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Resident Evil: Retribution

(Resident Evil: Retribution, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

51%



Inhalt

Der T-Virus wütet immer noch weltweit. Und auch Alice versucht mit allen ihren Fähigkeiten dagegen und die Umbrella Corporation anzugehen. Doch als sie in der Operations-Anlage von Umbrella nach einem erbitterten Kampf erwacht, wird ihr ganzes Bild des Ausmaßes der Katastrophe erschüttert. Mit neuen Verbündeten muss sie sich gegen ganz neue Arten von Bedrohungen und alte Bekannte durchsetzen, um aus der Anlage zu entkommen.

Kritik

von Michael Schmidt

Wertung Kritik

33%

Es ist wieder soweit. Ein neuer Teil der Resident-Evil-Reihe kommt in die Kinos. Der nun fünfte Film vereint wieder das Team Jovovich/Anderson, wie schon beim ersten und vierten Teil. Eigentlich war die Reihe ursprünglich als Trilogie angelegt, doch bei einem Einspiel von ca. 700 Millionen US-Dollar bei vier Filmen und das im Bereich des Action/Horrorfilms scheint die Nachfrage für den Stoff nachwievor groß zu sein. So entstand nun die vierte Fortsetzung, die gerne die Vorgänger in den Schatten stellen möchte. Und der neue Film versucht dabei auch groß auszusehen, doch fühlt er sich nicht so an.

Bild aus Resident Evil: Retribution Schon der Einstieg in den Film ist mit einer beeindruckenden Optik ausgestattet und schafft eine Brücke zum vierten Teil. Dass hier nun der Actionanteil deutlich mehr im Vordergrund stehen soll, wird direkt ab der ersten Minute klar. Und das große Budget tut der Produktion auch auf optischer Ebene merklich gut. Hier wird nicht gekleckert, sondern Action in epochalen Ausmaßen produziert. Das Stilmittel der Bullet-Time wird dabei bis zum Exzess ausgereizt.

Leider versucht der Film auch auf der erzählerischen Ebene so viel mehr zu sein, als er eigentlich ist. Das wird schon in der recht ausgebreiteten Rückblende, die die vorhergehenden Teile zusammenfasst, deutlich. Das Problem ist nur, dass sobald Alice und ihr Standort etabliert sind, die Erzählung des Films nichts mehr zu bieten hat. Da sind auf der Habenseite einige beeindruckende Actionsequenzen mit einer physisch bestens aufgelegten Milla Jovovich zu sehen und dennoch bringen sie nichts nach vorne. Paul W.S. Anderson versteht mit diesem erneuten Aufguss der Reihe schlichtweg nicht, wie man der Geschichte noch etwas abgewinnen kann, und liefert nur ein äußerst schlichtes Dauerfeuer ohne Spannung. Das Geld war also für die Action gut angelegt, für das Drehbuch leider kaum.

Alles wirkt im Endeffekt wie ein Auftakt zu einem kommenden großen Film. Nur ist dies schon der fünfte Teil der Reihe. Der Film hat mit der angedachten Original-Trilogie kaum mehr etwas zu tun. Der Charme der Mischung aus Action- und Horrorfilm geht im Krawall vollends unter. Die vage Struktur der Handlung bremst den Film aus und schafft es nie, ein wirkliches Gefühl von Spannung zu erzeugen. Charaktere aus den vergangenen Teilen tauchen auf und sind dennoch nur eine gesichtslose Masse, sowohl als Freund, wie als Gegner. Der Film funktioniert damit selten als das, was er gedacht war. Denn die epochale und weitschweifende Anlage der Story kann nicht funktionieren, wenn die Handlung keinen Schritt nach vorne geht und die Charaktere kaum ausgearbeitet sind. Die globalen Ausmaße des T-Virus werden nur angesprochen. Doch läuft die Geschichte größtenteils unter Tage ab, sodass es über die rein angesprochene Bedrohlichkeit der Apokalypse nie hinausgeht. Da helfen die hübsch anzusehenden Actionsequenzen, die allesamt wie mehrere Showdowns wirken, auch nicht weiter, wenn nicht ein Minimalnenner an eigentlich ablaufender Handlung als spannungsförderndes Element vorhanden ist, und die Flachheit die groß angelegte Stimmung und Story konterkariert. Eventuell löst der sechste Teil dann die Ansätze dieses Films ein.

Resident Evil: Retribution wollte eine epochale Weiterführung der Reihe sein und scheitert an seinem eigenen Handlungskonzept. Die Action sieht groß aus und fühlt sich auch groß an, aber der Film selbst ist es leider nicht und geht selbst mit manchem guten Ansatz im Krach des Mündungsfeuers und der Explosionen unter.

Kurzkritik

von Albert Imroth

Wertung Kurzkritik

68%

Man muss den Machern der Resident Evil-Reihe eines lassen. Egal, wie abstrus und lächerlich sich die Filme entwickeln, sie führen sie konsequent fort, ohne die Flucht in Richtung "Reboot" anzutreten. Und so geht die Welt immer wieder ein Stück mehr unter, Helden wie Schurken sterben und erstehen wieder auf und die Hoffnung, die seit Jahren schon drohende Apokalpyse noch zu stoppen, lässt sich selbst am langsam wirklich aussichtslosen Ende dieses bisher letzten Streichs nicht aufhalten. Auf dem Weg dorthin bekommt der geneigte Zuschauer quasi alles zu sehen, was es auch bisher zu sehen gab, nur größer, visuell anspruchsvoller und mit mehr Zeitlupen. Dafür steht sinnbildlich schon der gelungene Vorspann, der mit den genannten Mitteln aber wirklich zu beeindrucken weiß. Und auch im weiteren Verlauf gibt es einige echte Highlights wie Alices Kampf gegen eine Horde Zombies in einem lichtdurchfluteten Korridor oder eine Sequenz, die an klassische Genrefilme wie Zombie erinnert. Leider ist der Plot dieses Mal nicht nur flach, sondern bringt die Gesamtgeschichte tatsächlich nicht ein Stück weiter, was diesen Film zumindest inhaltlich völlig überflüssig macht.



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