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I Spy

(I Spy, 2002)

Dt.Start: 09. Januar 2003
DVD: 12. August 2003
Premiere: 23. Oktober 2002 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Action, Komödie
Länge: 96 min Land: USA
Darsteller: Eddie Murphy (Kelly Robinson), Owen Wilson (Alex Scott), Famke Janssen (Rachael), Malcolm McDowell (Gundars), Gary Cole (Carlos), Phill Lewis (Jerry), Viv Leacock (T.J.), Darren Shahlavi (Cedric Mills), Blake Lirette (The Blade)
Regie: Betty Thomas
Drehbuch: David Ronn, Jay Scherick, Cormac Wibberley, Marianne Wibberley


Inhalt

Geheimagent Alexander Scott muss nach Budapest reisen, um dort den Prototypen eines unsichtbaren Kampfjets zu finden und einen berüchtigten Waffenhändler dingfest zu machen. Zur Tarnung muss er mit dem selbstverliebten Box-Champion Kelly Robinson zusammenarbeiten, der zur selben Zeit einen Kampf in der ungarischen Hauptstadt hat.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

I Spy hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 47%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thomas Straßer
I Spy hat eine Wertung von 47%
Eddie Murphy und Owen Wilson werden in dieser Actionkomödie unfreiwillig zu Partnern und müssen einen gestohlenen Kampfjet wiederbeschaffen.

Bild aus I Spy Als Bill Cosby und Robert Culp in den 60ern mit der Fernsehserie I Spy über die Mattscheibe flimmerten, war die Welt noch in Ordnung. Doch nun macht sich Hollywood schamlos über alle halbwegs erfolgreichen TV-Serien her, in der Hoffnung, ein zweites 3 Engel für Charlie zu landen. Ein weiterer Grund für die Leinwandadaption der Serie ist der momentane Run auf Buddy-Movies, der seit dem Erfolg von Rush Hour und Shang-High Noon eingesetzt hat. Das alles wäre ja nicht so schlimm, wenn das Resultat stimmen würde. Doch im Falle von I Spy kann davon keine Rede sein. Zwar wurden mit Eddie Murphy und Owen Wilson zwei Garanten für sehenswerte Actionkomödien verpflichtet, die sich aber angesichts des ungenügenden Drehbuchs vergeblich mühten.

Aufmerksame Beobachter werden feststellen, dass die beiden Serienhelden Kelly Robinson und Alex Scott für den Kinofilm einen kleinen Farbwechsel durchlaufen haben. Denn Owen Wilson ist heute in Bill Cosbys alter Rolle zu sehen, was die Drehbuchautoren in ein weiteres Dilemma stützte. Robert Culps Charakter war nämlich im Original Tennisspieler und seien wir mal ehrlich, wie viele schwarze Tennisspieler sind heute auf dem Centrecourt unterwegs? Entsprechend wurde Eddie Murphy zum Boxer umfunktioniert, was zugegebenermaßen doch etwas mehr Style hat, als ganz in weiß den Schläger zu schwingen. An den Hauptdarstellern liegt es auf keinen Fall, dass die Kinoversion von I Spy nicht das erhoffte Erlebnis bietet. Die beiden ergänzen sich dank ihres unterschiedlichen Humors wirklich prächtig und liefern sich ein lustiges Gespräch nach dem anderen. Eddie Murphy hatte sichtlich Spaß an seiner Rolle und wirbelte als selbstverliebter Boxer über die Leinwand, der erst spricht und dann denkt. Owen Wilson dagegen pflegt den etwas subtileren und schleichenden Humor und präsentiert seine Pointen mit seiner unnachahmlichen Betonung.

Die große Enttäuschung von I Spy ist das ideenlose und unentschlossene Drehbuch, dessen Defizite auch durch die beiden blendend aufgelegten Darsteller nicht wettgemacht werden konnten. Zum einen kann sich die Story nicht entscheiden ob sie jetzt eine normale Actionkomödie sein will oder eine Genre-Verarsche im Stiele von Austin Powers. In manchen Momenten nimmt sich der Film fürchterlich ernst und schwenkt dann völlig unmotiviert in die totale Lächerlichkeit. Beispielsweise wird in einer Szene der Selbstzerstörungsmechanismus einfach über Bord geworfen, nachdem er nicht zu entschärfen ist. Die Handlung an sich ist ebenfalls eine einzige Enttäuschung und bietet so gut wie nichts interessantes und spannendes. Es wurden einfach ein paar Actionsequenzen lieblos aneinandergekettet und mit furchtbaren Dialogen noch zusätzlich verschlechtert. Überraschungseffekte und Plottwists sucht man in I Spy vergeblich, auch wenn die Beteiligten beim lächerlichen Showdown im Minutentakt die Seiten wechseln.

Auch die Inszenierung von Betty Thomas ist alles andere als zufriedenstellend. Teilweise sind ihre Actionszenen so plump und naiv inszeniert, dass man sich für kurze Zeit in einem ein B-Movie wähnt. Außerdem glaubt heute niemand mehr, dass zwei Männer einer Horde von Bösewichtern, die aus allen Rohren ballern, unverletzt entkommen. Eddie Murphy und Owen Wilson können einem wirklich leid tun, denn sie hätten wirklich das Zeug gehabt, einen neue Franchise einzuläuten. Doch auf Grund des miserablen Drehbuchs und der unglücklichen Inszenierung werden wir das Duo Kelly Robinsion und Alex Scott wahrscheinlich kein zweites Mal im Kino antreffen.



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