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Väter und andere Katastrophen

(Un jour mon père viendra, 2011)

Durchschnittliche Redaktionswertung

70%



Inhalt

Traummann gesucht oder besser gesagt Traumvater! Den richtigen Ehemann hat Chloé nämlich schon gefunden, jedoch fehlt ihr jemand, der sie zum Traualtar führt. Dafür kommen zwei ulkige Gestalten in Frage. Der spießige Bernard auf der einen Seite und der betrügerische Gustave auf der anderen machen der Braut die Wahl jedoch nicht einfacher.

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Väter und andere Katastrophen

Kritik

von Andreas Jaschke

Wertung Kritik

70%

Eigentlich hätte Chloé (Olivia Ruiz) allen Grund, glücklich zu sein. Sie hat ihren Traummann Stephen (Jamie Bamber Griffith) nicht nur gefunden, sie wird den Tennisprofi und erfolgreichen Geschäftsmann auch bald heiraten. Aber wer soll der Brautvater sein, der sie zum Altar führt? In Chloés Fall ein äußerst kniffliges Problem. Gleich zwei Kandidaten stehen zur Wahl, die die Vaterschaft für sich beanspruchen. Einerseits ihr leiblicher Vater Bernard (Francois Berlèand), ein steifer Großindustrieller und Zwangsneurotiker aus Leidenschaft, den Chloé als Kind einer Sommerliebe nie kennen gelernt hat, andererseits den Tunichtgut Gustave (Gèrard Jugnot), der sie liebevoll großgezogen hat, leider aber auch zuviel trinkt. Keiner der beiden trifft die idealen Vorstellungen eines Schwiegervaters, aber Chloé muss sich entscheiden, sonst fällt die Hochzeit ins Wasser.

Bild aus Väter und andere Katastrophen Immer wieder gelangen aus dem gallischen Land Filme zu uns. Und das schon seit Jahrzehnten und in allen Genres. Seit Louis de Funès in den Sechzigern sind die Komödien das Erfolgreichste.

Und nun haben wir einen weiteren Vertreter dieser Spezies mit Väter und andere Katastrophen vor uns. Und schon im Titel zeigt sich, warum auch dieser im Groben auf jeden Fall funktioniert: die Familie. Sie muss im Mittelpunkt der Geschichte stehen, der Erhalt oder die Schaffung eben dieser, das Ziel des/der Protagonisten sein. Und das ist hier Bestandteil des Erfolgssystems. Und da auch noch eine Hochzeit als Kulminationspunkt der Sehnsüchte am Ende steht, ist das Rezept perfekt. Rezept? Ja, hier kann man ehrlicherweise von Rezept reden. Denn hier und da scheinen mir die Prämissen doch etwas schablonenhaft, und die Charaktere der beiden Väter etwas zu kontrapunktisch gesetzt zu sein. Wenn der eine seine Ruhe haben will, braucht man nicht lange zu warten, bis der andere mit dem Krach anfängt. Und wenn alles auf Krawall gebürstet ist, ermüdet das ein wenig. Auch Chloés Suche nach einem Vaterdarsteller für die Hochzeit, um ihrem baldigen Ehemann zu gefallen, scheint etwas weit hergeholt. Doch das alles fällt aus zwei Gründen nicht schwer ins Gewicht.

Zum einen sind es wieder Mal die tollen Akteure vor der Kamera. Ich nehme hier extra nicht die möglichen Väter, zwei berühmte Schauspielstars - auch sie waren wieder routiniert toll - sondern den für mich bis dato unbekannten Darsteller des Schwiegersohns, Jamie Bamber Griffith. Eine so tolle Mischung aus aalglattem Traum einer jeden Frau wohlbehüteter Kindheit auf der einen Seite, und eben genau aus diesen Zutaten heraus, die Sehnsucht nach dem Abwerfen dieses Ballast und diesen Korsetts auf der anderen Seite. Ganz toll gemacht von Regisseur Martin Valente. Und da bin ich auch schon beim zweiten Grund.

Das Drehbuch, ebenfalls vom selben Menschen geschrieben, hat eine ganz eigene Qualität. Alle Figuren haben, jenseits ihres etwas künstlichen Anlasses, aufeinander zutreffen, einen Mehrwert, eine Suche nach dem wahrhaftigen Glück des Lebens. Das klingt vielleicht etwas schwülstig, aber dadurch hatte der Film für mich wirklich noch eine Ebene zusätzlich. Gerade in der Figur des Schwiegersohns wurde das deutlich, einem Menschen, der scheinbar alles hat. Stück für Stück konnte man mit fortlaufender Filmdauer hinter die Fassade schauen und so erkennen, worum es wirklich geht. Und das bei allen Albernheiten!

Im Zuge der anderen erfolgreichen französischen Filme der letzten Zeit - allein Ziemlich beste Freunde über 6 Millionen Zuschauer in der BRD -, wird auch dieser Film seine zahlreichen Zuschauer finden. Im Gegensatz zum eben Genannten ist Väter und andere Katastrophen etwas konservativer und weniger erfrischend in der Darstellung. Aber durch den Mehrwert, über die Dinge des Lebens nachzudenken, besteht er nicht nur aus Jux und Tollerei. Und mit guter Laune geht man sowieso aus dem Kino. Für den Frühling perfekt.

Keine weitere Wertung


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