Der Diktator Poster

Film-Seite zu Der Diktator
Trailer zu Der Diktator
Poster zu Der Diktator
Offizielle Seite
Deutsche offizielle Seite
Charts-Statistiken zu Der Diktator
PDF zu Der Diktator

Der Diktator

(The Dictator, 2012)

Dt.Start: 17. Mai 2012 Premiere: 10. Mai 2012 (Dänemark)
FSK: ab 12 Genre: Komödie
Länge: 83 min Land: USA
Darsteller: Sacha Baron Cohen (General Aladeen), Megan Fox, Ben Kingsley, Anna Faris, John C. Reilly, B.J. Novak, Kevin Corrigan (Slade), Jim Piddock, Aasif Mandvi, J.B. Smoove, Bobby Lee (Mr. Lao)
Regie: Larry Charles
Drehbuch: Sacha Baron Cohen, Alec Berg


Inhalt

Der Diktator Admiral General Shabazz Aladeen will die Einführung der Demokratie in seinem Land verhindern. Dafür reist er nach New York, um eine Rede von über 14 Stunden vor den Abgeordneten der UN zu halten. Jedoch wird der Diktator noch vor seinem Auftritt entführt und auf den Straßen New Yorks ausgesetzt. Er versucht trotzdem, seine Rede mit allen Mitteln zu halten und sein Land vor der Demokratisierung zu bewahren.
Shopping-Box
DVDs zu Der Diktator Amazon-Shop
zum Film
Merchandising zu Der Diktator Poster & Merchandise
zum Film
Der Diktator bei eBay Artikel bei eBay
zum Film
Der Diktator bei Billiger.de Preisvergleich
für den Film

Durchschnittliche Redaktionswertung

Der Diktator hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 73%
Kurzkritik
von Daniel Licha
Wertung von 80 für Der Diktator

Wer sich schon für Borat begeistern konnte, der dürfte bei Sacha Baron Cohens neuestem Streich erneut großen Spaß haben. Dabei kennt er einmal mehr keine politischen Grenzen, ist wunderber unkorrekt und liefert erneut Gags am Fließband. Sicherlich sitzt nicht jeder Gag, aber bei einer solchen Dichte ist das nicht weiter schmerzhaft; vor allen Dingen, wenn dann auch noch solche Brüller rauskommen, bei denen man sich kaum mehr einkriegt (Stichworte: Porsche 911, Trashcan, What if the United States had a Dictator). Ein wunderbarer Spaß, den man natürlich, wie jeden Cohen-Film, unbedingt in der englischen Originalversion schauen sollte. Wer schon mit den anderen Filmen von Cohen nichts anfangen konnte, wird auch diesen hier sicherlich eher Aladeen aufnehmen, für den Rest sicherlich eine Aladeen Überraschung und eine echte Empfehlung.

Kritik

von Dimitrios Athanassiou
Der Diktator hat eine Wertung von 65%
Eines muss man dem britischen Komiker und Schauspieler Sacha Baron Cohen lassen: Er ist wirklich ganz schön schmerzfrei. Nach den beiden (Fake-)Dokumentationen Borat und Brüno, welche die US-amerikanische Fremdenphobie, respektive die verklemmte Sexualmoral aufs Korn nahmen, kehrt er nun mit seinem neuerlichen Machwerk Der Diktator zurück, um den Umgang westlicher Gesellschaften mit Diktatoren mit den üblich bizarren Mitteln anzuprangern. Der Wechsel von der Mockumentary zum Spielfilm beraubt den Film aber um einen Großteil seines grotesken Charmes. Und manche Gags wirken inzwischen einfach nur noch abgeschmackt.

Bild aus Der Diktator Nach dem Ende von Schurken wie Saddam Hussein, Osama bin Laden und Muammar al-Gaddafi ist General Aladeen (Sacha Baron Cohen), der Herrscher des Staates Wadiya, der letzte echte Despot. Sein Leben ist nahezu perfekt, er gewinnt die Wettbewerbe bei den selbstausgerichteten Olympischen Spielen - den Wadiya Games - aufgrund überlegener Feuerkraft, lässt alle Störenfriede kurzerhand exekutieren und beglückt jede Nacht die schönsten Frauen der Welt. Die misstrauischen Westmächte machen allerdings Druck, und die stete Forderung der UN, sein (friedliches) Atomprogramm transparent zu machen, nervt eindeutig.

Aus diesem Grund entschließt er sich in die (PR-)Offensive zu gehen und nach New York zu reisen, um dort vor den Vereinten Nationen zu sprechen und alle negativen Gerüchte, Wadiya und seine Herrschaft betreffend, aus der Welt zu schaffen. Kaum mit Pomp und Pracht in New York angekommen, wird Aladeen jedoch Opfer einer heimtückischen Verschwörung. Kurzerhand wird er von einem Doppelgänger ersetzt, der seinerseits eine Marionette ist, die einen einzigen Zweck erfüllt: in Wadiya die Demokratie auszurufen.

Entmachtet, entstellt (seines Bartes beraubt, damit ihn keiner mehr wiedererkennt) und gleich einem Obdachlosen auf der Straße ausgesetzt, hat er nicht die geringste Chance, das Komplott aufzudecken. Der Zufall will es, dass ihm genau im Augenblick, als er von Polizisten unsanft vom Zaun des UN-Gebäudes befördert wird, der politischen Aktivistin, Feministin und Betreiberin eines Bio-Supermarktes Zoe (Anna Faris) begegnet. Sie reicht dem von der Staatsmacht misshandelten Fremden die Hand, und Aladeen greift nach diesem Strohhalm.

Wie nicht anders zu erwarten war, wird auch diese erfundene Figur, in deren Haut Cohen schlüpft, die Vorlage für jede Menge politisch unkorrekten Witz. Dem einen oder anderen wird dabei mitunter das Lachen im Halse stecken bleiben; doch selbstverständlich steckt auch diesmal wieder eine ordentliche Portion Gesellschafts- und Systemkritik hinter der ganzen Provokation. Die Frage danach, ob nun die Mittel den Zweck immer heiligen, kann letzten Endes aber nur jeder für sich selbst beantworten.

Insgesamt fällt die schräge Show diesmal jedoch deutlich harmloser aus. Nach der ersten Hälfte wandelt sich der subversive, bitter-böse Charakter des Films immer mehr zu mainstreamiger Comedy. Die hat es zuweilen zwar immer noch in sich, und so manche Ekeleinlage, die mit Körperflüssigkeiten einhergeht, bleibt auch diesmal nicht aus. Diese Gags scheinen nunmehr aber lediglich dazu zu dienen, leidlich platt unter der Gürtellinie zu unterhalten. Schreiend schräge Einlagen, wie das Verballhornen der US-Hymne auf einem Rodeo in Texas oder die Fäkalien in der Plastiktüte am Tisch einer bürgerlich-konservativen Familie (beide Borat) bleiben diesmal weitestgehend aus.

Mit Der Diktator gelingt es Cohen insgesamt nicht, an den brachial-provokativen Charakter der Vorgänger anzuschließen. Der Film legt es dafür zu sehr darauf an, (platt) zu unterhalten, sodass viel von der transportierten Kritik im Grunde verpuffen muss. Deutlich merkt man darüber hinaus, dass mit Blick auf die kommerzielle Verwertbarkeit weniger auf Kult, als auf Kompatibilität mit dem Massengeschmack geschaut wurde. Daraus resultiert zwar immer noch ein böser Comedystreifen, aber letzten Endes auch nicht mehr.



Weitere interessante Filme




Film vorschlagen
Brüno
Dt. Start: 09. Juli 2009
Vorschlag entfernen
Borat
Dt. Start: 02. Nov 2006
Vorschlag entfernen
 
 

 

© 2013 MovieMaze.de