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Pierce Brosnan, Halle Berry und Judi Dench sind nur ein paar Namen des Staraufgebots, das sich im neuen Bond-Film die Ehre gibt.
Wie sagte Regisseur Lee Tamahori so schön: "Man muss die Tatsache respektieren, dass sich die Bond-Filme im Grunde nur um Mädels, Kanonen, technische Spielereien und Action drehen." Gerade bei diesem, dem Jubiläums-Bond, scheint diese Vorraussetzung gegeben sein zu müssen, um ein wirkliche Kinoerlebnis zu haben. Oft wurde Stirb an einem anderen Tag schon im Vorfeld mit xXx - Triple X verglichen und doch unterscheiden sich die Filme grundlegend. So hat unser britischer Geheimagent doch mehr Stil und vorallem: Eine Historie! Von einem Film wie xXx - Triple X erwartet man sich nicht mehr, als ein Feuerwerk an Action und Special Effects, von einem Bond schon. Man erwartet, und jetzt kommen wir wieder zum Zitat von Tamahori, eine durchdachte Geschichte, hübsche Bond-Girls, schnelle Autos und auch hier: Action. Doch eben diese Gratwanderung ist oft sehr schwer und macht es zu einer großen Aufgabe einen 007-Streifen zu produzieren.
Pierce Brosnan spielt unseren Doppelnull-Agenten mit fast schon routinemäßiger Präzission und doch ist es diesmal anders, denn er ist nicht nur Geheimagent, sondern auch Mensch. Erstmalig ist James auf sich alleine gestellt und hat nicht MI6 im Rücken. Genau diese Facette macht den Charakter diesmal so schwer und da muß man ehrlich sein: Brosnan meistert die Aufgabe bravourös! Dann dürfen natürlich die Bond-Girls nicht fehlen: Halle Berry und Rosamund Pike. Die eine gerade mit einem Oscar ausgestattet und die andere mit ihrem Leinwanddebüt zeigen sich wie man es von einem Bond-Girl erwartet: Hübsch und sexy. Gerade Halle Berry aber verkörpert eine neue Art von Bond-Girl, das ihr, sehr gut gefällt: "Jinx wirkt sehr stark und mir gefällt die Tatsache, dass sie in der Evolution der Bond-Girls ganz oben steht. Jahr für Jahr wurden sie ein wenig stärker, ein wenig schlauer und Bond ein bisschen ebenbürtiger, ohne jedoch ihren Sex-Appeal zu verlieren. Mittlerweile stehen sie intellektuell und physisch auf einer Ebene mit Bond - und Jinx ist die Krone dieser Entwicklung." Aber nicht nur intellektuell hat Jinx etwas zu bieten, so zeigt sich Halle Berry im knappen Bikini ganz im Stile von Ursula Andress und macht darin eine sehr gute Figur. Weiterhin mit von der Partie sind Toby Stephens und Rick Yune, die die Gegenspieler von 007 darstellen und sich Beide sehr gut in Szene setzen und in die Geschichte einpassen. Auch das MI6-Team vertreten durch Judi Dench und John Cleese, der den verstorbenen Desmond Llewlyn als Q ersetzt, darf natürlich nicht fehlen.
Bisher klingt alles nach einem Erfolg auf ganzer Linie, doch jetzt kommen wir zur Story des Filmes... Sicherlich muß man bei Action-Filmen hier immer ein paar Abstriche machen und darf den Realitätsgehalt nicht in die Wagschaale legen, doch hier übertreiben die Autoren wiedermal bodenlos. Ich will nicht zuviel verraten, daher spare ich mir jetzt Beispiele, aber an manchen Stellen muß man sich das Lachen schon kräftig verkneifen! Hier wäre weniger, mal wieder mehr gewesen und leider zerstört das "schneller, größer, weiter" den Film an manchen Stellen komplett. Sehr sehenswert hingegen sind die Naturkulissen vor denen gedreht wurde: Angefangen in Hawaii bis hin zu Island über Spanien und Großbritanien ist wirklich für jeden was dabei!
Als Fazit läßt sich sagen, dass auch der zwanzigste Bond nicht vollkommen überzeugen kann. Das Team kann sich nicht so recht entscheiden, ob man nun mit einem Film wie xXx - Triple X konkurrieren will oder einfach nur seinen eigenen Stil fährt. Ich bin der Ansicht, dass man den Film auf jeden Fall gesehen haben sollte und das Kinogeld auch nicht zum Fenster rausgeworfen ist (allein Halle Berry ist die Karte schon wert), aber Vorsicht vor zu hohen Erwartungen, denn man kann tief fallen! |