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Zwei sind nicht zu bremsen

(Pari e dispari, 1978)

Durchschnittliche Redaktionswertung

23%



Inhalt

Der Offizier Johnny Firpo soll im Auftrag des Marinegeheimdienstes den Casinobesitzer und Kopf der Buchmacherbande Carabulis dingfest machen. Da Johnny sich jedoch nicht mit dem Glücksspiel auskennt, benötigt er die Hilfe seines Halbbruders, dem ehemaligen Profiglücksspieler Charlie. Da der jedoch kein Interesse daran hat, jemals wieder zu spielen, muss Johnny zu einer List greifen.

Kritik

von Florian Tritsch

Wertung Kritik

23%

Der Film von Sergio Corbucci bietet zwar alle Zutaten, die einem typischen Film der beiden Titelhelden Bud Spencer und Terence Hill auch sonst innewohnen. Allerdings kann die idiotische Geschichte mit ihrer Vielzahl von überraschenden Wendungen und Logiklöchern nicht wirklich überzeugen, weshalb das Werk deutlich hinter anderen Spencer/Hill-Filmen zurück bleibt.

Bild aus Zwei sind nicht zu bremsen Es ist mit Sicherheit kein Geheimnis, dass die Filme, in denen Bud Spencer und Terence Hill gemeinsam mehr oder weniger freiwillig ausziehen, um den Verbrechern dieser Welt das Handwerk zu legen, nicht gerade zu den Werken der intellektuellen Elite zählen. Als Spencer und Hill beispielsweise in Zwei wie Pech und Schwefel gegen einen Gangsterboss zu Felde zogen, um Schadensersatz für ihren zerstörten Strandbuggy zu erhalten, war das schon eine lächerliche Grundprämisse. Was Regisseur Sergio Corbucci allerdings mit Zwei sind nicht zu bremsen abliefert, spottet jeglicher Beschreibung.

Der Zuschauer ist durchaus geneigt, in einem Spielfilm, erst Recht in einem Spencer/Hill-Film, die eine oder andere nicht unbedingt logische Tatsache hinzunehmen. Beispielsweise die Frage, warum die Marine sich einen dermaßen komplizierten Plan ausdenkt, um Charly zu einer Zusammenarbeit zu bewegen, anstatt ihn direkt zu fragen. Auch kann man mit einigem guten Willen noch durchaus akzeptieren, dass Terence Hill mit Delfinen sprechen kann. Allerdings verlangt Corbucci vom geneigten Zuseher dann doch eine ordentlichere Portion guten Willen, um zu akzeptieren, dass ein paar wenige Delfine ein riesiges Kreuzfahrtschiff exakt in einen Hafen manövrieren können.

Zu diesen vielleicht noch halbwegs hinzunehmenden Tatsachen besitzt Zwei sind nicht zu bremsen eine Vielzahl von Logiklöchern. Beispielsweise als Charly (Bud Spencer) zeitgerecht zur Schlusskeileier exakt mit dem Fallschirm auf dem Schiff der Gangster landet. Neben der Frage, wie er zu dem Hubschrauber kam, ist es auch nicht sonderlich klar, woher er bei finsterer Nacht wusste, wo sich das gesuchte Schiff befindet, beziehungsweise dass genau dieses das gesuchte ist. Oder die Frage, warum Charlie den Verlust seines Trucks einfach so hinnimmt, anstatt ihn als gestohlen zu melden.

Auch wenn es durchaus möglich wäre, die Liste der Logikfehler hier noch einige Zeit weiter zu führen, möchte ich mich lieber der horrenden Anzahl von überraschenden Wendungen zuwenden, die das Hauptproblem des Films darstellen. Diese plötzlichen Wendungen wirken in der Regel so derart aus der Luft gegriffen, dass man sich beim Anschauen vorkommt, als möchten die Macher einen für blöd verkaufen. Doch vermutlich hielten Sergio Corbucci und seine drei Co-Autoren Bruno Corbucci, Mario Amendola und Sabatino Ciuffini diesen filmischen Unfug noch für raffiniert.

Das Hauptdarstellerduo Terence Hill und Bud Spencer macht jedoch wieder einiges an Boden bei der idiotischen Geschichte gut, die Zwei sind nicht zu bremsen hier bietet. Ihre Spielfreude scheint ungeachtet der Story ungebrochen. So retten die beiden Sympathieträger den Film letztlich ein wenig davor, völlig zu misslingen.

Über den restlichen Cast gibt es, genau wie zu den beiden Hauptdarstellern, nicht sehr viel zu sagen. Auch hier tauchen wieder die üblichen Verdächtigen um Riccardo Pizzuti als Gegenspieler des Duos auf, die weder sonderlich bedrohlich wirken, noch einen besonderen Eindruck hinterlassen.

Gleiches gilt für Kim McKay, die in der Rolle der "Mullemaus" den Part des standardmäßigen Love-Interests von Terence Hill übernimmt. Ihre, für die Handlung völlig unnötige, Rolle und ihr Spiel sind dermaßen austauschbar, dass man sich ernsthaft fragt, was sie in dem Film zu suchen hat.

Zwar bietet Sergio Corbuccis Werk einige unterhaltsame Szenen und die ungebrochene Dynamik der beiden Hauptdarsteller Bud Spencer und Terence Hill, allerdings macht die völlig hirnrissige Geschichte Zwei sind nicht zu bremsen zu dem wohl schlechtesten Film des Duos. Unterm Strich ist jeder Fan besser damit bedient, die Finger von diesem Werk zu lassen und sich stattdessen einem der besseren Filme der beiden Prügelknaben zuzuwenden.

Keine weitere Wertung


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