Mit ihrer Rückkehr vor die Kamera beweist das Duo Bud Spencer und Terence Hill, dass auch zehn Jahre nach dem letzten gemeinsamen Film die unvergleichliche Chemie zwischen den beiden immer noch besteht. Allerdings wirkt der bekannte Klamauk des Duos, das diesmal unter der Regie Hills agiert, durch weitaus mehr Emotionalität und Ernsthaftigkeit stellenweise ziemlich unausgegoren.
Die Beziehung des Duos Bud Spencer und Terence Hill wurde in Zwei bärenstarke Typen von dem durch Terence Hill verkörperten Roscoe Fraker auf den Punkt gebracht: "Ohne meinen Partner bin ich auch nur halb so gut.". Keiner von beiden konnte als Solist (oder mit einem anderen Partner) die Qualitäten (oder gar Erfolge) des Duos Spencer/Hill auch nur im Ansatz wiederholen. Zehn Jahre nach ihrem letzten Gemeinschaftsprojekt erfüllte sich 1994 schließlich doch noch einmal die von den meisten Fans bereits aufgegebene Hoffnung, dass das Duo Bud Spencer und Terence Hill noch einmal gemeinsam vor die Kamera tritt.
Ursprünglich sollte diese cineastische Wiedervereinigung des Duos in einer von Furio Scarpelli für die beiden adaptierten Fassung der Don Quijote-Geschichte stattfinden, in der Spencer und Hill in die Rollen des Ritters von trauriger Gestalt und seines Knappen Sancho Pansa schlüpfen. Letztlich entschied man sich allerdings doch dazu, zum Abschied noch einmal in das Genre zurück zu kehren, in dem die Karriere der beiden mit den Kassenknüllern Die rechte und die linke Hand des Teufels und Vier Fäuste für ein Halleluja ihren unvergleichlichen Anfang nahm.
Die Geschichte aus der Feder von Terence Hills Sohn Jess (der auch in einer kleinen Rolle als Telegraphist zu sehen ist), hebt sich in dieser Abschiedsvorstellung doch ein wenig vom Stil vergangener Spencer/Hill-Filme ab. Anstatt einer Aneinanderreihung von Kalauern zu präsentieren, die lediglich durch die eine oder andere Prügelszene unterbrochen werden, lässt er hier immer wieder emotionale, teils ungewohnt ernsthafte Töne in die Handlung einfließen.
Der Gedanke, ein wenig mehr Tiefgang in die Handlung einzubauen, ist mit Sicherheit nicht der falscheste. Jedoch zeigt das fertige Ergebnis, dass gut gemeint leider nicht immer gut gemacht bedeutet. Denn die ruhigen, teils ernsthaften und emotionalen Töne tragen nicht zu der gewünschten Bereicherung bei, sondern wirken durch ihr sporadisches Aufkommen und beiläufiges Behandeln in der recht einfach gestrickten Geschichte stets aufgesetzt.
Es ist den beiden Hauptdarstellern zu verdanken, dass Die Troublemaker wenigstens noch halbwegs funktioniert. Mit ihrem nach wie vor außergewöhnlichen Zusammenspiel schaffen sie es, dass man sich, sobald Spencer und Hill anfangen, sich wie kleine Kinder zu kabbeln, sofort an das Flair vergangener Werke erinnert fühlt. Wenngleich die finalen Fausthiebe des fünfundsechzigjährigen Bud Spencers und des zehn Jahre jüngeren Terence Hills verständlicherweise ruhiger vonstattengehen als noch im zehn Jahre zuvor gedrehten Die Miami Cops.
Man hätte dem legendären Duo in seinem 18. gemeinsamen Abenteuer gerne eine gelungene Abschiedsvorstellung attestiert, doch leider bietet der Film das nicht. Zwar setzte Terence Hill, der dieses Mal selbst die Regie übernahm, sich selbst und seinen alten Weggefährten Bud Spencer stilsicher in Szene, allerdings kann die Handlung auf Dauer nicht wirklich überzeugen. Einzig und allein die Tatsache, dass Die Troublemaker durch die ungebrochene Dynamik der beiden Darsteller stellenweise das Flair der alten Filme aufkommen lässt, lässt den Film noch im Mittelmaß landen.