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Ted(Ted, 2012)
| Dt.Start: |
02. August 2012
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Premiere: |
12. Juli 2012 (Australien) |
| FSK: |
ab 16
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Genre: |
Komödie |
| Länge: |
106 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Mark Wahlberg (John), Mila Kunis (Lori), Giovanni Ribisi (Donny), Seth MacFarlane (Ted), Patrick Warburton (Guy), Laura Vandervoort (Tanya), Joel McHale (Rex), Melissa Ordway (Michelle), Jessica Barth (Tami-Lynn), Aedin Mincks (Robert) |
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Regie:
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Seth MacFarlane |
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Drehbuch:
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Seth MacFarlane, Alec Sulkin |
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 Inhalt
Wünscht sich nicht jedes Kind, dass sein Stofftier sprechen kann? Johns Traum geht in Erfüllung: Sein Teddy wird lebendig. Was in der Kindheit noch traumhaft schön ist, wird mit den Jahren immer schwieriger. Bärchen Ted denkt nicht daran, erwachsen zu werden. Das gefällt Johns Freundin Lori gar nicht. Wird John sich von seinem Teddy trennen müssen, wenn er mit Lori glücklich werden will? |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Daniel Licha
Selten hat man so tolle Gags und Sprüche in einem solch überlangen Bad an Rohrkrepierern zu Gesicht bekommen. Die Idee selbst ist durchaus interessant und auch der nerdige Humor ist an manchen bitterbösen Stellen durchaus lustig. Dennoch macht MacFarlane den großen Fehler, sich dem Mainstream hinzugeben, denn Ted ist über weite Strecken nicht mehr als die x-te typische RomCom, deren einziger Unterschied die etwas derberen, humorvollen Elemente sind. Diese werden mit einer Urgewalt auf den Zuschauer eingedroschen und entpuppen sich nicht selten als nervige mit Fäkalhumor ausgestattete Witzchen, die eher nerven als unterhalten. Positiv zu erwähnen sei die tolle Animationsarbeit, aber auch diese kann Ted nicht vor seinem Versagen retten, und so entpuppt sich der gehypte Film letzten Endes als überlanges, langweiliges Stück 08/15-Kino, das leider viel zu wenig aus seiner Idee macht.
Kurzkritik
von Michael Schmidt
Ob man Ted für einen guten oder sehr guten Film hält, hängt von der Erwartungshaltung ab. Mit Family Guywurde das Prinzip von postmodernen Anspielungen als Unterhaltungskonzept perfektioniert. Auf das Kino angewendet kann man hierbei nur von einem Teilerfolg sprechen. Ted ist eine im Kern klassische Hollywoodkomödie, gekonnt beschwingt inszeniert und angereichert mit derbem und anspielungsreichem Humor. Dieser ist weitaus fieser und cleverer als in vielen anderen Filmen, doch bleibt der eigentliche Kern immer präsent. Der Handlungsverlauf ist bekannt und weitaus geradliniger, als es bei Family Guy der Fall ist. Es wird eine ehrliche und offene Parabel über das Erwachsenwerden erzählt, in dem die drei Hauptcharaktere die Sympathien auf sich verteilen. Der Zwiespalt aus postmodernem Kultfilm und Hollywoodkomödie bremst jedoch zeitweise das Tempo. So bekommt man nicht das erwartete Feuerwerk an fiesem Humor geboten. Doch Ted bleibt vom Unterhaltungswert eine der immer noch besseren Komödien. Es ist eben eine Frage der Haltung. Der Film ist fraglos unterhalsam; die Offenbarung bleibt jedoch aus.
Kurzkritik
von Dimitrios Athanassiou
Ted ist die lebendig gewordene Antithese eines lieben knuddeligen Teddys: Er kifft, säuft und vögelt alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Vor allem aber ist er ein Super-Buddy für John, gespielt von Mark Wahlberg, der unglaublich überzeugend an der Seite einer CGI-Figur agiert und der absurden Story Glaubwürdigkeit verleiht. Family-Guy-Macher Seth McFarlane serviert in seiner ersten Realfilm-Regiearbeit zottiges Dynamit, das kracht, wummert und jede Menge Charme versprüht. Dass die Hauptfigur in ihrem Duktus und ihrer vulgär-naiven Art an den Vater aus der Trickfilmserie erinnert, braucht keine Sekunde wundern. Auch der Humor ist ähnlich derbe, politisch inkorrekt und zielt unter die Gürtellinie; selbst körperliche Ausscheidungen müssen für manch ekeligen Witz herhalten. Und doch ist das alles eine Riesengaudi - nahezu sinnfrei - aber ungemein erfrischend anders! Die zahlreichen popkulturellen Verweise auf die 80er vermögen zwar nur bei jenen wehmütige Erinnerungen zu wecken, welche diese Zeit bewusst miterlebten. dennoch trägt dieses Retroflair ungemein zur Stimmung bei; schließlich ist Ted im Kern auch ein Märchen über das Festhalten der Kindheit.
Kurzkritik
von Markus Müller
Auch wenn Ted-Schöpfer Seth McFarlane recht derben Humor an den Tag legt, geht er dennoch bei weitem nicht so kompromisslos wie in seiner Kultserie Family Guy vor. Ted ist etwas allgemeinverträglicher, was allerdings nicht schlecht sein muss und noch lange nicht bedeutet, dass dieser Teddy harmlos ist. Tatsächlich hat er es faustdick hiner den Plüschohren und ist streckenweise durch seine bloße Präsenz schon wahnsinnig witzig.
Das gut aufgelegte Darstellerensemble und die hochkarätigen Gaststars runden das Spektakel ab, wobei es fast schon ein wenig überraschend ist, wie gut Mark Wahlberg tatsächlich in seine Rolle passt. Das Trio aus ihm, Ted und der einmal mehr bezaubernden Mila Kunis ist einfach grundsympathisch und absolut unterhaltsam.
Bei all dem Lob und der Begeisterung für die großartigen Ideen, die sich durch den Film ziehen, ist es dennoch ein wenig schade, dass Ted in der zweiten Hälfte und besonders gegen Ende ein wenig zu konventionell gängigen Hollywoodkomödien-Standards folgt. Dennoch wurden die vielen guten Einfälle so liebevoll umgesetzt, dass man sich diesen kultverdächtigen Streifen nicht entgehen lassen sollte!
Kritik
von Markus Ostertag
Wer Family Guy kennt, dem wird schon klar sein, worauf man sich bei Ted einlässt. Das Schöne ist, dass die Erwartungshaltung exakt mit dem übereinstimmt, was einem dann auch geboten wird. Seth MacFarlane ist und wird kein guter Geschichtenerzähler, aber wenn er etwas kann, dann ist es derbster Humor. Natürlich gibt es ein paar Dinge über die man besser hinwegsehen sollte, aber ansonsten ist der flauschige Teddybär definitiv ein Kinoticket wert!
Sehr lange, viel zu lange musste man auf einen Film wie Ted warten. Ohne Rücksicht auf Verluste und gesellschaftliche Ordnung staubt der qualitativ sehr gut animierte Teddybär durch den rund 100 Minuten lagen Film. Dabei werden dem Zuschauer die Sprüche in einer Geschwindigkeit um die Ohren gehauen, dass es eine verdammte Freude ist.
Natürlich darf man sich nicht an der verfickt derben Sprache des Family-Guy-Machers Seth MacFarlane stören, denn letztlich ist es das, was Ted wirklich ausmacht und was ihn von anderen Filmen abhebt: Er nimmt endlich mal kein Blatt vor den Mund und agiert vollkommen außerhalb der erreichbaren FSK12-Grenze.
Mark Wahlberg als Donner-Buddy passt ebenso scheiß-perfekt wie Mila Kunis als die Liebe seines Lebens, die allerdings natürlich mit der Situation nur schwer zurechtkommt. Zu oft verschwindet ihr Freund mit Ted und zieht sich ein paar Drogen rein. So stellt man sich die Beziehung natürlich auf Dauer nicht vor. Und so muss John Benett eben auf eigenen Beinen stehen, um die Beziehung zu retten, und wirft Ted aus der gemeinsamen Wohnung. Die Freundschaft auf dem Prüfstand - ein Thema, welches von den Drehbuchautoren nur benutzt wird, um das dauerhafte Gagfeuerwerk zu ermöglichen.
Viel erwarten darf man sich von der Story also nicht, denn sonst wird man schnell enttäuscht. Alles ist nur Mittel zum Zweck, und der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel. Zumindest bei Ted funktioniert das auch über die volle Laufzeit, da man sich glücklicherweise nicht mit Melancholie oder Drama aufhält. Alles passiert so schnell, dass man problemlos über die schwierigen Phasen der Geschichte hinweg gehen kann.
Ted spielt mit dem süßen knuffigen Teddybär, der rumhurt und kifft, dass es eine wahre Freude ist. Er ist eben der typische Anti-Freund eines Kindes, obwohl sein Äußeres noch immer exakt dem entspricht, was man seinem 8-Jährigen gerne zu Weihnachten schenkt! Diese Kombination funktioniert bereits seit Jahren in Family Guy perfekt und auch auf der großen Leinwand in Spielfilmlänge scheint das Konzept auf zu gehen. Die Autoren Wild, Sulkin und MacFarlane harmonieren so großartig, dass die Gags selbst in der deutschen Synchro noch ordentlich zünden und für wahre Lachkrämpfe sorgen.
Die Entscheidung, ob man sich Ted ansehen soll oder nicht, lässt sich am einfachsten durch den Trailer beantworten. Wenn man sich beim Thunder-Song vor Lachen nicht mehr auf dem Bürostuhl halten kann und man danach stundenlang immer wieder fuck you thunder, you can suck my dick vor sich hin trällert, dann ist klar: Das verfickte Kinoticket kaufen und zwar sofort, scheiße nochmal!  Weitere interessante Filme
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