Night Hunt - Die Zeit des Jägers Poster

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Night Hunt - Die Zeit des Jägers

(Försvunnen, 2011)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 11. Mai 2012
Premiere: 26. August 2011 (Schweden)
FSK: ab 16 Genre: Thriller
Länge: 97 min Land: Schweden
Darsteller: Sofia Ledarp (Malin), Kjell Bergqvist (Mannen), Björn Kjellman (Stefan), Dietrich Hollinderbäumer (Peter), Johan Klintberg (Erik)
Regie: Mattias Olsson, Henrik JP Akesson
Drehbuch: Mattias Olsson


Inhalt

Nach dem Selbstmord ihres Bruders macht sich Malin auf in den Norden Schwedens, um noch einmal neu anzufangen. Doch ganz allein ist sie dort nicht. Anscheinend verfolgt sie ein mysteriöser Typ in einem Jeep. Und plötzlich findet Malin sich in einem Keller wieder, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Night Hunt - Die Zeit des Jägers hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 62%
Kurzkritik
von Markus Müller
Wertung von 45 für Night Hunt - Die Zeit des Jägers

Night Hunt präsentiert solide, aber uninspiriert das altbekannte Szenario um eine verschleppte Frau und ihren Überlebenskampf. Dabei bleiben sowohl die Figuren selbst als auch ihre Motive flach. Für einen Film, der grundsätzlich auf Spannung setzt, gibt es viel zu wenig Nervenkitzel, was auch an der ideenlosen und vorhersehbaren Handlung liegt. Zwischenzeitlich schleichen sich dazu auch noch gravierende Logikfehler ein.
Dennoch ist die schwedische Produktion insgesamt erstaunlich unterhaltsam. Die Highlights sind dabei die Waldkulisse und die Nebenrolle des deutschen Schauspielers Dietrich Hollinderbäumer.
Nach dem unspektakulären Ende bleibt dennoch nur ein Schulterzucken und die Feststellung, das man sich über den Film zwar nicht ärgern muss, mit etlichen anderen Thrillern aber deutlich besser beraten gewesen wäre.

Kritik

von Albert Imroth
Night Hunt - Die Zeit des Jägers hat eine Wertung von 79%
Da fahren manche amerikanische Produktionsfirmen Millionen an Geldern auf, um den größten Müll herzustellen, und andere Filmemacher schaffen es seltsamerweise mit nicht halb so viel Mitteln und Aufwand, echte Genrehighlights zu drehen. Und wer hat es in diesem Fall (mal wieder) richtig vorgemacht: die Schweden.

Bild aus Night Hunt - Die Zeit des Jägers Nach einer Tragödie in ihrer Familie verlässt die erschütterte Malin ihre alte Umgebung und fährt in den Norden Schwedens. Während der ermüdenden Autofahrt durch die skandinavischen Wälder begegnet ihr immer wieder ein unheimlicher Jeepfahrer. Nachdem sie einmal bereits die Polizei alarmiert hat, greift der Unbekannte sie nachts an einer einsamen Stelle an und entführt sie. Malin wird schnell klar, dass sie es mit einem Mörder zu tun hat. Also bleibt ihr nur eines: die Flucht um jeden Preis.

Natürlich ist die Stärke des Films nicht seine Handlung, denn die ist weder neu, noch mit überraschenden Wendungen gespickt. Was Night Hunt - Die Zeit des Jägers - oder Verschwunden, wie der schlichte Originaltitel lautet - wirklich auszeichnet, ist die packende Inszenierung. Vom ersten Moment an absolut glaubwürdig, ohne große Ausschmückungen oder filmische Dramatisierungen hat man jederzeit das Gefühl, dass das, was man hier beobachtet, jeden Tag genauso passieren könnte. Und auch passiert, wenn man das aktuelle Nachrichtengeschehen beobachtet. Man zweifelt keine Sekunde daran, dass jeder in genauso eine Lage kommen kann, und ist förmlich gezwungen, sich zu fragen, wie man in verschiedenen Situationen an Malins Stelle gehandelt hätte.

Die dramatisch-filmischen Mittel, die eingesetzt werden, sind dagegen äußerst wirkungsvoll. Dabei sind es vor allem zuweilen bis ins Unerträgliche intensivierte Szenen wie Malins erste Konfrontation mit ihrem Peiniger in dessen Keller, die den Puls wirklich erhöhen. In der zweiten Hälfte des Films werden solche Momente leider seltener und müssen der einen oder anderen eher lächerlichen Situation weichen.

Trotzdem bekommt man hier beste Thriller-Unterhaltung mit einer sehenswerten Hauptdarstellerin (Sofia Ledarp kennt man aus der originalen Millennium-Trilogie) und das, schon eine Regel in schwedischen Filmen, in einer malerisch eingefangenen nordischen Waldkulisse. Für Fans der Fernsehserie Pastewka noch ein Hinweis: Dietrich Hollinderbäumer, der Bastians Vater spielt, hat hier einen kleinen Auftritt als deutscher Jäger.



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