Vatertage - Opa über Nacht Poster

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Vatertage - Opa über Nacht

(Vatertage - Opa über Nacht, 2012)

Dt.Start: 13. September 2012 Premiere: 13. September 2012 (Deutschland)
FSK: o.A. Genre: Komödie, Familie
Länge: 93 min Land: Deutschland
Darsteller: Sebastian Bezzel (Basti), Sarah Horvath (Dina), Monika Gruber (Thea), Heiner Lauterbach (Lambert), Christiane Paul (Vanessa), Nina Gummich (Natalie), Adam Bousdoukos (Nektarios), Max Hegewald (Fels), Sebastian Edtbauer (Böh), Sylvia Hoeks (Debbie), Nina Brandt (Caro), Baby Bubble (Wirt Teddy Bar), Andreas Eisele (Tristan), Matthias Eisele (Taomino)
Regie: Ingo Rasper
Drehbuch: Thomas Bahmann, Ralf Hertwig


Inhalt

So schnell kann's gehen: Völlig unverhofft steht die 17-jährige Dina auf der Fußmatte vom Junggesellen Basti. Sie behauptet, seine Tochter zu sein und sein Enkelkind Paul bei sich zu tragen. Was Dina braucht, ist allerdings kein Vater, sondern einfach ein großer Haufen Geld - etwas, das Basti so schnell nicht auftreiben kann. Ein turbulentes Abenteuer wartet auf den überraschten Opa.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Vatertage - Opa über Nacht hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 44%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Dimitrios Athanassiou
Vatertage - Opa über Nacht hat eine Wertung von 44%
Dass die bajuvarische Metropole München immer eine Reise Wert ist, versteht sich eigentlich von selbst. Und für diejenigen, die bisher noch keine Gelegenheit hatten, sich an den Sehenswürdigkeiten der südlichsten Landeshauptstadt Deutschlands zu erfreuen, kommt ein launiges Spätsommerfilmchen zum Warming-up vor einem kleinen Städtetrip möglicherweise gerade recht. Das ist in etwa Ingo Raspers Film Vatertage - Opa über Nacht auch geworden, ein München-Werbespot für Nichteinheimische, mit ein paar leicht bekömmlichen Schauwerten, aber ohne größeren komödiantischen Esprit.

Bild aus Vatertage - Opa über Nacht Mit 36 Jahren überlegt manch einer, ob er nicht langsam sesshaft werden und mit der Familienplanung beginnen soll. Nicht so Basti (Sebastian Bezzel), selbstständiger Rikscha-Unternehmer - Firma Wadlbeißer - sowie großer Hallodri. Lebenskünstler und waschechter Münchener. Basti genießt sein Leben in vollen Zügen, obwohl sein Vier-Mann-Betrieb gerade genug zum Leben abwirft. Vor allem dem einen oder anderen amourösen Stelldichein zeigt er sich gar nicht abgeneigt; und die Frauenherzen scheinen dem unwiderstehlichen Charmebolzen regelrecht zuzufliegen. Über das Morgen oder Konsequenzen seines Handelns macht er sich wenig Gedanken. Für ihn könnte alles noch ewig so weitergehen

Eines Tages steht plötzlich die 17-jährige Dina (Sarah Horvath) aus Bitterfeld vor seiner Haustür und behauptet, seine Tochter zu sein, die sich endlich entschlossen hat, ihn kennen zu lernen. Basti will das nicht wahrhaben und leugnet alles. Selbst den Erhalt der vielen Briefe ihrer Muter, Vanessa, in denen ihm von Dinas Existenz berichtet wurde, räumt er nicht ein und bleibt dabei: Er wüsste von nichts. Besser wird die Angelegenheit nicht, als der mögliche Neu-Vater zusätzlich mit der Möglichkeit konfrontiert wird, zugleich Großvater geworden zu sein. Dina hat nämlich Baby Paul unterm Arm. Auf Familie machen möchte die junge Dame aber nicht. Ihre wahren Motive sind rein finanzieller Natur. Sie möchte 15.000 Euro, andernfalls droht Basti eine Klage wegen ausgebliebener Alimentenzahlungen, über 17 Jahre hinweg.

Eigentlicher Hauptdarsteller dieses locker-flockigen "Vaterschaftsklamauks" ist München. Fürs Lokalkolorit sorgen die im Spätsommer 2011 an vielen prominenten Plätzen der Stadt entstandenen Aufnahmen, wie dem Olympiaberg, dem Stachus, am Eisbach und am Odeonsplatz. Darüber hinaus wurde auch in filmisch weniger abgegrasten Stadtvierteln gedreht, beispielsweise: Neuhausen, Sendling und Westend. Während die Stadtsehenswürdigkeiten für sich sprechen, darf sich der menschliche Protagonist mit den Nöten eines Mannes herumplagen, der mit seinen geradezu jugendlichen 36 Lenzen über Nacht zum Opa mutierte. Mit der routinierten, allerdings auch enorm Klischee beladenen Abarbeitung, gelingt es Vatertage - Opa über Nacht, den Gipfel des Humors aber definitiv nicht zu stürmen. Ein paar originelle Momente entstehen allerdings schon, wie ein Koitusbeutezug, bei dem Basti zwei Holländerinnen um 200 Euro erleichtert.

Es ist vor allem der zweiten Reihe in den kleinen Rollen zu verdanken, dass der Film vor einem allzu tiefen Fall bewahrt wird. So gibt Heiner Lauterbach mit Hingabe Bastis neu-schwulen Vater, der nach seinem Coming-out glücklich und zufrieden mit seinem griechischen Lover Nektarios (Adam Bousdoukos) ein Hotel auf einer der Inseln der Kykladen betreibt und alles andere als entzückt ist, auf einmal Urgroßvater zu sein. Auch nicht schlecht: die bayerische Comedy-Queen Monika Gruber in der Rolle von Bastis rigider Schwester, Thea, die nach Herzenslust bärbeißig granteln darf. Unterm Strich reicht das aber nicht wirklich aus, Vatertage - Opa über Nacht komplett über das Mittelmaß der deutschen Komödien zu wuchten.



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