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Hotel Transsilvanien

(Hotel Transylvania, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

65%



Inhalt

Graf Dracula unterhält ein äußerst erfolgreiches Hotel in Transsilvanien. Allerlei Monster machen hier gerne Urlaub. Zum 118. Geburtstag seiner Tochter Mavis lädt Dracula zudem weitere bekannte Schreckensgestalten ein, wie zum Beispiel Frankenstein oder die Mumie. Die gesamte Feier wird jedoch mit der Ankunft des Menschen Jonathan durcheinander gewirbelt. Als sich Jonathan und Mavis näherkommen, erreicht das Chaos seinen Höhepunkt.

Kritik

von Max Fischer

Wertung Kritik

72%

Regisseur Genndy Tartakovsky hat es geschafft: Nach 20 Jahren im Animationsfilmbereich, unzähligen Serienproduktionen und seinem ersten Spielfilm The Powerpuff Girls: The Movie folgt nun sein zweiter animierter Streich, und der hat es in sich. Wer aber Angst vor bösen Monstern oder lahmem 3D hat, der sollte lieber daheim bleiben. Alle anderen erwartet dafür eine äußerst spritzige Hoteltour. Den ersten Reiseprospekt könnt ihr euch jetzt hier schon mal durchlesen!

Bild aus Hotel Transsilvanien "Hotel Transsilvanien" ist zunächst einmal ein Urlaubsort für Monster, die das ständige Verstecken vor Menschen Leid sind und etwas Entspannung suchen. Sollten Sie also keine Mumie und kein Werwolf oder eine andere schaurige Gestalt sein, bleibt Ihnen ein Besuch leider verwehrt. Geleitet wird die Gruselresidenz von niemand geringerem als Dracula (dt. Rick Kavanian/engl. Adam Sandler), dem König der Vampire. Er steht Ihnen bei allen Fragen rund um das Hotel zur Verfügung. Das sollte er zumindest, wenn sich der gute Drac sich nicht gerade um seine Tochter Mavis (dt. Josefine Preuss/engl. Selena Gomez) kümmern muss. Diese wird nämlich 118 und steht damit gerade auf der Schwelle zum Erwachsen werden. Genau aus diesem Grund bietet das Hotel ein besonderes Geburtstagsspezial an, mit vielen Rabatten und einem besonderen Festessen von Starkoch Quasimodo. Zombies sorgen jede Nacht für die Sauberkeit Ihrer Zimmer, während Sie es sich im hauseigenen Pool bequem machen können oder in der Disco die Fetzen fliegen lassen (Körperteile können an der Rezeption abgeholt werden).

Ja, es könnte so schön sein, wäre da nicht Jonathan (dt. Elyas M'Barek/engl. Andy Samberg), der plötzlich das Hotel stürmt. Was daran schlimm sein soll? Jonathan ist ein MENSCH und die fressen bekanntlich Monster. Durch einen unglücklichen Zufall gelangt der hippe Weltenbummler in Draculas Zufluchtsort und bringt den gesamten Betrieb durcheinander. Getarnt als Cousin von Frankensteins rechter Hand muss der entrüstete Vampir den Störenfried so schnell es geht verschwinden lassen. Aber der findet die ganze "Kostümshow" einfach zu geil und hat auch schon ein Auge auf die schöne Mavis geworfen. Probleme sind vorprogrammiert, aber gehen wir doch entspannt gemeinsam durch die einzelnen Stockwerke.

Beginnen wir im Erdgeschoss, das auch den Anfang des Films markiert und den Monstern als Versammlungsplatz für ihren "Schrecktalk" dient. Hier hat der Streifen auch gleich seine stärksten Momente, da er mit einem irrwitzigen Tempo und einer Fülle an Details in den Ring steigt. Selten reihte sich ein Gag so flott an den nächsten. Zwar sind die Witze nicht sonderlich subtil oder komplex, aber so plump sie auch sein mögen, so unverschämt unverhofft treffen sie den Zuschauer. Allein der überdrehte Jonathan, der wirklich jedes Klischee unserer heutigen Jugend in sich vereint, ist das Kinoticket wert. Dazu kommen zahlreiche popkulturelle Anspielungen, die unter anderem endlich den Auto-Tune gebührend auf die Schippe nehmen. Fluch und Segen zugleich, erlaubt die enorme Geschwindigkeit leider nicht jeder Nebenfigur zu glänzen. Aber nochmal: Dieser Anfangsspurt ist stellenweise grandiose, hektische Unterhaltung, begleitet von total abgefahrenen Charaktermodellen, die sich nach Belieben strecken und biegen können.

Unser nächster Halt ist die erste Etage und damit eine Fokussierung auf die Protagonisten von Hotel Transsilvanien. Die Attraktionsdichte bleibt auch hier hoch, steigert sich sogar und gipfelt in einem famosen Rennen mit fliegenden Tischen. Der seichte Humor muss jedoch erstmals Federn lassen und macht Platz für eine ernstere Schiene. Während sich die Beziehung von Papa- und Tochtervampir etwas langatmig präsentiert, machen die Sticheleien zwischen Dracula und Jonathan schon deutlich mehr Laune. Dennoch steht diese seriösere Ebene dem Gruselspaß gar nicht gut zu Gesicht, obwohl es durchaus einen Moment gibt, in dem das Werk den Versuch startet, die emotionale Tiefe eines Ice Age zu streifen.

Doch bevor sich der Film ein anerkennendes Nicken verdienen kann, tritt er ganz böse in die Tempofalle und muss der anfänglichen Höchstgeschwindigkeit nun Tribut zollen. Willkommen in der zweiten Etage, die auch das Ende unseres Urlaubs markiert. Die Gags zünden nicht mehr richtig und Dracula und Co. versuchen, ihrem Publikum mit mehreren Lehrsätzen der Marke "Geh deinen eigenen Weg" etwas Nachhaltiges mit auf den Weg zu geben. Das funktioniert natürlich nicht und wirkt arg aufgesetzt. Wäre man der Plumpheit der ersten Hälfte treu geblieben, ja dann hätte das ein Ferienabschluss mit großem Feuerwerk werden können. So gibt es zum Schluss trotzdem noch ein buntes Finale, das aber sehr an Leuchtkraft einbüßen muss.

Fazit: Hotel Transsilvanien ist in der ersten Hälfte ein farbenfroher und seichter Animationsspaß, der das Gaspedal ordentlich durchdrückt, bevor den liebenswerten Monstern gegen Ende die Luft ausgeht. Der blutleere Dracula, der sich hechelnd über die Abspann-Ziellinie schiebt, ist aber keinesfalls Spiegelbild für die Qualität der vorangegangenen 70 Minuten. Der Film zeigt vielmehr eindrucksvoll, dass die Holzhammermethode auch heute noch funktioniert.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

73%

Bisweilen erinnert die Prämisse schon ein wenig an Die Monster AG (Monster haben Angst davor, dass Menschen sie lynchen wollen und verschanzen sich vor ihnen), aber auch in diesem Falle bekommt der Zuschauer einen liebevollen und wunderbar kreativen Animationsfilm geboten. Zwar werden hier keine Gags im Minutentakt abgeliefert und man muss hier und da mit der ein oder anderen Länge leben, aber zwischendurch blitzt immer wieder das komödiantische Potenzial heraus, das den Zuschauer auch mühelos zum Lachen bringen kann. Einen guten Job macht hierbei auch Adam Sandler, dessen Dracula-Akzent an die Filme der Hammerstudios erinnert. Ebenso fühlt man sich bei diesem Dracula an Basil Fawlty aus dem kutligen Fawlty Towers erinnert; herrlich wie er durch das Hotel wuselt, um das Chaos an allen Ecken und Enden irgendwie zu kaschieren. Unterm Strich ist also kurzweiliges Vergnügen garantiert, auch wenn ein bischen mehr Gagdichte sicherlich nicht geschadet hätte.

Kurzkritik

von Michael Schmidt

Wertung Kurzkritik

51%

Animationsfilme sind ein großes Geschäft. Und neben den großen Playern Pixar und Dreamworks versucht auch Sony ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Und eigentlich wünscht man ihnen den Erfolg auch, denn ihre bisherigen Arbeiten waren grundsympathisch, aber nie vollends überzeugend. Einzig Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen war finanziell wie qualitativ ein Hit. Hotel Transsilvanien ist der neueste Film aus der Schmiede Sonys, doch auch dieser kann nicht wirklich überzeugen. Wie bei einem großen Brilliant-Feuerwerk wird versucht, eine Pointe nach der nächsten abzufeuern, doch leider will ein Großteil davon einfach nicht zünden. Somit verkommen die ersten zwei Drittel zu einem hektischen Versuch, möglichst viele Gags zu platzieren, ohne auf den eigentlichen Fortlauf der Story zu achten. So verspielt man auch einiges an Sympathie. Und es kommt noch schlimmer: Durch das fehlende erzählerische Gespür schleichen sich Längen statt der intendierten ahs und ohs ein. Erst am Ende findet der Film zurück in die Spur und wirkt dabei sogar recht sympathisch. Doch zu dem Zeitunkt haben sich viele Elemente schon als Blindgänger erwiesen.



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