Auch der sechste Asterix-Zeichentrickfilm kann im Großen und Ganzen durch seine liebevoll-detaillierte Machart und seinen Humor überzeugen. Jedoch fällt der Film aufgrund von einigen Längen und der geringeren Menge an den in einem Asterix-Film erwarteten Keilereien ein wenig im Vergleich zum Vorgänger ab.
Auch bei Asterix - Operation Hinkelstein können die französischen Macher wieder mit gewohnt ordentlichen Animationen, liebevollen Zeichnungen und einer guten Fülle an Running-Gags aufwarten. Jedoch senkt sich das Werk, das von Philippe Grimond in Szene gesetzt wurde, letztlich leider doch ein wenig von seinem Vorgängern ab.
Dieser Abfall liegt zum einen an der storybedingten, geringeren Anzahl an zünftigen Raufereien zwischen Galliern und Römern, die man als Fan der beiden Gallier nicht nur einfach erwartet, sondern die auch immer gerade dann auftauchen, wenn es gilt, eine kleine Länge zu überspielen. Zum anderen kann die Geschichte im Vergleich zu seinen Vorgängern nicht ganz so sehr überzeugen.
Während man sich bei Asterix der Gallier, Asterix und Kleopatra und Asterix bei den Briten noch dazu entschloss, ganze Asterix-Alben zu verfilmen, hat sich der noch lebende Teil der beiden Masterminds hinter dem kleinen Gallier Albert Uderzo beim vorliegenden Film dazu entschlossen, die beiden Alben Kampf der Häuptlinge und Der Seher zu einem Film zu verwursten.
Warum auch immer Uderzo sich entschloss, bei diesem Film gleich zwei Alben als Grundlage zu verwenden, wird wohl immer eine unklare Entscheidung bleiben, die sich leider als Fehler herausstellt. Zwar funktioniert die Vermischung der beiden Geschichten an der Oberfläche noch recht gut, weshalb Asterix - Operation Hinkelstein wie aus einem Guss wirkt. Jedoch wirft die Vermischung doch ein paar Probleme auf, die jede Geschichte für sich allein nicht hätte.
Dies ist darin begründet, dass die Vermischung der Geschichten es erfordert, dass sich beide Episoden zum einen zeitgleich und zum anderen miteinander verwoben ereignen, was unweigerlich dazu führt, dass sich beide Episoden gegenseitig beschränken. Diese Beschränkungen, die sich die beiden Comics gegenseitig auferlegen, werden im Verlauf der Geschichte in der Regel durch glückliche Fügungen für die Gallier umschifft. Dies hinterlässt im Vergleich zu anderen Geschichten, in denen Asterix und Obelix mit List, Tücke und Beharrlichkeit am Ende siegen, leider einen gewissen Nachgeschmack, und lässt den Kampf gegen die römische Übermacht stellenweise zu beliebig wirken.
Letztlich ist Asterix - Operation Hinkelstein kein schlechter Film. Leider kann er jedoch mit der Qualität seiner Vorgänger nicht gänzlich mithalten. Doch machen die liebevolle Machart, der weitgehend gelungene Humor und natürlich die nach wie vor liebenswerten Figuren den Film trotz aller Kritikpunkte zu einem befriedigenden Filmerlebnis für Groß und Klein.