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Abraham Lincoln Vampirjäger

(Abraham Lincoln: Vampire Hunter, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

47%



Inhalt

Präsident Abraham Lincoln hat echte Probleme, die über den offiziellen Zustand Amerikas und den Bürgerkrieg weit hinausgehen. Seit Lincoln als Kind miterleben musste, wie seine Mutter von Vampiren brutal ermordet wurde, ist seine Welt nicht mehr dieselbe. In seinem Amt kämpft er für das Land, parallel dazu bekämpft er heimlich aber auch die Vampire, die offenbar Böses im Schilde führen in und mit seinem Land.

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Abraham Lincoln Vampirjäger

Kritik

von Florian Tritsch

Wertung Kritik

18%

Der Film von Wanted-Regisseur Timur Bekmambetov erweckt den Eindruck, ein spaßiges Trash-Fest zu sein, entpuppt sich allerdings als extrem seichtes und vor allen Dingen bierernst vor sich hin driftendes Machwerk. Wäre die Action wenigstens konsequent gut in Szene gesetzt, hätte Bekmambetovs Film noch ansatzweise zu gefallen gewusst - doch so enttäuscht Abraham Lincoln - Vampirjäger leider nahezu komplett.

Bild aus Abraham Lincoln Vampirjäger In den vergangenen Jahren entdeckte Hollywood die Filmbiografien wieder. Von J. Edgar Hoover in Clint Eastwoods J. Edgar, über Joe McCarthy in Lutz Hachmeister The Real American - Joe McCarthy bis zu John Dillinger in Michael Manns Public Enemies - man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass in den letzten Jahren jeder halbwegs bedeutsame Amerikaner ein Biopic spendiert bekam.

Besonders die Präsidenten haben es der Filmindustrie in jüngster Zeit angetan. Ob sich nun Lee Daniels mit The Butler unterschiedlichen Präsidenten, die das Weiße Haus bevölkerten, widmet, oder ob doch einzeln den Würdenträgern und ihrem Leben gehuldigt wird, wie Franklin D. Roosevelt in Roger Michells Hyde Park on Hudson oder Abraham Lincoln in Steven Spielbergs Lincoln. Amerikanische Präsidenten sind zur Zeit in Hollywood nicht wegzudenken.

Ebenso wenig, oder wahrscheinlich noch weniger, könnte man sich die amerikanische Filmindustrie derzeit ohne Vampirfilme vorstellen. So verging in den letzten Jahren wohl kaum ein Monat mehr, ohne dass ein neuer Blutsaugerfilm in den Lichtspielhäusern angekommen wäre. So war es sicherlich kein Wunder sondern bloße Wahrscheinlichkeit, dass über kurz oder lang irgendjemand auf die Idee kommen musste, beide Genres zu vermischen.

Und diese Idee klingt im Ansatz auch durchaus erfolgversprechend, vorausgesetzt man ist für eine derartig absurde Ausgangslage offen. Doch leider gelang es Autor Seth Grahame-Smith nicht einmal ansatzweise, das Potenzial seiner Idee zu nutzen. Denn so sehr Abraham Lincoln - Vampirjäger einen trashigen Spaß verspricht - so wenig hält er dies ein.

Vielmehr werden die historisch verdrehten Fakten in Form eines bierernsten und ruhigen Biopics präsentiert. Doch leider ist dazu die auf die Vampire getrimmte Geschichte einfach zu hanebüchen und stellenweise auch zu unlogisch. Hier wären das eine oder andere Augenzwinkern und eine deutlich schwungvollere Gangart nicht nur wünschenswert, sondern dringend notwendig gewesen. Gleiches gilt für die Regie von Wanted-Regisseur Timur Bekmambetov.

Zwar gelang es Bekmambetov durchaus, ein paar schöne Bilder auf die Leinwand zu zaubern - viel mehr bietet seine Inszenierungsleistung allerdings nicht. Die in Anbetracht der Ausgangssituation recht spärliche Action ist tricktechnisch zwar erstklassig, jedoch weitgehend furchtbar schlecht in Szene gesetzt. An diesem Punkt verschenkte Bekmambetov durch viel zu viele hektische Schnitte und teils schwache Kameraeinstellungen nun komplett das Potenzial von Abraham Lincoln - Vampirjäger.

Die Darsteller verdienen sich hier ebenfalls keinen Blumentopf. Doch während der weitgehend unbekannte Benjamin Walker (Wolfe with an E) wenigstens optisch eine halbwegs gute Figur macht, fällt Dominic Cooper (My Week With Marilyn ) extrem negativ auf. Coopers Darstellung, die in jeder Sekunde "ich bin ja so was von cool" schreit, nervt spätestens nach zehn Minuten.

Letztlich liefert Timur Bekmambetov hier nicht gerade einen guten Film ab. Um wirklich dem ernsten Stil gerecht zu werden, ist die ohne die leiseste Spur von Ironie präsentierte Handlung einfach zu albern. Um wenigstens als Actionfilm durchzugehen, ist die Action zu spärlich gesät und zu schlecht in Szene gesetzt. Und um wenigstens Trashfreunde zufrieden zu stellen, nimmt sich der Film zu wichtig. So ist Abraham Lincoln - Vampirjäger am Ende ein Film, der definitiv nicht in die Geschichtsbücher gehört.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

75%

Was ein Spaß! Entgegen der Erwartung, einen Mist a la Wanted vorgesetzt zu bekommen, macht das quasi Prequel zu Steven Spielbergs Lincoln unglaublich Laune. Alleine die Set Pieces sind zum Niederknien und auch wenn sich im ersten Drittel das Ganze doch ein wenig zieht, folgt darauf ein wunderbar spaßiges Spektakel im Stile von Van Helsing. Das Ganze lebt dabei von seiner tollen Atmosphäre, dem überraschend guten Hauptdarsteller, sowie den toll choeografierten Actionszenen. Sicherlich sollte man das alles nicht zu ernst nehmen; wenn man sich jedoch darauf einlässt, ein herrlicher Spaß, der die hexenjagenden Hänsel und Gretel mühelos in die Tasche steckt.



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