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Was passiert, wenn's passiert ist

(What to Expect When You're Expecting, 2012)

Dt.Start: 16. August 2012 Premiere: 17. Mai 2012 (Argentinien)
FSK: o.A. Genre: Komödie, Drama, Romanze
Länge: 110 min Land: USA
Darsteller: Elizabeth Banks (Wendy), Brooklyn Decker (Skyler), Cameron Diaz (Jules), Anna Kendrick (Rosie), Jennifer Lopez (Holly), Dennis Quaid (Ramsey), Chace Crawford (Marco), Rebel Wilson (Janice), Chris Rock (Vic), Joe Manganiello (Davis), Rodrigo Santoro (Alex), Wendi McLendon-Covey (Kara)
Regie: Kirk Jones
Drehbuch: Shauna Cross, Heather Hach


Inhalt

Das Eltern-Dasein haben sich diese Paare anders vorgestellt. Die beiden Prominenten Jules und Evan wissen nicht, ob sie Karriere und Familie vereinen können. Wendy kommt trotz aller Ratschläge, die sie selbst als Autorin zu diesem Thema gibt, nicht mit ihren eigenen Stimmungsschwankungen zurecht, was auch ihrem Mann Gary zu schaffen macht. Dessen Vater erwartet mit seiner viel jüngeren Frau Skyler Zwillinge. Alex ist unsicher, ob seine Frau und er wirklich ein Baby adoptieren sollen. Deswegen schließt er sich einer Selbsthilfegruppe für Väter an.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Was passiert, wenn's passiert ist hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 40%
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Kritik

von Dimitrios Athanassiou
Was passiert, wenn's passiert ist hat eine Wertung von 40%
Schwanger werden ist meist nicht schwer. Die neunmonatige Dauer kann sich aber zu einem körperlichen wie psychischen Martyrium auswachsen. Ganz zu schweigen von der Panik, die um sich greift, ob man der Verantwortung der Elternschaft auch gewachsen sein wird. In Was passiert, wenn's passiert ist sehen sich einige Paare genau mit solchen Problemen konfrontiert und müssen mit ihren Ängsten und Zweifeln klarkommen. Das artet mitunter in Klamauk aus, birgt allerdings auch bittere Momente. Leider entstand aus der Kombination aus beidem nichts, was über die Belanglosigkeit hinaus reicht, trotz Starbesetzung.

Bild aus Was passiert, wenn's passiert ist Eine Komödie übers Schwangerwerden, Schwangersein und Kinderkriegen, das hat es ja noch nie gegeben. Noch verhältnismäßig neu ist allerdings der Trend in Hollywood, es bei "Erwachsenen-Themen" nicht mehr allein auf die Adaption von (oft schmalzigen) literarischen Elaboraten zu belassen, sondern nun auch unterhaltsam geschriebene Lebensratgeber als neue Inspirationsquelle zu nutzen. Was passiert, wenn's passiert ist basiert auf dem amerikanischen Selbsthilfebestseller What to Expect When You're Expecting, der allein in den USA mit 17 Millionen Exemplaren über die Ladentheke ging und sich weltweit sogar 35-millionenfach verkaufte.

Inszenatorisch erinnert der Film von Regisseur Kirk Jones (Eine zauberhafte Nanny) an den Ensemble-Episoden-Mix Valentinstag. Und tatsächlich ist Jones' Produkt beinahe ebenso Stargespickt und behandelt in mehreren Episoden, die sich zuweilen berühren und überlappen, jene Paarprobleme, die mit dem Kinderwunsch respektive einer Schwangerschaft einhergehen. So nimmt (ganz dem realen Trend vieler Hollywood-Stars folgend) die Fotografin Holly (Jennifer Lopez) die Sisyphustour auf sich, um ein Drittwelt-Kind zu adoptieren, während ihr Mann Alex (Rodrigo Santoro) seine Vatersein-Panik in einer Männergruppe, bevölkert von jungen Vätern, therapieren lässt. Zugleich werden die beruflich rivalisierenden Köche Rosie (Anna Kendrick) und Marco (Chace Crawford) derart plötzlich von der Leidenschaft der Hormone übermannt, dass sich, kaum dass sie ein Paar geworden sind, schon die Früchte dieser Romanze abzeichnen.

Stimmiger geht es indes bei der TV-Fitness-Ikone Jules (Cameron Diaz) und ihrem Partner, dem Tanz-Show-Star Evan (Matthew Morrison), zu. Beide sind über den anstehenden Familienzuwachs sehr glücklich, ihr hektisches Leben im Fokus des Scheinwerferlichtes wird sich mit Wunsch nach einer harmonisch verlaufenden Schwangerschaft jedoch kaum vereinbaren lassen. Die Autorin und Expertin Wendy (Elizabeth Banks) sieht sich hingegen damit konfrontiert, dass all ihr theoretisches Wissen rund um das Thema Schwangerschaft und Muttersein wenig nütze ist, wenn die Schwangerschaftshormone ihren Körper und ihre Psyche so richtig aus der Balance befördern. Und damit nicht genug, muss ihr Mann Gary (Ben Falcone) erleben, wie ihm die Ehren der Vaterschaft von seinem eigenen dominanten Vater, Ramsey (Dennis Quaid), streitig gemacht werden. Dieser bekommt mit seiner deutlich jüngeren Strahlefrau (Brooklyn Decker) gerade Zwillinge.

Amüsant auf den ersten Blick und im Wesen als Rom-Com mit dosiert eingesetzten Drama-Momenten gedacht, möchte Was passiert, wenn's passiert ist die Höhen und Tiefen aufzeigen, die sich ergeben, wenn sich neues Leben anbahnt. Wie viele Filme aber, die einen Episodencharakter aufweisen und mit einem ansehnlichen Cast zu bestechen versuchen, krankt das Ganze daran, dass nicht alle Schauspieler wirklich gut in die ihnen zugedachten Rollen passen wollen, und dass vor allem die verschiedenen Episoden nicht im gleichen Maße interessant wirken.

Cameron Diaz als weiblicher Fitness-Guru sowie Dennis Quaid als cooler Senior mit knackigem weiblichem Anhang gehören sicherlich noch zu denen, die mit ihren Filmcharakteren noch am besten verschmelzen. Chris Rock und der Treff der jungen Väter bilden das komödiantische Gerüst des Streifens, und im Dramafach verdienen sich Anna Kendrick und Chace Crawford ein paar Lorbeeren. Die Performance der übrigen Darsteller erinnert an ein schnell fallendes Barometer und rangiert von noch erträglich bis völlig uninspiriert (Jennifer Lopez).

Überdeutlich wird, dass sich die Inszenierung von Was passiert, wenn's passiert ist mit ihren Anteilen an Comedy und Drama im Wesentlichen oft selbst im Weg steht, sodass nichts von beidem wirklich zu punkten vermag. Zudem ist das Timing im Wechsel von Ups and Downs im Leben der Protagonisten nicht wirklich gut gelungen, und die Geschichten an sich wirken zudem nicht gerade so, als wären sie dem wirklichen Leben entnommen. Zu sehr war man hier offensichtlich darauf bedacht, den Filmkarren in die Feelgood-Movie-Einbahnstraße zu bugsieren - und dort blieb er dann stecken.



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Dt. Start: 02. Aug 2012
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