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Moonlight and Valentino

(Moonlight and Valentino, 1995)

Dt.Start: 04. Juli 1996 Premiere: 29. September 1995 (USA)
FSK: ab 6 Genre: Komödie, Drama, Romanze
Länge: 105 min Land: UK, USA
Darsteller: Elizabeth Perkins (Rebecca Trager Lott), Whoopi Goldberg (Sylvie Morrow), Shadia Simmons (Jenny Morrow), Erica Luttrell (Drew Morrow), Matthew Koller (Alex Morrow), Gwyneth Paltrow (Lucy Trager), Kathleen Turner (Alberta Trager), Harrison Liu (Mr. Wong), Carlton Watson (Henrik), Jack Jessop (Sid), Josef Sommer (Thomas Trager)
Regie: David Anspaugh
Drehbuch: Ellen Simon


Inhalt

Rebecca verliert ihren Ehemann Ben durch einen Autounfall. Nun versuchen ihre jüngere Schwester Lucy, ihre Nachbarin Sylvie und ihre Ex-Stiefmutter Alberta ihr über die erste schwere Zeit hinweg zu helfen. Doch auch diese drei haben zurzeit alle das eine oder andere Problem, mit dem sie sich herumschlagen müssen. Lucy hat Angst, niemals ihre Jungfräulichkeit zu verlieren, Sylvie und ihr Mann trennen sich und Alberta leidet unter der schlechten Beziehung, die sie zu Lucy hat.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Moonlight and Valentino hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 68%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Florian Tritsch
Moonlight and Valentino hat eine Wertung von 68%
Der Film von David Anspaugh weiß durch seine gut aufgelegten Darstellerinnen und seine erstklassigen Dialoge zu gefallen. Allerdings vermeidet es der Film, allzu sehr in die Tiefe zu gehen, und versucht am Ende zu spürbar jeden Erzählstrang noch irgendwie schnell abzuschließen, was leider nicht wirklich funktioniert.

Bild aus Moonlight and Valentino Sich einsam zu fühlen, ist eines der wohl unschönsten Gefühle, die man haben kann. Und jeder von uns hat mit diesem furchtbaren Gefühl wohl schon mehr als einmal Bekanntschaft gemacht. In seiner Tragikomödie Moonlight and Valentino stellt Regisseur David Anspaugh (E-Ring - Military Minds) nun eine Gruppe verschiedener Frauen in den Mittelpunkt, bei der jede mit einer anderen Spielart der Einsamkeit zu kämpfen hat.

Literaturdozentin Rebecca (Elizabeth Perkins) verliert ihren Ehemann durch einen Autounfall. Um mit diesem Schicksalsschlag fertig zu werden, stehen ihr nun ihre Freundin Sylvie, ihre Schwester Lucy und ihre Ex-Stiefmutter Alberta bei. Doch auch diese drei haben mit Einsamkeit zu kämpfen. Sylvie (Whoopi Goldberg) leidet unter der mangelnden Aufmerksamkeit ihres Mannes. Lucy (Gwyneth Paltrow) kann den Tod ihrer Mutter auch nach vielen Jahren nicht verkraften und Alberta (Kathleen Turner) leidet unter Lucys Ablehnung.

Die Geschichte, die Drehbuchautorin Ellen Simon verfasste, die darin den eigenen Unfalltod ihres Ehemannes verarbeitete, gibt sich die gesamte Spieldauer allerdings trotz erstklassiger Dialoge und einiger tragikomischer Szenen reichlich inhaltsleer. Gleichzeitig kommt die Handlung nicht in Schwung, die auf eine Weiterentwicklung der Protagonistinnen abzielt, was am Ende dazu führt, dass die letztendlichen (Selbst-)Offenbarungen in einer einzelnen Szene abgehakt werden.

Regisseur David Anspaugh, der den Regiestuhl von Katja von Garnier (Blood and Chocolate) übernahm, die aufgrund von Kreativen Differenzen das Projekt verließ, macht seine Sache allerdings recht gut. Er versucht gar nicht, die Inhaltsleere des Drehbuchs durch regietechnische Spielereien "aufzupeppen", sondern lässt seine Inszenierung voll und ganz von seinem Darstellerensemble tragen, was in diesem Fall hervorragend aufgeht.

Allen voran Elizabeth Perkins (Hop - Osterhase oder Superstar?) und Kathleen Turner (Marley & Ich) tragen den Film durch ihre mitreißenden Darstellungen. Whoopi Goldberg, deren Rolle Anspaughs Film den komischen Ausgleich geben sollte, bleibt hier nach einem gelungenen Anfang leider ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Wenngleich ihr Spiel nicht wirklich schlecht ist, wird man das Gefühl nicht los, dass hier mehr für sie drin gewesen wäre.

Gwyneth Paltrow (Marvel's The Avengers), die hier eine ihrer ersten großen Rollen spielt, macht ihre Sache ebenfalls recht gut. Allerdings gesteht ihr das Drehbuch viel weniger Raum zu, wodurch ihre Rolle immerzu ein wenig "reingequetscht" wirkt. Noch mehr trifft das allerdings auf die kurzen Auftritte von Musiker Jon Bon Jovi zu. Außer einem witzigen ersten Auftritt hat seine Rolle nicht wirklich eine echte Bewandtnis, weshalb seine Szenen jedes Mal wie ein Fremdkörper im Film wirken.

Letztlich ist Moonlight and Valentino in erster Linie ein handlungsarmes Werk, in dem die meiste Zeit nicht viel passiert. Doch die erstklassigen Darstellerinnen und die witzigen Dialoge bringen den Film am Ende doch noch halbwegs gelungen über die 105-minütige Laufzeit, der allerdings das aufgesetzte Ende einen faden Beigeschmack gibt, den man dem Film nicht gewünscht hätte.



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