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Daredevil(Daredevil, 2003)
| Dt.Start: |
20. März 2003 DVD: 13. September 2003
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Premiere: |
14. Februar 2003 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Action, Fantasy |
| Länge: |
102 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Ben Affleck (Matt Murdock/ Daredevil), Jennifer Garner (Elektra), Colin Farrell (Bullseye), Michael Clarke Duncan (Kingpin/Fisk), Jon Favreau (Franklin Nelson), Scott Terra (Matt als Junge), Ellen Pompeo (Karen Page), Joe Pantoliano (Urich), Leland Orser (Wesley), Lennie Loftin (Manolis), Erick Avari (Natchios), Derrick O'Connor (Pater Everett), Paul Ben-Victor (Quesada), David Keith (Jack Murdock) |
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Regie:
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Mark Steven Johnson |
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Drehbuch:
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Brian Helgeland, Mark Steven Johnson |
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 Inhalt
Nachdem der kleine Matt bei einem Unfall sein Augenlicht verliert, beginnen seine anderen Sinne übermenschliche Dimensionen anzunehmen. Als sein Vater, ein zwielichtiger Preisboxer, ermordet wird, schwört er, seine Gabe für die Schwachen. Als Erwachsener kämpft er als Anwalt für die Rechte seiner Mandanten und zieht nachts als Daredevil durch die Straßen New Yorks um für Gerechtigkeit zu sorgen. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Thomas Straßer
Durchschnittliche Comic-Verfilmung mit Ben Affleck als blindem Anwalt, der nachts als dunkler Rächer durch die Straßen zieht und für Recht und Ordnung sorgt.
Dank des durchschlagenden Erfolgs der beiden Comic-Verfilmungen X-Men und Spider-Man begab sich Hollywood auf die Pirsch durch das Archiv des weltbekannten Comic-Imperiums Marvel und kramte das relativ unbekannte Comic Daredevil hervor. Darin geht es um einen blinden Superhelden, der mit seinen anderen übermenschlich ausgeprägten Sinnen besagtes Defizit wettmacht und nachts durch die Straßen New Yorks zieht, um für Recht und Ordnung zu sorgen. Am Tag ist er der idealistische Anwalt Matt Murdock, der nur die Fälle unschuldiger, aber gleichzeitig unlukrativer, Klienten annimmt. Gespielt wird dieser Superheld von Ben Affleck, dem es ganz gut gelingt, die beiden unterschiedlichen Ausprägungen seiner Figur auf die Leinwand zu bringen. Einerseits wirkt es als blinder Anwalt zwar nicht hilflos, aber irgendwie verwundbar und andererseits zieht er des nächtens als breitschultriger Superheld durch die Straßen.
Der Film beginnt mit einem Rückblick in die Kindheit des Daredevil und schildert, wie er als kleiner Junge durch einen Unfall erblindete und wie er die Ermordung seines Vaters mit ansehen musste. Gesegnet mit seinen übermenschlichen Fähigkeiten und traumatisiert durch den Tod seines Vaters, beschließt er, für die Rechte der Unschuldigen und Hilflosen einzutreten. Dann springt der Film sogleich in die Gegenwart und illustriert in einer schön inszenierten Kampfszene, wie der Daredevil seine Fähigkeiten einsetzt, um eine ganze Bar voller böser Buben kurz und klein zu schlagen. Im Anschluss daran werden in etwas plumper Form die drei anderen wichtigen Charaktere Elektra, Kingpin und Bullseye vorgestellt. Elektra gehört zu den Guten und ist eine kampferprobte Millionärstochter. Die von Jennifer Garner (Alias) gespielte Figur beginnt eine Affäre mit Matt Murdock, allerdings ohne über seine nächtlichen Tätigkeiten bescheid zu wissen. In der Rolle des Oberbösewichts Kingpin erleben wir den mächtigen Michael Clarke Duncan, der im wesentlichen nur fies grinst und einfach nur aussieht wie der Koloss von Rhodos. Sein Vollstrecker ist der durchgeknallte Killer Bullseye, der von dem extrem wandlungsfähigen Collin Farrell in exzellent abgedrehter Weise auf die Leinwand gebracht wird.
Regisseur und Drehbuchautor Mark Steven Johnson lies den Daredevil in einer düsteren Atmosphäre agieren, die wohl am besten mit der des Batman vergleichbar ist. Sein Daredevil turnt aber andererseits eher wie der Spider-Man durch die Straßen. Die Motivation für seine Rachefeldzüge gegen das Böse bezieht der Daredevil aus der herrschenden Ungerechtigkeit vor Gericht. Werden Schuldige nicht vom Gericht verurteilt, so übernimmt der Daredevil persönlich die Bestrafung. Neben diesem energischen Eintreten für die gerechte Sache, geistern im Hinterstübchen das Daredevil stets die Rachegelüste gegen den Mörder seines Vaters herum. Die Geschichte des Films bleibt entsprechend der Comicvorlage weitestgehend flach und versteift sich auf das alteingesessene Gut-Böse-Schema mit allen erdenklichen Klischees. Das ist zwar an sich nichts Schlechtes, doch im Vergleich zur Story von Spider-Man, an der sich der Daredevil wohl oder übel messen muss, ist das einfach zu wenig.
Die Actionsequenzen des Films wurden von Choreograph Cheung Yan Yeung (3 Engel für Charlie) ausgearbeitet, weshalb der Schwerkraft bei den Kämpfen und Bewegungen keine große Bedeutung zukommt. Das Resultat seiner Bemühungen ist eine Figur mit der Brutalität eines Batman und der Leichtfüßigkeit von Tiger & Dragon. Trotz dieser weitestgehend recht schön gefilmten Actionszenen und den netten Spezialeffekten hinterlässt der Daredevil auf Grund der faden und hölzernen Geschichte einen eher durchschnittlichen Gesamteindruck. Man hätte sich vielleicht an der ein oder anderen Stelle etwas mehr Tiefgang bei der Figur des Daredevil gewünscht, um einen besseren Bezug zu dem Charakter herzustellen. Auf Grund dieser Unzulänglichkeiten gelingt es dem Daredevil in keiner Sekunde, auch nur annähernd an X-Men oder Spider-Man heranzukommen.  Weitere interessante Filme
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