|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Die Liebe der Charlotte Gray(Charlotte Gray, 2001)
| Dt.Start: |
26. Dezember 2002 DVD: 24. Juli 2003
|
 |
Premiere: |
17. Dezember 2001 (USA) |
| FSK: |
ab 12
|
Genre: |
Drama, Krieg |
| Länge: |
121 min
|
Land: |
UK, Australien, Deutschland |
|
Darsteller:
|
Cate Blanchett (Charlotte Gray), Billy Crudup (Julien Levade), Michael Gambon (Levade), Rupert Penry-Jones (Peter Gregory), James Fleet (Richard Cannerley), Lewis Crutch (André Duguay), Matthew Plato (Jacob Duguay), Anton Lesser (Renech), Ron Cook (Mirabel), Jack Shepherd (Pichon), Wolf Kahler (Oberleutnant Lindermann), Helen McCrory (Francoise), Rosanna Lavelle (Sophie), Charlotte McDougall (Sally), Abigail Cruttenden (Daisy), Nicholas Farrell (Mr. Jackson), Charlie Condou (Auguste) |
|
Regie:
|
Gillian Armstrong |
|
Drehbuch:
|
Jeremy Brock |
|
 Inhalt
Während des Zweiten Weltkrieges verliebt sich die junge Schottin Charlotte Gray in den Luftwaffenpiloten Peter. Als sie eines Tages die Nachricht erhält, ihr Geliebter sei über Frankreich abgestützt, ergreift sie selbst die Initiative und lässt sich vom Geheimdienst zur Unterstützung der Resistance in Frankreich einschleusen. Dort kämpft sie mit einer Gruppe Widerständler um den mutigen Anführer Julien gegen die Deutschen und versucht gleichzeitig ihren Peter zu finden. |  |
|
Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Thomas Straßer
Verkorkste Romanverfilmung über eine junge Schottin (Cate Blanchett), die während des Zweiten Weltkrieges für die Resistance kämpft.
Warum lange um den heißen Brei herumreden: Die Story ist Mist und der Film ist langweilig. Daran kann auch Hauptdarstellerin Cate Blanchett nichts ändern, die sich viel Mühe gibt, diesen Film zumindest in irgendeiner Weise sehenswert zu machen, sich aber letztendlich dem miserablen Drehbuch geschlagen geben muss. Sie spielt die junge Schottin Charlotte Gray, die während des zweiten Weltkriegs in London lebt. Dort verliebt sie sich nach dreimal romantisch am Fenster sitzen in den jungen Piloten Peter und nimmt aus Spaß an der Freude an einer Ausbildung zur Geheimagentin teil. Nachdem Peter von einem Einsatz über Frankreich nicht zurückkehrt, begibt sich Charlotte als Agentin in die Nähe seines Absturzortes, um ihn zu finden. Diese Vorgeschichte bzw. dieser Aufhänger der Handlung wird dermaßen schwammig präsentiert, dass man sich absolut nicht im klaren ist, warum Charlotte die Ausbildung macht und warum sie sich für einen Mann, den sie eine Woche kennt und der höchstwahrscheinlich sowieso tot ist, in solche Gefahr begibt.
In ähnlich erbärmlicher Weise präsentiert sich auch die restliche Handlung von Die Liebe der Charlotte Gray und bietet wirklich zwei strapaziöse Stunden Kino zum Weinen. In Frankreich angekommen, schließt sich Charlotte einer Gruppe der Resistance an und versucht ihren Beitrag zur Befreiung des Landes von den Nazis zu leisten. Dass die Gruppe um Anführer Julien dem Kommunismus wohlgesonnen ist, wird nur ganz beiläufig erwähnt, obwohl dieser Umstand im späteren Verlauf des Films mehr und mehr zum tragen kommt. Zur Tarnung lebt Charlotte als Haushälterin bei Juliens Vater Levade und kümmert sich um zwei jüdische Jungen, deren Eltern von den Nazis in ein Konzentrationslager gesteckt wurden.
Dem Film gelingt es in keiner Sekunde die Spannungsmomente, die das Leben bei der Resistance bietet, auf der Leinwand zu vermitteln. Dabei hätte man einfach nur stärker betonen müssen, dass Charlotte stets damit rechnen musste aufzufliegen oder dass sie nie so recht wusste, wem sie vertrauen kann. Aber stattdessen setzte der Film auf hingekünstelte Spannungselement, die einfach nicht genug hergeben, um das Publikum bei Laune zu halten. Beispielsweise stellt sich Julien, der sich eigentlich bedeckt halten müsste, bei der Ankunft er Nazis mitten auf die Straße und beschimpft die schwer bewaffneten Soldaten. Er bettelt sozusagen förmlich danach von einer Maschinengewehrsalve niedergemäht zu werden. Doch bevor die Situation eskaliert, stützt sich Charlotte auf ihn und knutscht ihn nieder. Auch der tugendhafte Kampf für die beiden jüdischen Jungs vermag es nicht, den Zuschauer zu bewegen, da von vornherein klar ist, dass die beiden früher oder später von den Nazis gefunden werden.
Regisseurin Gillian Armstrong versuchte die Unzulänglichkeiten der Handlung durch schöne Landschaftsbilder zu kaschieren, was aber im Verlauf des Films immer nerviger wird und das ganze Unterfangen nur unnötig in die Länge zieht. Auch ansonsten gelang es ihr nicht, dem müden Drehbuch etwas Spannung und Dramatik zu entlocken. Hauptdarstellerin Cate Blanchett sowie Billy Crudup (Julien) und Michael Gambon (Levede) verkauften sich in Die Liebe der Charlotte Gray ganz ordentlich und machten noch das Beste aus dem zugrundeliegenden Drehbuch. Es gelang ihnen allerdings nicht, etwas mehr Farbe in ihre matt und unrund gezeichneten Charaktere zu bringen und so konnte man als Zuschauer nie eine Verbindung zu einer Person im Film aufbauen. Entsprechend desinteressiert und unberührt lässt man die Handlung auf sich niederprasseln und hofft auf ein schnelles Ende.  Weitere interessante Filme
|
 |
 |
 |
 |
© 2012 MovieMaze.de |
 |
 |
 |
|