Total Recall Poster

Film-Seite zu Total Recall
Trailer zu Total Recall
Poster zu Total Recall
Offizielle Seite
Deutsche offizielle Seite
Charts-Statistiken zu Total Recall
PDF zu Total Recall
Forum-Topic zu Total Recall

Total Recall

(Total Recall, 2012)

Dt.Start: 23. August 2012 Premiere: 02. August 2012 (Hong Kong)
FSK: ab 12 Genre: Action, Sci-Fi, Thriller
Länge: 121 min Land: USA, Kanada
Darsteller: Colin Farrell (Doug Quaid/Hauser), Kate Beckinsale (Lori), Bryan Cranston (Vilos Cohaagen), Bill Nighy (Matthias Lair), Jessica Biel (Melina), Ethan Hawke, John Cho (McClane), Bokeem Woodbine (Harry), Will Yun Lee (Marek), Currie Graham (Bergen), Steve Byers (Henry Reed)
Regie: Len Wiseman
Drehbuch: Kurt Wimmer, Mark Bomback


Inhalt

Ende des 21. Jahrhunderts sind nach dem dritten Weltkrieg nur noch zwei Erdteile bewohnbar. Während die United Federation of Britain unter Führung des Kanzlers Cohaagen den Ton angibt, hat das ehemalige Australien den Status einer Kolonie. Der Fabrikarbeiter Douglas Quaid hat den Traum, einmal als Geheimagent gegen Cohaagen zu kämpfen und sucht das Unternehmen "Rekall" auf, das falsche Erinnerungen implantiert. Dabei erfährt Quaid jedoch seine wahre Identität: Er ist eigentlich Agent Hauser, der Cohaagen verraten und sich den Rebellen angeschlossen hat.
Shopping-Box
DVDs zu Total Recall Amazon-Shop
zum Film
Merchandising zu Total Recall Poster & Merchandise
zum Film
Total Recall bei eBay Artikel bei eBay
zum Film
Total Recall bei Billiger.de Preisvergleich
für den Film

Durchschnittliche Redaktionswertung

Total Recall hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 50%
Kurzkritik
von Michael Schmidt
Wertung von 82 für Total Recall

Von Beginn an ist dem Film sein absoluter Stilwille anzumerken. Die Kamera ist dauernd in Bewegung und das Spiel mit dem Licht setzt die Akzente in einem filmischen Universum, in dem Dunkelheit vorherrscht. Dabei sind das Bild dieser Dystopie und auch die darin enthaltenen politischen Anspielungen immer nachvollziehbar und recht komplex. So lässt sich der Film zunächst Zeit, seine Handlung über einen Arbeiter - in Form eines schauspielerisch wie physisch gut aufgelegten Colin Farrells - zu entwickeln, der mehr will. Doch wird der Rest der Story in Form des bekannten "Agent, der nicht weiß, wer er ist"-Schemas biederer und lineaerer fortgesetzt als vermutet - zudem die eigentliche Bedrohung etwas Over-the-Top gestaltet ist. Die Einführung bietet zwar nachwievor den Rückhalt für eine leicht philopophische Note zum Thema Traum und Erinnerung, dennoch wäre ein verstärkteres Spiel mit den Ebenen wünschenswert gewesen. Trotzdem ist der Verlauf der Handlung äußerst geschickt und klug konstruiert, sodass man bei den spannenden Setpieces mitfiebern kann.
Somit ist Total Recall ein düsterer Blockbuster mit kleinen Schwächen, doch definitiv eines der Highlights im Sommer.

Kurzkritik
von Albert Imroth
Wertung von 21 für Total Recall

Wenn der Name der Produktionsfirma Original Film auf der Leinwand auftaucht, kann man sich ein Grinsen nur schwerlich verkneifen. Das erste Mal wird eine Vorlage von Kultautor Philip K. Dick neu aufgegriffen, doch wirklich neu ist nichts an dieser Hochglanznullnummer. Man entdeckt Die Bourne Identität, Das fünfte Element, Blade Runner und Minority Report (immerhin weitere Dick-Verfilmungen). Aber vor allem wird die Geschichte des originalen Die totale Erinnerung - Total Recall 1:1 nacherzählt. Klar, das Setting ist neu, die Optik fetter und die Action schneller, aber höher, schneller, weiter ist nicht zwangsläufig besser. Kann der Film in der ersten Hälfte durch seine Visualität (wenn auch abgeguckt) und einige schöne Ideen noch punkten, verkommt dieses Remake in der zweiten Hälfte zu einer gähnend langweiligen Actionhetze, die aufgrund von im Übermaß in CGI stattfindenden Jagden und Schießereien nicht ansatzweise spannend ist. Und während Colin Farrell in dieser Umgebung noch etwas Menschliches darstellt, ist Kate Beckinsale schlichtweg nervend. Eine Erinnerung, auf die man verzichten kann.

Kurzkritik
von Daniel Licha
Wertung von 70 für Total Recall

Trotz kleiner inhaltlicher Änderungen hält sich das Remake von Len Wiseman überraschenderweise stark an das Original. Technisch aufpoliert wird das Sci-Fi-Abenteuer von Wiseman präsentiert und verleiht seinem Film sogar ein optisch überaus ansprechendes Setting. Dabei kracht es von der ersten bis zur letzten Minute, dem Zuschauer wird keinerlei Verschnaufpause gegönnt und die Geschichte weiß, mit Ausnahme des abgeänderten Endes, wie schon in Verhoevens Version zu gefallen. Die Darsteller machen ihre Sache zudem sehr gut und wäre das Ganze nicht so extrem auf den Mainstream zugeschnitten, es wäre eventuell noch mehr drin gewesen. Dennoch eine positive Überraschung die durchaus unterhalten kann, jedoch schnell wieder aus dem Gedächtnis verschwinden wird.

Kurzkritik
von Dimitrios Athanassiou
Wertung von 30 für Total Recall

Wenn ein Film intelligent inszeniert ist, sodass er auf eigenen Füßen zu stehen vermag, könnten sich Verweise auf die Originale eigentlich gespart werden. Die Bemühungen, das Total Recall-Remake auf solche zu stellen, sind ersichtlich. Leider erweisen sie sich als tönerne: Das Design beschert zwar einige gelungene futuristische Eindrücke, setzt sich aber aus Elementen von Blade Runner, I, Robot und Minority Report zusammen. Die Story hat sich im Kern zwar nur wenig verändert, ist nun aber ausschließlich auf der Erde angesiedelt, was das Geschehen leidlich eindimensional gestaltet. Der Mars mit seinen sonderlichen Mutanten wird schmerzlich vermisst. Zudem fehlen Charme, Witz und die Leichtigkeit von Verhoevens Original. Colin Farell erweist sich überdies als alles andere als ein probater Arnie-Ersatz. Und Kate Beckinsale sowie Jessica Biel taugen gerade mal als Eye-Candy. Tempo und Fights sind jedoch rasant. Die Luft ist derart bleigeschwängert, dass man glatt vom Passivkonsum eine Vergiftung bekommen könnte. Der Action-Stumpfsinn wird jedoch derart weit getrieben, dass final jedes bisschen Handlung und Empathie mit den Protagonisten schlichtweg weggefegt werden.

Kritik

von Lutz Granert
Total Recall hat eine Wertung von 46%
Der totale Kommerz: Arnold Schwarzenegger wird in Person von Colin Farrell zu Jason Bourne und darf nicht zum Mars, sondern auf der überbevölkerten Erde gegen einen mächtigen Konzernchef kämpfen. Total Recall ist charmefreie Konfektionsware von einem Remake und hat außer seinem effekthascherischen Protz-Gestus nur mäßiges Ideenrecycling zu bieten.

Bild aus Total Recall Das Remake ist neben dem Prequel und der Fortsetzung eines publikumswirksamen Stoffes eine feste Größe in Hollywoods Kommerzmaschinerie. Warum etwas Neues erfinden, wenn die Neuinterpretation eines etablierten Stoffes volle Kassen garantiert? Verblendung ist dabei nicht nur der Titel eines europäischen Films, der für den US-amerikanischen Markt goutierbar gemacht wurde, sondern trifft wörtlich die stupide Denkweise windiger Produzenten. Besonders ärgerlich jedoch ist, wenn durch ein Remake ein Klassiker desselben Genres verhunzt, wenn das ökonomische Kalkül dahinter so deutlich wird, dass das Endprodukt weitgehend von eigener Kreativität befreit ist. So geschehen bei Total Recall aus dem Jahre 2012.

Auf den ersten Blick scheint die 125 Mio. Dollar-Produktion sogar innovativ. Keine Rotblenden bei der Bildgestaltung und keine "Mars-Optik" sind in den düsteren Bildern dieser ab und an sogar bildgewaltigen Dystopie zu finden. Die futuristische Großstadt nach dem dritten Weltkrieg ist keine riesige, zum Teil unterirdische Betonkonstruktion wie im Original, sondern eine regennasse, in den Himmel ragende Mega-Metropolis, bevölkert von einer multikulturellen Gesellschaft, die sich nach vernichtenden Kriegen auf den einzig beiden verbliebenen Kontinenten sammelt. Wenn das in seinen Videowänden, Ladengeschäften, Fassaden und Neonschriften nicht zu sehr an das Los Angeles der Zukunft in Blade Runner erinnern würde, man könnte annehmen, hier wären keine Epigonen, sondern wahrhafte Schöpferkräfte am Werk gewesen. Doch der Deutsche Kurt Wimmer - der verantwortlichste der fünf Skript-Doktoren - offenbarte schon mit Equilibrium, dass er besser rekombinieren und recyclen kann, als selbst zu erfinden.

Auch die auf mehreren Verkehrsebenen stattfindende Verfolgungsjagd mit magnetischen "Luftkissenautos", wie sie in der gerade einmal 31 Seiten fassenden literarischen Vorlage We Can Remember It For You Wholesale ganz kurz beschrieben werden, ist ein kleines Highlight. Weniger in ihrer Inszenierung, die wie die Actionszenen im gesamten Film von einem unübersichtlichen Stakkato-Schnittrhythmus mit zu nahen Einstellungsgrößen geprägt ist, vielmehr in ihrer ausgeklügelten Integration in die urbanistische Logik des Streckennetzes der Mega-City, die zusammengewachsene Metropolen miteinander verbindet. Mit der Kurzgeschichte von Philip K. Dick hat Total Recall nach der Prozedur des Implantierens neuer Erinnerungen wahrlich wenig gemein - deswegen heißt es in den Credits auch nicht "based on", sondern "inspired by" - aber ein Geheimagent im Stile eines ironiefreien Jason Bourne ruft in einem futuristischen Setting nur Irritationen hervor, wenn er sich immer noch derselben Techniken (Laufen, Treten, Schlagen und Schießen) bedient. Neben der nervös-verwackelten Action-Inszenierung ein weiterer Schwachpunkt von Total Recall, der zu wenig aus seinen Möglichkeiten wie seinem Budget macht.

08/15-Regisseur Len Wiseman (Underworld) und seine Drehbuchautoren orientierten sich eher an Paul Verhoevens Original, wie einige Reminiszenzen belegen. Eine sinnfrei implementierte Prostituierte mit drei Brüsten, eine dicke Frau beim Sicherheits-Scan und ein quasi "implantierter" Arzt als "Not-Erinnerung" wirken allerdings eher so, als wurde der Ur-Film vor langer Zeit im Dösen, aber ohne die totale Erinnerung gesehen. Stattdessen gibt es Logiklöcher, durch die die flache Figur Douglas Quaid alias der blasse Colin Farrell in einer wirren Handlung stolpert (Stichwort: hinterlassene Videos, Motivation von Cohaagen), eine vorbereitete Invasion einer Androidenarmee, die aussieht wie die aus Star Wars - Episode II: Angriff der Klonkrieger, sowie eine Antagonistin (Kate Beckinsale als Ehefrau) und eine Protagonistin (Jessica Biel als rebellisches love interest Melina), die optisch nicht leicht auseinander zu halten sind. Am ärgerlichsten ist jedoch, wie Bill Nighy (Radio Rock Revolution) als Rebellenführer Matthias verheizt wird: Nachdem er fünf philosophische Phrasen über menschliche Erinnerung mit dem unangemessenen Pathos eines Theaterschauspielers aufsagen darf, muss er sterben.

All diese Fakten führen vor Augen, wie falsch fokussiert die Neuauflage hantiert - und wie sehr sie im Bausatz zeitgenössischer Actionthriller verhaftet ist. Der SciFi-Background steht dabei eher im Wege, sodass eifrig Hologramme und Hand-Telefone integriert wurden, um den Zuschauer daran zu erinnern, dass der Film nicht im Heute, sondern im Morgen spielt. Der raue Charme von Arnie und aggressiven Mutanten, das beeindruckende monumentale Alien-Kraftwerk, ja, das Visionäre, das Verhoevens Original durchströmte, ist hier einem ebenso charmebefreiten wie lieblos auf die Leinwand gezimmerten Effektgewitter mit verwackelten Fights und unübersichtlichen Verfolgungsjagden gewichen. Damit wurde zwar ein abgespaceter Agententrip buchstäblich geerdet, doch die Zeiten, als das Actionkino noch One-Liner und übersichtliche Actionszenen in Halbtotalen zu bieten hatte, werden schmerzlich vermisst. Das sind wahrhaft düstere Zeiten fürs Kino, besonders, wenn noch nicht einmal eine eigene Idee in den Sand gesetzt wurde.



Weitere interessante Filme




Film vorschlagen
Minority Report
Dt. Start: 03. Okt 2002
Vorschlag entfernen
Die Totale Erinnerung - Total Recall
Dt. Start: 26. Juli 1990
Vorschlag entfernen
 
 

 

© 2013 MovieMaze.de