abgesang auf bessere Zeiten, in denen das Gras grüner, das spritzende Blut roter und die Action noch handgemacht war. Zum Glück geht Hill bei Shootout - Keine Gnade ungleich stringenter der Expendables-Filme diesen Weg weiter, inszeniert bedächtig, aber stilvoll, atmosphärisch mit Mut zur Ruhe. Etwas mehr Oneliner und eine etwas dickere Story hätte es geben können und der Endkampf mit Äxten zwischen Sly und dem charismabefreiten Jason Momoa (Conan) gerät dann doch etwas zu wirr und wackelig fotografiert und geschnitten. Doch bis auf diese verzeihlichen Schwächen ein netter Abgesang auf die Actionfilme längst vergangener Tage mit ihren verblassenden Idolen.



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